So lebten die römischen Legionäre im Rheinland

Stadt Trier. Erstmals widmet das Rheinische Landesmuseum Trier dem Thema "römisches Militär" eine ganze Ausstellung. Rund 250 Exponate illustrieren auf einer Fläche von 350 Quadratmetern das Leben der römischer Legionen am Rhein. Neben Ausrüstungsgegenständen und Waffen geben auch zahlreiche andere archäologische Funde Einblicke in das Leben der Legionäre.

Das Rheinische Landesmuseum Trier zeigt ab sofort und bis zum 7. April die Sonderausstellung "Im Dienst des Kaisers". Sie ist ein Projekt der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz in Kooperation dem Rheinischen Landesmuseum Trier, dem Landesmuseum Mainz, aus dessen Sammlung auch die meisten Objekte stammen, und der Landesarchäologie.Die Ausstellung illustriert am Beispiel Mainz die römische Militärgeschichte von Rheinland-Pfalz. Im Gegensatz zur zivil geprägten Metropole Trier war das römische Mogontiacum einer der wichtigsten römischen Militärstandorte auf deutschem Boden, wovon zahlreiche archäologische Funde aus der militärhistorisch besonders bedeutenden Sammlung des Landesmuseums Mainz zeugen.

Mogontiacum, das heutige Mainz, war nicht nur Hauptstadt der Provinz Obergermanien mit Sitz des Statthalters, sondern für mehrere Jahrhunderte vor allem auch ein bedeutender römischer Garnisonsort. Die Ausstellung führt zunächst in die Zeit, als Mainz im 1. Jahrhundert n. Chr. eine zentrale Operationsbasis für die Germanenfeldzüge war. Sie erzählt von den eher ruhigen Zeiten des 2. und frühen 3. Jahrhunderts, als die Provinzhauptstadt im Schutz des Limes und der hier stationierten 22. Legion wirtschaftlich aufblühte. Und sie illustriert die Zeit der Germaneneinfälle ab dem 3. Jahrhundert n. Chr, bis Mainz in der Spätantike wieder Teil der Grenzverteidigung am Rhein wurde.Die Ausstellung präsentiert Exponate aus der Sammlung des Landesmuseums Mainz, ergänzt durch Fundobjekte der Landesarchäologie Mainz. Darunter befinden sich viele international bekannte und hochkarätige Exponate. Besonders beeindruckend sind die Grabsteine römischer Soldaten. Sie berichten detailreich über die verschiedenen Legionen, erzählen von der Herkunft und den militärischen Funktionen der Verstorbenen. Daneben illustrieren zahlreiche archäologische Funde die Bewaffnung und Ausrüstung der Legionäre und geben Einblicke in ihr Alltagsleben.

Der Eintritt zur Sonderausstellung ist im Museumseintritt enthalten. Auch Inhaber der AntikenCard Trier (Kombiticket von Römerbauten und Landesmuseum) können die Ausstellung ohne zusätzliche Kosten besuchen. Zum Begleitprogramm gehören verschiedene Veranstaltungen und Führungen. Mehr unter www.landesmuseum-trier.de.                            red/cn

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