Pokalfieber: Eintracht fordert Tuchels Topstars heraus

SVE kehrt für einen Tag auf die große Fußballbühne zurück

Das Pokalfieber in Trier und darüberhinaus in der ganzen Region kennt derzeit keine Grenzen – am Montag, 22. August, ist es endlich so weit. Ab 20.45 Uhr empfängt die Trierer Eintracht dann in der ersten Hauptrunde um den DFB-Pokal keinen Geringeren als den achtfachen Deutschen Meister und dreifachen DFB-Pokalgewinner Borussia Dortmund.

SVE gegen BVB... Da war doch was: Diese Paarung gab es nämlich schon einmal im DFB-Pokal: Am 28. Oktober 1997 verloren die Schwarz-Gelben als amtierender Champions-League- und kommender Weltpokalsieger mit 1:2 bei Eintracht Trier. Nur Weltmeister Jürgen Kohler traf seinerzeit für den von Nevio Scala gecoachten BVB. Für die Eintracht waren Marek Czakon und der heutige Co-Trainer Rudi Thömmes erfolgreich. Erst im Halbfinale wurden die Kicker mit der Porta auf der Brust seinerzeit vom MSV Duisburg im Elfmeterschießen gestoppt...

Einige prominente Opfer

Schalke 04 in der Runde zuvor, bereits 1985 der damals amtierende Pokalsieger FC Bayer 05 Uerdingen in dessen eigenem Stadion, außerdem 1860 München, der Karlsruher SC, Hannover 96, Arminia Bielefeld und zuletzt der FC St. Pauli vor gut fünf Jahren: Prominente Opfer im DFB-Pokal gab es schon einige an der Mosel. Und diesmal? Eintracht-Trainer Peter Rubeck dämpft eher die Erwartungen. Er weiß um den enormen Unterschied zwischen seinem Team, das in der viertklassigen Regionalliga Südwest zu Hause ist und hier noch dazu mit nur einem Punkt aus drei Spielen gerade einen Fehlstart hingelegt hat, und dem Team seines Kollegen Thomas Tuchel. Pierre-Emerick Aubameyang, André Schürrle, Marcel Schmelzer & Co. stehen für enorme Qualität. "Um die Dortmunder zu schlagen, muss schon verdammt viel zusammen kommen", weiß der SVE-Coach. "Realistisch betrachtet verfolgen wir das Ziel, ein richtig gutes Spiel abzuliefern und so im restlos ausverkauften Moselstadion und vor einem Millionenpublikum am Fernseher Werbung in eigener Sache zu betreiben." Gleichwohl stellt er klar: "Wir haben nichts zu verlieren. Eine kleine Chance hat man immer..." Für Rubeck ist es das zweite Mal, dass er im DFB-Pokal auf Thomas Tuchel trifft. Im Jahr 2011 machte er mit dem SVN Zweibrücken dem von Tuchel trainierten Bundesligisten FSV Mainz 05 das Leben schwer. "Wir haben damals die Verlängerung erreicht, aber am Ende hat Mainz leider 2:1 etwas glücklich gewonnen." Ein Wiedersehen gibt es am Montag in Trier mit Arno Michels, dem aus Kasel stammenden Co-Trainer des BVB. Von Juli 2000 an war er für mehr als fünf Jahre in gleicher Mission für die Eintracht tätig. An der Seite von Cheftrainer Paul Linz hatte der heute 48-Jährige auch großen Anteil am lang ersehnten Wiederaufstieg in die Zweite Bundesliga im Jahre 2002. Die Vorfreude auf ein ganz besonderes Match im Moselstadion ist in Trier und weit über die Grenzen der Moselmetropole hinaus ist enorm. Locker hätte die Eintracht das Drei- oder Vierfache an Tickets verkaufen können. Leider passen aber nur gut 10.000 Zuschauer ins Moselstadion. Eigens hat die Eintracht mit ihren Partnern sogar ein Pokaltrikot kreiert - so kann es in einen vielleicht doch historischen Abend gehen...

Klatschpappen sollen ordentlich einheizen

Damit die Stimmung im Moselstadion am Montag Abend im Pokalknüller gegen die Dortmunder Borussia so richtig auf Touren kommt, haben sich mit dem Media-Markt und dem Wochenspiegel zwei langjährige Partner der Eintracht etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Am Eingang werden Tausende von Klatschpappen an die Zuschauer verteilt. So sollen die Spieler auf dem Rasen und das Millionenpublikum am Fernseher gebührend empfangen werden. aa

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