Real-Markt Trier-Euren schließt zum 31. Januar 2022

Stadt Trier. "Standort wirtschaftlich nicht mehr tragbar": Die Real GmbH hat gestern bekannt gegeben, dass der operative Geschäftsbetrieb des Real-Marktes in der Trierer Gottbillstraße zum 31. Januar 2022 endet. Für die 80 Mitarbeiter greife ein Sozialplan.

Nach der Übernahme der Real GmbH durch die SCP Group im Sommer 2020 würden derzeit im Rahmen eines Transformationskonzeptes möglichst viele real Standorte an andere Unternehmen aus dem Lebensmit-teleinzelhandel abgegeben. Dadurch habe die deutlich überwiegende Mehrheit der aktuell insgesamt rund 32.000 Beschäftigten eine Zukunft, wenn auch mittelfristig nicht mehr unter der Marke Real. In einigen Fällen müssten jedoch auch Schließungen in Betracht gezogen werden, wenn die Prüfung aller anderen Optionen keinen Weiterbetrieb mehr ermögliche.

"Fehlende wirtschaftliche Perspektive"


Trotz aller bisherigen intensiven Bemühungen und Gespräche hätte für den Markt in Trier kein an einer Übernahme interessiertes Unternehmen gefunden werden können. Eine Weiterbetreibung des Standortes sei unter den gegebenen Umständen wirtschaftlich nicht darstellbar. Aufgrund der fehlenden wirtschaftlichen Perspektive müsse daher der Markt zum 31. Januar 2022 geschlossen werden. Real betreibt den Standort mit 4.258 Quadratmetern Verkaufsfläche seit 2004.

"Schließung leider notwendig"


„Diese schwere Entscheidung wurde nicht ohne die eingehende Prüfung aller Möglichkeiten getroffen. Wir haben an dem Standort eine schwierige wirtschaftliche Lage aufgrund sehr hoher Verluste in den vergan-genen Jahren, denen zugleich enorme Betreibungs- und Mietkosten gegenüber stehen. Auch wenn man kurzfristige, durch Corona bedingte Umsatzsteigerungen in die Rechnung miteinbezieht, wäre eine Fortsetzung der Betreibung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten jedoch nicht verantwortbar und könnte den Transformationsprozess insgesamt gefährden“, begründet Bojan Luncer, CEO und Arbeitsdirektor der Real GmbH, diesen Schritt.

Sozialplan für 80 Mitarbeiter

„Uns ist diese Entscheidung nicht leicht gefallen und sie spiegelt nicht die harte Arbeit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an diesem Standort wieder. Dennoch ist die Schließung leider notwendig.“
Für alle Real-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort gelte in diesem Fall ein Sozialplan, der mit dem Real-Gesamtbetriebsrat vereinbart wurde und durch den die 80 Personen, die derzeit in dem Markt in Trier tätig sind, abgesichert seien.


Die real GmbH führt aktuell bundesweit 246 SB-Warenhäuser bundesweit. Im Geschäftsjahr 2019/20 erzielte das Un-ternehmen mit rund 32.000 Mitarbeitern einen Netto-Umsatz von ca. 7,1 Mrd. Euro. Weitere Informationen unter www.real-markt.de/unternehmen

 

 

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