Viertelfinale! FSV Tarforst wirft Oberligisten aus Pokal

Torwarttrainer Gouverneur führt Rheinlandligisten zum Sieg

Tarforst. Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte hat der FSV Trier-Tarforst den Sprung ins Rheinlandpokal-Viertelfinale geschafft: Mittwoch Abend gab es einen knappen, aber durchaus verdienten 1:0-Erfolg gegen den klassenhöheren Oberligisten Sportvereinigung Burgbrohl. Im Februar 2012 hatte der FSV zum ersten Mal die Runde der letzten Acht erreicht. Diesmal wird sie am oder um den 9. November herum ausgetragen.

Das Tor des Tages vor angesichts sehr überschaubarem Niveau und niedriger Temperaturen 123 fröstelnden Zuschauern erzielte Benedikt Decker in der 48. Minute per Foulelfmeter. Zuvor war Fabrice Schirra von Kuss Kunzika von den Beinen geholt worden. Gegen Ende der ersten Hälfte war Tarforst bereits das dominierende Team und hätte nach dem 1:0 nachlegen können, ja müssen: Mal agierte Decker vor dem Burgbrohler Tor aber zu unentschlossen (52.), mal klärte Sekunden später Gäste-Kapitän Jan Henrich auf der Torlinie, mal scheiterte Philipp Hermes mit seinem Volleyschuss aus der zweiten Reihe nur knapp (56.). Im Spiel nach vorne passierte bei der in einem Dutzend Oberligaspielen elf Mal unterlegenen und zuletzt 0:0 gegen Saar 05 Saarbrücken spielenden Burgbrohler Mannschaft einfach zu wenig, fehlten die Ideen und auch das Durchsetzungsvermögen. "Das war leider mal wieder zu harmlos", musste auch Trainer Klaus Adams eingestehen.

Burgbrohl lange Zeit zu harmlos

Sein Team kam erst in der 73. Minute (!) zu einer klaren Torchance: Der Kopfball von Deniz Öztürk nach von Flanke Zakaria Harrach strich knapp am Tarforster Tor vorbei. Der FSV hatte am Ende Glück, dass die Burgbrohler die immer größere Unsicherheit in der Hintermannschaft nicht ausnutzten. Immer wieder wirbelte der agile Bayram-Burak Koc durch die Abwehrreihen des FSV, sorgten lange Einwürfe des jüngst verpflichteten Andreas Moog für Gefahr. Fast noch in der 90. Minute der Ausgleich: Lars Bohm köpfte aber aus vier Metern drüber. "Unterm Strich war es zu wenig", stellte Coach Adams fest. Allzu hart wollte er mit seinem Team aber nicht ins Gericht gehen. Schließlich hatte man mit dem letzten Aufgebot die 125 Kilometer lange Reise an die Mosel angetreten. Joachim Akwapay fehlte berufsbedingt, krank oder verletzt mussten Joshua Schmickler, Deniz Dogan und Mahsun Jusuf passen. Auf dem Spielberichtsbogen stand neben Ersatztorwart Thomas Kloppe mit Michael Dressman gerade mal ein Feldspieler. Deniz Öztürk biss sich trotz Grippe durch - und selbst Trainer Adams war angeschlagen.

Viele Ausfälle auf beiden Seiten

Auch beim FSV fehlten zahlreiche Akteure: Neben Lukas Herkenroth (Verdacht auf Muskelfaserriss), Jason Thayaparan (Knieverletzung), Nicola Rigoni (muskuläre Probleme), Jakob Ksoll (Patellasehne), fielen auch noch Thorsten Oberhausen (Wade) und Yannik Thömmes (Magen-Darm-Grippe) aus. Und auch auf der Trainerbank waren die Reihen gelichtet: Trainer Christian Esch und sein "Co" Michael Fuchs weilten im schon lange abgeklärten Herbsturlaub. Das sportliche Sagen hatte so der etatmäßige Torwarttrainer Andreas Gouverneur. Er bilanzierte: "Nach dem 1:0 hätten wir schon kurz danach alles klar machen können. So kam dann aber Burgbrohl stärker auf. Dass sie keine Wald- und Wiesenmannschaft sind, hat man danach gesehen... Ich bin froh und stolz, wie die Jungs gefightet haben." Auch Sonntag, ab 15.30 Uhr, im Duell bei der SG 99 Andernach wird er das Team noch einmal coachen.

Statistik

Aufstellung FSV Trier-Tarforst: München - Grundmann, Hassani, Galle, Stüber (84. Schumacher) - Decker, Haubrich, Heitkötter, Thielen - Schirra (90.+1 Meyer), Hermes (88. Mühlen). Aufstellung SpVgg Burgbrohl: Behr - Hombeuel , Henrich, Kunzika, Moog - Öztürk, Blechinger, Weidenbach, Koc - Bohm, Harrach. Schiedsrichter: Marc Schiry (Gornhausen) Zuschauer: 123 Tor: 1:0 Decker (48., Foulelfmeter).AA

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