Eintracht Trier siegt in Worms

Stadt Trier. Eintracht-Trier konnte am Freitagabend den ersten Auswärtssieg der noch jungen Saison einfahren. Dank eines Treffers von Neuzugang Edis Sinanovic behielt der SVE mit 1:0 (1:0) die Oberhand. In einem vor allem gegen Ende hitzigen Duell hatten die Trierer am Ende die besseren Nerven und brachten die Führung über die Zeit. Durch den Erfolg tanken die Blau-Schwarz-Weißen wichtiges Selbstvertrauen für die anstehende englische Woche mit zwei Heimspielen.

Gegenüber dem Heimerfolg gegen Eisbachtal nahm Eintracht-Cheftrainer Josef Cinar kleinere Veränderungen in der Startelf vor. Für den gelb-rot gesperrten Sechser Sanoussy Baldé rückte Jason Thayaparan ins Zentrum. Im offensiven Mittelfeld erhielt zudem Dominik Kinscher den Vorzug vor Jonas Amberg. Milad Salem übernahm dafür die linke Offensivseite.

Teams auf Augenhöhe

In der Wormser EWR-Arena merkte man dem Spiel von Beginn an, dass sich zwei ambitionierte Teams auf Augenhöhe begegneten. Über den gesamten Spielverlauf prägten hitzige Zweikämpfe und auch eine gewisse Härte das Aufeinandertreffen der Traditionsvereine. Den besseren Start erwischten jedoch die Gastgeber. Mit viel Ballbesitz und einigen ersten Strafraumaktionen wie den Kopfball durch 1,94-Meter-Mann Jan Dahlke (14. Minute) nach einer der vielen Standards, hatte die Wormatia das Spiel zu Beginn besser unter Kontrolle. Nach und nach fand dann aber auch der SVE den Zugriff  und näherte sich dem Tor der Wormser an. Edis Sinanovic scheiterte dabei zuerst mit einem Distanzschuss an Wormatia-Torhüter Reichel (16.). Nur drei Minuten später machte der Neuzugang von Schott Mainz es dann besser: In Folge eines langen Solos von Rechtsverteidiger Leonel Brodersen fand dieser auf der Außenbahn Tim Garnier. „Ganni“ brachte das Leder lang an den zweiten Pfosten, wo Sinanovic den Ball aus spitzem Winkel mit der Innenseite direkt nahm und wunderschön im langen Eck versenkte (19.). In den nächsten Minuten gelang es dem SVE zwar, bessere Ballbesitzphasen zu entwickeln, die Wormser wurden aber durch eine scharfe Flanke von Grimmer (37.) ihrerseits nochmal gefährlich. 

Zehn gelbe Karten

Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer zwar zunächst kaum Strafraumszenen, die Partie wurde dennoch deutlich giftiger. Schiedsrichter Luca Schilirò hatte alle Hände voll zu tun und verteilte auf beiden Seiten insgesamt zehn gelbe Karten. Bei gelb blieb es aber nicht, als der eingewechselte Wormser Filimon Gerezgiher aufgrund eines überharten Einsteigens gegen Brodersen zurecht die rote Karte sah (80.). Auch auf Trierer Seite wurde das Spiel mit zehn Mann beendet, da Maurice Roth nach einem Foulspiel und der daraus resultierenden, zweiten gelben Karte ebenfalls vorzeitig unter die Dusche musste.

Hektik und Drama in der Schlussphase

Von Hektik und Dramatik lebte dann auch die Schlussphase, in der die blau-schwarz-weißen trotz eines Pfostenknallers von Dominik Kinscher (82.) auch das nötige Glück auf ihrer Seite hatten.  Unter anderem einen Kopfball aus kurzer Distanz durch Matsumoto (90./+2) musste die Eintracht überstehen, um nach insgesamt sieben Minuten nach Spielzeit den Sieg vorm Gästeblock feiern zu dürfen.

In der kommenden Woche spielt die Eintracht gleich zweimal zuhause: Bereits am Dienstag erwartet man Aufsteiger FV Dudenhofen (19.30 Uhr), bevor dann am Freitag die zweite Mannschaft des SV Elversberg (19.30 Uhr) im Moselstadion zu Gast ist.

Statistik

  • Wormatia Worms: Reichel – Grimmer, Ogorodnik, Tzimanis, Veleanu (64. Gerezgiher) – Oliveira, Lickert (77. Afari), Köksal, Recica (67. Matsumoto) – Dahlke, Graciotti
  • Eintracht Trier: Wieszolek – Thayaparan, Maurer, Kling – Brodersen, Roth, Kinscher (86. Thul), Kaluanga – Sinanovic (74. Heinz), Garnier (64. Amberg), Salem
  • Tor: 0:1 Sinanovic (19.)
  • SR: Luca Schilirò  Zuschauer: 1138
  • Gelb-Rot: Roth (85.), Rot: Gerezgiher (80.)

RED

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