„Wir brauchen mehr Unterstützung aus der Region!“

Miezen-Vorstand Jürgen Brech zieht Bilanz und blickt voraus

Stadt Trier.  Während die Trierer Zweitliga-Handballerinnen ihren wohlverdienten Saisonabschluss auf Mallorca gefeiert haben, geht bei MJC-Vorstand Jürgen Brech der Blick bereits schon wieder nach vorne. „Nach der Saison ist vor der Saison“, sagt Brech, der in den kommenden Tagen und Wochen an der Zusammensetzung des Kaders arbeiten will und guter Dinge ist auch in der Spielzeit 2016/2017 eine schlagkräftige Truppe ins Rennen schicken zu können. Zudem soll die Jugendarbeit unter anderem mit den ehemaligen Spielerinnen Mégane Vallet, Esther Mohr sowie Franziska Garcia als Trainerinnen intensiviert werden. Im Interview gibt der 55-Jährige Einblick in die abgelaufene Saison, die Zukunftsperspektiven und nimmt die Trierer Unternehmen in die Pflicht.

Jürgen Brech über die abgelaufene Spielzeit …

Diese Saison hat uns allen – egal ob Mannschaft, Trainer oder Verantwortliche – sehr viel abverlangt, sportlich, aber auch wirtschaftlich. Wir mussten im Sponsorenbereich nach dem Abstieg aus Liga eins viele Einbußen hinnehmen, was es unheimlich schwer gemacht hat, den Etat zusammen zu bekommen. Sportlich haben uns viele nach der schlechten Hinrunde, dem Rücktritt von Daniela Filip und einigen Interimstrainern bereits abgeschrieben.Aber wir sind zurückgekommen, haben immer an uns geglaubt und mit der Rückkehr von Cris ein gutes Händchen gehabt. Sie hat die Mannschaft gepackt, hat ihnen verloren gegangenes Selbstvertrauen zurückgegeben. Auch die Verpflichtung von Zivile Jurgutyte hat uns natürlich nach vorne gebracht, dazu der Rückzug einiger Mannschaften. Wir sind sehr demütig, wissen, dass wir das nötige Quäntchen Glück hatten und sind demütig genug, dass zu erkennen. Wir lassen uns die letzten zehn Spiele mit sieben Erfolgen, zwei Unentschieden bei nur einer Niederlage aber auch nicht kaputtreden. Die Mannschaft hat extrem hart gearbeitet, hat sich auch durch die Vielzahl an Rückschlägen nicht unterkriegen lassen und einen tollen Teamgeist entwickelt. Wir gehören zurecht in diese Liga.

 

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Mit Judith Derbach und Esther Mohr haben wir zwei langjährige Spielerinnen verabschiedet, deren Weggang ohne Frage weh tut. Beide Spielerinnen waren vor allem im zwischenmenschlichen Bereich sehr, sehr wichtig für diese Mannschaft. Joline Müller und Tina Welter haben ihre Verträge bereits verlängert, dazu rücken mit Anke Greinert am Kreis sowie Daria Chorus auf Rechtsaußen zwei hoffungsvolle Talent aus der 2. Mannschaft fest ins Bundesligateam. Mit allen anderen Spielerinnen sowie potentiellen Neuzugängen sind wir in Gesprächen, hoffen bald weiter Vollzug melden zu können. Ich bin guter Dinge, dass wir den Großteil der aktuellen Mannschaft zusammenhalten können.

 

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Cris bleibt auch in der kommenden Saison unsere Trainerin. Mit ihr haben wir die richtige Entscheidung getroffen. Sie hat einen fantastischen Job gemacht, die Mannschaft gepackt und alles aus ihr herausgeholt. Wir sind sehr froh, dass Sie weiter unsere Trainerin ist.

 

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Die Spielerinnen genießen jetzt erst einmal ihren wohlverdienten Urlaub, sollen die Köpfe frei bekommen und den Handball mal ein paar Wochen vergessen. Wir basteln im Hintergrund weiter an den Rahmenbedingungen für die neue Saison. Im Juli werden wir mit der Vorbereitung beginnen. Die Liga beginnt für uns dann mit einem echten Knaller, wenn am 10. September Absteiger Rosengarten zu Gast in der Arena ist.

 

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Wenn die Marke „Trierer Miezen“ auch in der Zukunft überleben soll, brauchen wir mehr Unterstützung aus der Region. Es ist unheimlich schwierig, wenn man jedes Jahr neue Sponsoren suchen muss, wenn zum Ende jeder Saison wieder neu verhandelt werden muss. Wir würden gerne längere Verträge abschließen, die Mannschaft über ein paar Jahre hinweg zusammenhalten. Das geht aber nur, wenn auch unsere Partner mitziehen, wir mittelfristig planen können. Auch wir wissen, dass wir uns in einigen Bereichen verbessern müssen, wollen künftig die Arbeit mit dem Amateurbereich noch intensiver gestalten, um auch wieder Talente aus den eigenen Reihen in der Bundesligamannschaft zu haben. Mit Mégane Vallet, Esther Mohr sowie Franziska Garcia können wir hier künftig auch auf drei ehemalige Leistungsträgerinnen bauen, was bei den jungen Spielerinnen sicherlich gut ankommt.

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AOK zieht sich aus Cochem zurück

Cochem. Herber Schlag für die Kreisstadt Cochem: Die AOK, einzige Krankenkasse die noch ihre Büros in Cochem hatte, schließt nach WochenSpiegel-Informationen die Geschäftsstelle Ende Februar für immer.  Dies bestätigt AOK-Pressesprecher Jan Rößler gegenüber dem Cochemer WochenSpiegel. Ausschlaggebend für die Überlegungen waren demnach auch die Erfahrungen und Folgen der Corona-Pandemie. Jan Rößler: »Die Beratung am Standort Cochem endete am 16. März 2020 aufgrund der eingetretenen Corona-Pandemie. Aufgrund des geänderten, generellen Kundenverhaltens schon weit vor der Pandemie, eben in Richtung digitaler und telefonischer Kontaktkanäle, wird die Beratung in Cochem, als kleinerer Standort, nicht wieder aufgenommen.« Die Beratung der Mitglieder der AOK soll nun unter anderem durch Kundenberaterinnen und Kundenberater auch zu Hause im Rahmen des Außendienstes erfolgen. Alle Arbeitsplätze bleiben, nach Angaben von AOK-Pressesprecher Jan Rößler, in der Region erhalten. »Nach Beendigung der Beratungsstelle Cochem sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im nächst erreichbaren Kundencenter (etwa Daun, Simmern, Mayen) weiterhin für unsere Versicherten aktiv.« Stadtbürgermeister Walter Schmitz bedauert auf Anfrage des WochenSpiegel den Weggang. »Jeder Arbeitsplatz, der in Cochem weggeht, tut uns weh. Wenn aber dann eine Institution wie eine Krankenkasse weggeht, die den Charakter einer Kreisstadt mitprägt, ist dies besonders schmerzlich.«  Herber Schlag für die Kreisstadt Cochem: Die AOK, einzige Krankenkasse die noch ihre Büros in Cochem hatte, schließt nach WochenSpiegel-Informationen die Geschäftsstelle Ende Februar für immer.  Dies bestätigt AOK-Pressesprecher Jan Rößler gegenüber…

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