Rudi Völlers Sohn: “Wir sind selber schuld“

Mann mit großem Namen spielt groß auf, verliert aber

Stadt Trier.  Sage und schreibe fünf der nächsten sechs Gladiators-Partien sind Auswärtsspiele. Da traf es sich gut, dass mit einem 77:76 gegen Gotha der fünfte Heimsieg in Folge gelang.

Von Bernd Schneider und Vinzenz Anton             

Ein Mann mit einem großen Namen spielte groß auf, übertraf mit 20 Korbpunkten jeden anderen Basketball-Profi des Abends in der Arena und schien sein viertplatziertes Zweitliga-Team aus Gotha zum sechsten Auswärtssieg zu führen. Doch der Akteur mit der Nummer 33 und seine Mannschaftskameraden fielen dem Endspurt der Gladiators zum Opfer. Die Rede ist von Rudi Völlers Sohn Marco, der mit einer frustrierenden Einschätzung heim nach Thüringen fuhr: “Wir sind selber schuld, dass wir nicht gewonnen haben.“ Völler spielte darauf an, dass sein Team dem Trierer die Chance zu einer späten und entscheidenden Wende gewährte.

Höchste Freiwurf-Quote seit Abstieg

Natürlich gab es auch andere Elemente für den passend zum Fastnachtssamstag gezimmerten elften Gladiators-Sieg der Saison. Da ist nicht zuletzt die mit 88 Prozent höchste Trierer Freiwurf-Quote seit dem Abstieg zu nennen, die Trainer Marco van den Berg mit Erleichterung zur Kenntnis nahm, weil seine Schützlinge gerade auf diesem Gebiet zuvor viele nervliche Probleme hatten. Wobei der Rekord von einem Minusrekord begleitet war: Den Moselanern gelangen bei ihrem zweiten Heimspiel mit weißen Trikots nur vier Dreier. Beim Gegner waren es doppelt so viele, aber nur ein einziger in der zweiten Halbzeit. Klar, dass van den Berg sich da bestätigt fühlte: “Wir mussten in der Pause etwas ändern, und das ist gelungen.“ Gemeint war ein Mittel gegen die weitgehend sehr flüssige Gothaer Offensive. In dieser, aber nicht nur in dieser überragte auf Gastgeber-Seite mal wieder Dwayne Evans. Der glaubt, das Erfolgsgeheimnis zu kennen: “Wille, Charakter und als Mannschaft gewachsen.“

Hohes Lob für die Fans

Evans' Teamkamerad Simon Schmitz konstatierte: “Die Fans haben ungemein geholfen.“ Wobei Schmitz dies ja erst zum zweiten Mal erlebt hat und jetzt eine Weile nicht mehr erleben  wird: Eine unmittelbar bevorstehende Häufung von fünf Auswärtsspielen wird lediglich durch den Empfang der Kölner Rheinstars am letzten Februar-Samstag unterbrochen. Coach “MvdB“ sieht keinen Sinn in einer Zielsetzung für das Reise-Quintett. Der Niederländer will sich erst mal nur mit dessen Auftakt in Baunach, wo von den bisherigen zehn Gästen nur drei siegten, beschäftigen. Eine Denkweise, gegen die nichts einzuwenden ist.


* Die erfolgreichsten fünf Gladiators-Korbschützen nach 21 Spielen: Evans 320, Spearman 287, Smit 167, Anderson 105, Breiling 94.
* Das Tipp-Duell zum Fastnachtssamstag-Spiel gewann Gladiators-Pressesprecher Stefan Kölbel (Prognose “80:79“) gegen Fan Alexander Schmoll (“79:71“) mit also 0:7 Abweichungen von der realen Differenz.

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