Souveräne Eintracht fährt klaren 3:0-Sieg ein

Schlusslicht FC Nöttingen im Moselstadion fast chancenlos

Stadt Trier. Im Bestreben, den Tabellenkeller der Fußball-Regionalliga Südwest dauerhaft zu verlassen, kann die Trierer Eintracht ihrer wieder gewonnenen Heimstärke vertrauen: Das 3:0 am Freitag Abend im Moselstadion gegen einen allerdings erschreckend schwachen Tabellenletzten FC Nöttingen war der dritte Sieg vor eigenem Publikum in Serie – und das auch noch bei einem beeindruckenden Torverhältnis von 10:0.

"Wir haben uns sehr viel vorgenommen, sind früh drauf gegangen, haben Pressing gespielt - und wurden dann mit den schnellen Toren belohnt", sprudelte es kurz nach dem Abpfiff aus jenem Mann heraus, der mit seinem Doppelpack den Weg zum Dreier geebnet hatte: Christoph Anton. "Von Anfang an wollten wir die Schlagzahl hochhalten", bestätigte Trainer Oscar Corrochano, unter dessen Regie nun sieben Punkte in drei ungeschlagenen Spielen herausgesprungen sind. Zunächst scheiterte Muhamed Alawie noch im Eins-gegen-Eins am stark reagierenden FCN-Schlussmann Robin Kraski (7. Minute). Einige Augenblicke später war es dann aber aus Sicht der spielerisch deutlich überlegenen und viel spritziger wirkenden Trierer so weit: Anton hatte im Laufduell mit Brenner den Turbo gezündet und legte den Ball auch noch gekonnt am machtlosen Kraski vorbei zum 1:0 ins lange Eck (8.).

Eintracht handlungsschneller

Vergeblich monierten die Gäste in der Entstehungsgeschichte des Treffers ein Handspiel der Trierer. Die Eintracht dominierte die Kolinger-Elf nach Belieben, war meist handlungsschneller - und erhöhte in der 26. Minute: Wieder hatte Brenner gegen Anton das Nachsehen. Der Flügelflitzer vollendete aus zehn Metern cool zum 2:0. Das Tabellenschlusslicht war in den Folgeminuten von der Rolle. Einen Rückpass von Brenner hätte Alawie fast noch erlaufen (32.). Dann hatte der bereits verwarnte Reinhard Schenker Glück, dass Schiedsrichter Philipp Lehmann dessen Foul an Alawie nicht schon nach 33 Minuten mit der Ampelkarte quittierte. Trotz aller Unterlegenheit im Spiel nach vorne und mangelnder Durchsetzungsfähigkeit kamen die Badener kurz vor dem Halbzeitpfiff zu einer sehr guten (ersten) Möglichkeit. Nach einem Missverständnis im Trierer Mittelfeld schnappte sich Eray Gür den Ball, zog aus 18 Metern ab, scheiterte aber an Eintracht-Torwart Chris Keilmann, der gerade noch zur Ecke klären konnte. Das 3:0 in der 52. Minute kam der Vorentscheidung gleich. Der aufgerückte Außenverteidiger Kevin Heinz konnte scharf nach innen flanken, aus kurzer Distanz vollendete Alawie. Die Abwehr der aus der Nähe von Karlsruhe angereisten Gäste hatte hier geradezu Auflösungserscheinungen offenbart. Dem mit Abstand besten Nöttinger im Moselstadion, Robin Kraski, war es zuzuschreiben, dass es am Ende "nur" 3:0 für die Eintracht hieß. Mal rettete er beim Lupfer von Alawie (63.), mal musste er sich beim Kopfball des gleichen Trierers mächtig strecken, am Ende parierte er auch noch bei Antons Schuss prächtig (90.).

Nöttingens Kapitän: "Das ist schon brutal"

"Mit dem 3:0 konnten wir das Spiel früh entscheiden und Kräfte sparen. Für die Tabelle war dieser Sieg enorm wichtig", lobte Coach Corrochano. "Das ist schon brutal. Da fährst Du vier Stunden mit dem Bus hier hin, willst hinten sicher stehen - und bekommst dann schon so früh das Tor. Danach war es ganz, ganz schwer für uns", sagte Nöttingens Kapitän Brenner. Sein Trainer Kolinger bilanzierte: "Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat hier alles raus gehauen. Jetzt gilt es mal wieder, die Jungs aufzurichten. Wir kommen wieder. Freitag versuchen wir es gegen die Stuttgarter Kickers aufs Neue." Am kommenden Spieltag hat der SVE wiederum spielfrei, muss aber zuvor am Mittwoch, ab 19 Uhr, im Rheinlandpokal-Achtelfinale beim zwei Klassen tiefer angesiedelten TuS Mayen ran. "Wir wollen den Schwung mitnehmen und weiter kommen", stellt Christoph Anton unmissverständlich fest.AA

Statistik:

Eintracht Trier: Keilmann – Riedel, Henneböle, Adrian Schneider, Heinz (81. Blum)– Gladrow, Dittrich, Telch, Anton – Lienhard (74. Garnier)– Alawie (77. Szimayer).

FC Nöttingen: Krsaki – Bitzer, Brenner, Fuchs (46. Walter), Frank – Gür (74. Schönthaler), Bräuning, Frank, Bellanave – Neziraj (55. Dennis Schneider), Maggio.

Schiedsrichter: Philipp Lehmann (Seitingen-Oberflacht)

Zuschauer: 1664 im Moselstadion

Tore: 1:0, 2:0 Anton (8., 26.), 3:0 Alawie (52.)

 

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