Rheinstars eher Starlets

Kölner erlauben Gladiators deren zweithöchsten Sieg

Stadt Trier. Nach dem 78:57 gegen Köln gleicht die Serie von Heimsiegen der Gladiators einem kleinen Porzellanservice: Sie ist jetzt sechsteilig.

Von Bernd Schneider und Vinzenz Anton   

 

 Am 19. Februar, in ihrem elften Auswärtsspiel, enttäuschten Kölns Basketball-Profis, indem sie favorisiert mit 75:83 gegen die abstiegsgefährdeten Paderborner unterlagen. Auch auf ihrer zwölften Reise wirkten die offiziell so genannten Rheinstars eher wie Starlets: Der Zweitligist aus Deutschlands viertgrößter Stadt erlaubte den Gladiators deren zweithöchsten Sieg  (übertroffen nur vom 93:57 gegen Rhöndorf) und damit eine saftige Revanche fürs 76:80 in Köln, wo die Trierer am 2. Oktober ihr allererstes  Auswärtsspiel bestritten. .         

Köln holt auf

Zweifel am dritten Gladiators-Erfolg in Folge konnten lediglich im zweiten Viertel aufkommen, als den Kölnern ein 9:0-Lauf gelang und sie nur noch knapp im Rückstand lagen. Ansonsten lief die Trierer Maschinerie wie bestens geschmiert. Trainer Marco van den Berg ordnete die letzte von bislang 50 Halbzeiten qualitativ “irgendwo in der Mitte“ ein. Aber “unter den besten fünf“ dürften viele Stamm-Zuschauer ebenfalls richtig finden. Apropos Zuschauer: Da wurde der Saisonrekord von 2212 auf 2585 geschraubt. Und der Coach äußerte erstmals seine Hoffnung “3000“. Dagegen wetten, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht, sollte man lieber nicht. Zumal die Gladiators sich klar auf Playoff-Kurs bewegen und eigentlich nichts für eine Niveau-Minderung spricht.

"Sehr gute Entwicklung"

Die Meinung des Ex-Trierers im Kölner Trikot passt dazu: “Die Gladiators haben eine sehr gute Entwicklung gemacht, da geht noch einiges“, findet Marin Petric, dem kein Treffer vergönnt war und der bei seinem Team unter anderem eine Rebound-Schwäche sah. Zwei der Sieger-Akteure, Justin Raffington und Dwayne Evans,  häuften hingegen je zehn Rebounds an. Evans war ausnahmsweise nicht Top-Scorer, sondern wurde von Brandon Spearman und Raffington mit 21:17:11 übertroffen, spielte allerdings auch nur 22 Minuten.                            

Statistik

Die erfolgreichsten fünf Gladiators-Korbschützen nach 25 Spielen:  Evans 402,  Spearman 352,  Smit 204,  Raffington 131,  Anderson 105.                       

Tippspiel

Beim Tipp-Spiel siegte Gladiators-Pressesprecher Stefan Kölbel (Prognose “85:72“) gegen Fan Nicole Schmitt (“90:79“) mit also 8:10 Abweichungen von der realen Differenz. Das Zwischenklassement der Saisonwertung (nur Fans):  Ingo Boor (Traben-Trarbach) 4,  Alexander Schmoll (Trier) 7,   Nicole Schmitz (Trier) 10.

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