SVE siegt in Salmrohr und kann sich auf DFB-Pokal freuen

Rheinlandpokal: Trierer gewinnen vor knapp 1.400 Fans

Stadt Trier. Die Trierer Eintracht ist ihrem 14. Gewinn des Fußball-Rheinlandpokals am Mittwoch Abend ein bedeutendes Stück näher gekommen: Beim eine Etage tiefer angesiedelten Lokalrivalen FSV Salmrohr setzte sich der Südwest-Regionalligist im Endeffekt verdient mit 3:1 durch. Im noch nicht terminierten Finale wartet nun ein alter Bekannter mit seinem Team, nämlich Nihad Mujakic mit dem von ihm trainierten Favoritenschreck SG Hoher Westerwald Niederroßbach /Emmerichenhain. Der inzwischen 39-Jährige stand in der Rückrunde der Saison 2006/07 als Spieler beim SVE unter Vertrag.

Schon früh stellte die Eintracht am Mittwoch die Weichen auf Sieg: Bereits nach 64 Sekunden drückte der aufgerückte Innenverteidiger Christoph Buchner den Ball nach einer präzisen Hereingabe von Christian Telch über die Linie - später sollte FSV-Coach und Eintracht-Trainerlegende Paul Linz die mangelnde Konsequenz seiner Schützlinge bei Standardsituationen deutlich kritisieren. Sein Gegenüber Peter Rubeck wusste gleich, dass "uns diese frühe Führung nicht unbedingt gut tun würde". Die Gäste störten in der Folge nicht mehr so konsequent, leisteten sich die eine oder andere Unkonzentriertheit. Eine davon hätte ums Haar mit Sebastian Ting einer der vielen früheren Trierer im Salmrohrer Dress per 40-Meter-Bogenlampe ausgenutzt; der Ball setzte aber kurz vor der Torlinie nochmal auf und sprang dann übers von Chris Keilmann gehütete Gehäuse. Unsortiert zeigte sich die Abwehr der Linz-Elf auch beim 0:2 (18. Minute). Nachdem der später wegen Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgewechselte Benedikt Koep und Patrick Lienhard im Mittelfeld Doppelpass gespielt hatten und der Ball zu Christoph Anton auf der linken Außenbahn gekommen war, musste Daniel Hammel die Hereingabe am langen Pfosten nur noch zu vollenden.

Koep scheitert an Ternes

Wenig später fast die Vorentscheidung: Timo Heinz war im Mittelfeld ausgerutscht, Lienhard schaltete blitzschnell. Koep fand aber schließlich seinen Meister in FSV-Keeper Daniel Ternes (26.). Statt 0:3 hieß es zwei Minuten später nur noch 1:2. Nach Vorlage von Heinz und Ekene Anthony Ozoh probierte es Ting aus 17 Metern und traf unhaltbar für Keilmann ins Eck. Ting ("Wir haben bei den Gegentoren einfach blöd ausgesehen und sonst gar nicht mal so viel zugelassen.") setzte in der 35. Minute sogar noch zum Fallrückzieher an, kam aber nicht richtig an den Ball. Die Raffinesse des Mittelfeldspielers, dessen Zukunft in Salmrohr über die Saison noch ungeklärt ist, stellte Torwart Keilmann in der 38. Minute wiederum vor Probleme. Nach einem an den kurzen Pfosten getretenen Freistoß war Triers Nummer eins aber mit den Fäusten zur Stelle. Schon kurz nach der Pause musste der offenbar allzu heftig reklamierende Eintracht-Co-Trainer Rudi Thömmes auf die Tribüne. Die klassenhöheren Gäste rissen das Geschehen immer mehr an sich und machten deutlich, dass es nach dem bitteren Ausscheiden im November 2014 (1:2 nach Verlängerung beim späteren Pokalsieger) diesmal keine unangenehme Überraschung aus ihrer Sicht geben wird. Auf Telch-Ecke köpfte Kapitän Michael Dingels unbedrängt zum 1:3 ein (63.). Salmrohr mühte sich, hatte aber Glück und in Person von Keeper Ternes auch Können, dass die Eintracht in der 71. Minute durch Lienhard beziehungsweise Buchner nicht noch ein weiteres Mal traf. Knapp eine Viertelstunde vor Schluss musste Dingels nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz - auch danach ließ das Team mit der Porta NIgra auf der Brust aber nichts mehr anbrennen.

Das sagen die Trainer

"Wir sind sehr schnell mit 2:0 in Führung gegangen und haben danach zu wenig gemacht. In der Halbzeit sind dann auch deutliche Worte gefallen. Das 3:1 für uns war sehr wichtig. Salmrohr hat einen sehr guten Fight abgeliefert. Für die Zuschauer war das ein tolles Spiel", sagte SVE-Trainer Rubeck. Unabhängig davon , ob - wie zu erwarten - die Teilnahme am DFB-Pokal bereits feststeht oder Finalgegner SG Hoher Westerwald sich im Fall der Fälle erfolgreich dafür einsetzt, als Spielgemeinschaft doch noch ein Startrecht zu erwirken, machte Rubeck in der Pressekonferenz von Salmrohr klar, dass "wir auch in jedem Fall den Pokal holen und damit das Finale gewinnen wollen". Sein Salmrohrer Pendant Linz bemängelte den fehlenden Mumm bei einigen seiner Akteure. Dass man gegen einen Regionalligisten mithalten könne, sei deutlich geworden. Linz betonte aber auch: "Jetzt gilt unsere volle Konzentration wieder dem Kampf um den Klassenverblein in der Oberliga. Da sind wir nämlich noch nicht durch." Meldungen aus dem Saarland, wonach er als künftiger Trainer des 1. FC Saarbrücken gehandelt wird, erteilte Rubeck eine klare Absage: "Da höre ich lieber auf oder trainiere einen Landesligisten..."AA

Statistik

FSV Salmrohr: Ternes - Kohns, Schraps, Braun, Touré (72.Couto Pinto) - Hartmann (79. Helbig), Heinz (76. Siga), Bartsch, Saim - Ting - Ozoh Eintracht Trier: Keilmann - Riedel, Dingels, Buchner Müller - Hammel (74. Laux), Spang, Telch, Anton (86. Garnier) - Lienhard, Koep (56. Rugg) Tore: 0:1 (1.) Buchner, 0:2 (18.) Hammel, 1:2 (28.) Ting, 1:3 (65.) Dingels Schiedsrichter: Fabian Schneider (Grafschaft) Zuschauer: 1363

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