Schweigeminuten zum Gedenken an die Opfer der Amokfahrt

Stadt Trier. Genau ein Jahr nach der Amokfahrt von Trier findet heute im Dom ein ökumenischer Gedenkgottesdienst statt. Zu Beginn läuten um 13.46 Uhr – dem Zeitpunkt der Amokfahrt – vier Minuten lang die Domglocken. Alle Menschen in Trier sind aufgerufen, dann innezuhalten und in diesen Minuten schweigend der Opfer der Amokfahrt zu gedenken.

Vor einem Jahr lenkte ein Mann einen Geländewagen vorsätzlich durch die Fußgängerzone. Fünf Menschen wurden bei der Amokfahrt getötet, darunter ein Baby. 24 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Ein weiteres Opfer starb knapp ein Jahr später an den Folgen.

Im Dom findet am heutigen Mittwoch, genau ein Jahr nach der Amokfahrt, ein ökumenischer Gottesdienst statt. Ministerpräsidentin Malu Dreyer nimmt daran gemeinsam mit dem Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe und dem Opferbeauftragten des Landes, Detlef Placzek, teil. Neben Opfern und Hinterbliebenen nehmen auch Vertreter von Feuerwehr, Polizei, Rettungs- und Sondereinsatzkräften an der Gedenkveranstaltung teil.

Zu Beginn läuteten vier Minuten die Glocken - so lange hatte die noch immer unbegreifliche Tat gedauert. Oberbürgermeister Wolfram Leibe bittet alle Trierer, in diesen Minuten schweigend der Opfer zu gedenken. Im Anschluss beginnt der Gottesdienst.

Abends findet um 20 Uhr ein Requiem in der Konstantinbasilika Trier statt. Alle Plätze sind bereits vergeben. Unter Leitung von Domkapellmeister Thomas Kiefer und Generalmusikdirektor Jochem Hochstenbach wird das Requiem op. 48 von Gabriel Fauré für Sopran- und Bariton-Solisten zu hören sein. Es spielt das Philharmonische Orchester der Stadt Trier gemeinsam mit dem Domchor, dem Opernchor und Mitgliedern des Bachchores.

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AOK zieht sich aus Cochem zurück

Cochem. Herber Schlag für die Kreisstadt Cochem: Die AOK, einzige Krankenkasse die noch ihre Büros in Cochem hatte, schließt nach WochenSpiegel-Informationen die Geschäftsstelle Ende Februar für immer.  Dies bestätigt AOK-Pressesprecher Jan Rößler gegenüber dem Cochemer WochenSpiegel. Ausschlaggebend für die Überlegungen waren demnach auch die Erfahrungen und Folgen der Corona-Pandemie. Jan Rößler: »Die Beratung am Standort Cochem endete am 16. März 2020 aufgrund der eingetretenen Corona-Pandemie. Aufgrund des geänderten, generellen Kundenverhaltens schon weit vor der Pandemie, eben in Richtung digitaler und telefonischer Kontaktkanäle, wird die Beratung in Cochem, als kleinerer Standort, nicht wieder aufgenommen.« Die Beratung der Mitglieder der AOK soll nun unter anderem durch Kundenberaterinnen und Kundenberater auch zu Hause im Rahmen des Außendienstes erfolgen. Alle Arbeitsplätze bleiben, nach Angaben von AOK-Pressesprecher Jan Rößler, in der Region erhalten. »Nach Beendigung der Beratungsstelle Cochem sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im nächst erreichbaren Kundencenter (etwa Daun, Simmern, Mayen) weiterhin für unsere Versicherten aktiv.« Stadtbürgermeister Walter Schmitz bedauert auf Anfrage des WochenSpiegel den Weggang. »Jeder Arbeitsplatz, der in Cochem weggeht, tut uns weh. Wenn aber dann eine Institution wie eine Krankenkasse weggeht, die den Charakter einer Kreisstadt mitprägt, ist dies besonders schmerzlich.«  Herber Schlag für die Kreisstadt Cochem: Die AOK, einzige Krankenkasse die noch ihre Büros in Cochem hatte, schließt nach WochenSpiegel-Informationen die Geschäftsstelle Ende Februar für immer.  Dies bestätigt AOK-Pressesprecher Jan Rößler gegenüber…

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Guter Wein, schlechte Manieren

Cochem. Ein kurioser Fall beschäftigt am Montag, 31. Januar, den Strafrichter beim Amtsgericht Cochem. Verantworten vor Gericht muss sich  ein 32-jähriger Angeklagter, der sich offenbar schlauer fühlte, als die Polizei erlaubt. Ihm wird unter anderem wegen Urkundenfälschung der Prozess gemacht. Der Mann soll über einen polnischen Führerschein verfügt haben, ihm soll jedoch die Fahrerlaubnis am 11. Oktober 2018 entzogen worden sein. Er soll dennoch, unter anderem am 27. April 2021, mit seinem Pkw unterwegs gewesen sein. Dabei soll der Angeklagte an beiden Nummernschildern des Autos zuvor an die Stelle des amtlichen Siegels zwei runde Aufkleber mit der Aufschrift »Silberne Kammerpreismünze Landesprämierung – Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz« geklebt haben, um im Straßenverkehr eine amtliche Zulassung vorzutäuschen und den fehlenden Versicherungsschutz zu verschleiern. Tatsächlich soll der Pkw, so die Anklageschrift, aber schon im Januar 2020 abgemeldet worden sein. Die Aufkleber »Silberne Kammerpreismünze Landesprämierung – Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz« werden auf Weinflaschen angebracht, die bei einer Qualitätsprüfung besonders gut abgeschnitten haben. Woher der Angeklagte den Aufkleber hat oder ob er ihn eventuell von einer Flasche abgetrennt hat, geht aus der Mitteilung des Amtsgerichtes Cochem nicht hervor. Für den Prozess vor dem Amtsgericht kann sich der Angeklagte den Satz des antiken, griechischen Lyrikers Alkaios von Lesbos zu Herzen nehmen: »In vino veritas«, was auf Deutsch heißt: »Im Wein liegt die Wahrheit.« Strafrechtlich droht dem Mann laut Strafgesetzbuch eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe. Bericht folgt. Ein kurioser Fall beschäftigt am Montag, 31. Januar, den Strafrichter beim Amtsgericht Cochem. Verantworten vor Gericht muss sich  ein 32-jähriger Angeklagter, der sich offenbar schlauer fühlte, als die Polizei erlaubt. Ihm wird unter anderem wegen…

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