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Vogelzählung von Vatertag bis Muttertag

Stadt Trier. Kuckuckskind, Vogelhochzeit und Rabenmutter: Wenn es um die Familie geht, fallen häufig Vergleiche mit heimischen Vögeln. Die diesjährige "Stunde der Gartenvögel" lässt zwangsläufig an solche Sprachbilder denken, denn sie findet am langen Wochenende von Vatertag bis Muttertag, also vom 10. bis 13. Mai, statt.

Der NABU ruft dazu auf, eine Stunde lang Vögel zu beobachten, zu zählen und für eine gemeinsame Auswertung zu melden. "Wir wünschen uns, dass möglichst viele Menschen mitmachen, denn umso aussagekräftiger werden die Ergebnisse", sagt Kerstin Schnücker vom NABU Rheinland-Pfalz.

13 Jahre "Stunde der Gartenvögel"

Der NABU blickt inzwischen auf 13 Jahre "Stunde der Gartenvögel" zurück. "Die umfangreichen seit 2005 gesammelten Daten ermöglichen uns solide Aussagen über Zu- und Abnahmen", sagt NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. Über den Zeitraum zeigten sich bei den häufigsten Vögeln des Siedlungsraums bei 20 Arten eine Zunahme, bei 17 Arten abnehmende Zahlen und bei weiteren 20 Arten keine Tendenz in die eine oder andere Richtung. Auch hat sich die Gesamtzahl der Vögel im Siedlungsraum seit 2005 nur wenig verändert – auch wenn es in einzelnen Jahren Schwankungen gibt. "Damit hebt sich die Entwicklung in Gärten und Parks erfreulicherweise deutlich von den drastisch schwindenden Vogelbeständen unserer Wiesen und Felder ab, die einen Großteil der Fläche Deutschlands ausmachen", so Lachmann.

Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion

Im vergangenen Jahr hatten bundesweit fast 61.000 Vogelfreunde bei der Stunde der Gartenvögel mitgemacht und aus über 40.000 Gärten insgesamt über 1,4 Millionen Vögel gemeldet. In Rheinland-Pfalz zählten über 3.000 Naturfreunde fast 69.000 Vögel. Gemeinsam mit der Schwesteraktion, der "Stunde der Wintervögel", handelt es sich damit um Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion.

So funktioniert die Teilnahme

Von einem ruhigen Plätzchen im Garten oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde entdeckt werden kann. Die Beobachtungen können per Post, Telefon (kostenlose Rufnummer am 12. und 13. Mai, jeweils von 10 bis 18 Uhr: 0800/1157115) oder hier gemeldet werden. Meldeschluss ist der 21. Mai.  Aktuelle Zwischenstände und erste Ergebnisse sind ab dem ersten Zähltag hier abrufbar und können mit vergangenen Jahren verglichen werden. Interaktive Karten stellen dar, wie sich eine Vogelart bundesweit oder in einem ausgesuchten Bundesland oder Landkreis entwickelt hat.  
 
Einen NABU Online-Vogelführer gibt es übrigens hier.

RED

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