Theater Trier: Stadtvorstand will Sibelius kündigen

Stadt Trier. Der Trierer Stadtvorstand schlägt dem Stadtrat einstimmig die Vertragskündigung mit Theaterintendant Karl Sibelius vor. Das hat OB Wolfram Leibe auf der Stadtvorstands-Pressekonferenz nun bekannt gegeben.

Es gebe aufgrund des dramatischen Fehlmanagements in der Führung des Hauses kein Vertrauen mehr. "Eine Zusammenarbeit ist nicht mehr möglich", sagte Leibe. In den zurückliegenden Monaten wurden immer neue Überschreitungen des Budgets bekannt. Der Fehlbetrag belief sich zuletzt auf über zwei Millionen Euro. Die Stellungnahme des erkrankten Intendanten zu den Vorwürfen bezeichnete Kulturdezernent Thomas Egger, als "nicht so konkret, wie wir es brauchen". Sie trage nicht ausreichend zur Sachaufklärung bei. 

Bericht wird am 15. November erwartet

Für den 15. November wird der Bericht des Rechnungsprüfungsamtes erwartet. Damit werde sich, so OB Leibe, der zuständige Ausschuss in nichtöffentlicher Sitzung ausführlich beschäftigen. Leibe sagte zu, über die Ergebnisse in Absprache mit der Ausschussvorsitzenden zu informieren.

Zu hohe Honorare und Fehler bei der Spielplangestaltung

Als Gründe für die erheblichen Budgetüberschreitungen wurden neben zu hohen Honorarverträgen auch Fehler bei der Spielplangestaltung genannt. So seien die vorhandenen Kapazitäten nicht beachtet und zusätzliche Kosten verursacht worden. Leibe wies auch den Vorwurf zurück, wonach das SAP-Abrechnungssystem zur Finanzmisere maßgeblich beigetragen habe und befand, "weltweit und in 39 von 40 Ämtern der Stadt Trier funktioniert SAP."  

PA/RED

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