Wohnbau doch noch gekippt

Ruhrgebiets-Reise der Gladiators mit 79:69-Zittersieg

Stadt Trier.  In der Hinrunde gelangen Zweitligist Gladiators Trier sechs Siege. In der Rückrunde, von der erst 60 Prozent absolviert sind, haben die Trierer bereits sieben Siege eingefahren. Dies gilt wegen des Auswärts-79:69 gegen die ETB Wohnbau Baskets Essen. Das Endergebnis täuscht - die 60 anwesenden Gladiators-Fans mussten ganz schön zittern.

 Aus Essen berichtet Bernd Schneider                   

Kaum zu glauben, aber wahr: Die Gladiators sind noch nie mit einem positiven Tabellenpunkte-Konto in ein Heimspiel gegangen. Beim Trier-Gastspiel der Kölner “Rheinstars“ am letzten Februar-Samstag (20 Uhr) wird es endlich anders sein: Erstmals stehen dann für die Basketball-Profis von der Mosel mehr Saisonsiege als Niederlagen zu Buche, bevor sie an der Mosel antreten.        

In Essen der Favorit

Das einzige rheinland-pfälzische Pro-A-Liga-Mitglied war das einzige der Liga, das am Doppel-Spieltag des vorletzten Februar-Wochendes zweimal auswärts spielen musste. Im Gegensatz zur Freitags-Partie befand sich die Trierer Mannschaft in Essen dennoch in der Favoritenrolle: Beim Team aus Deutschlands neuntgrößter Stadt lief zuletzt wesentlich mehr schief als zufriedenstellend. Acht Niederlagen in den jüngsten neun Spielen, daheim eine aktuelle Erfolgsquote von nur 20 Prozent und erst recht ein Abzug von vier Tabellenpunkten (Verstoß gegen die Lizenzbestimmungen)  brachten den Verein in große   Abstiegsgefahr, die zum Zeitpunkt des Hinspiel-50:53 in Trier (zweitniedrigster Gladiators-Sieg) noch nicht bestand. Der Drittletzte des Klassements brachte den Tabellensechsten jedoch in arge Verlegenheit. Die größte bestand zu Anfang des dritten Viertels: Da waren die Essener elf Korbpunkte voraus und gingen auch ins letzte Viertel mit einer Führung. Und selbst zu Beginn der letzten fünf Minuten lagen die Trierer im Rückstand (56:57). Ein 12:0-Lauf ab 65:67 brachte schließlich die Entscheidung - nach dem letzten von 14 (!) Führungswechseln.... .                

Auch Schmitz überzeugt

Neben Dwayne Evans fiel auf Sieger-Seite Simon Schmitz sehr positiv auf: Mit zwei Dreiern schraubte er den persönlichen Rekord auf zwölf Korbpunkte und wurde vom Trainer hinterher namentlich erwähnt. Effektiv auch die Defensiv-Rebound-Arbeit von Justin Raffington. Coach Marco van den Berg bekannte, dass die Essener mit ihrer Spielart seinen Schützlingen große Schwierigkeiten bereitet hätten. “Dass wir dennoch relativ  hoch gewonnen haben...... Das ist eben Basketball!“ Zu besagtem Rückrunden-Plus von 7:6-Siegen sagte der Niederländer: “Ich habe ja von Anfang an betont, dass wir wohl gegen Ende der Saison unseren besten Basketball spielen werden.“ Star Evans fand, dass man in der ersten Halbzeit “zu langsam“ gespielt habe. Die Mannschaft musste wie beim Triumph 45 Stunden zuvor in Kirchheim ohne Kwazdo Ahelegbe (Achillessehnenreizung) und Sebastian Herrera (krank) auskommen. Bei beiden besteht zumindest die Chance, dass sie gegen Köln wieder mitwirken.                                

Korbschützen und Tippspiel

Die erfolgreichsten fünf Gladiators-Korbschützen aller drei Auswärtsspiele im Februar: Evans 71 (damit fast 31 Prozent der Team-Ausbeute), Spearman 44,  Smit 31,  Schmitz 25,  Raffington 22.
* Die “Trier-gegen-Köln“-Prognosen beim üblichen Tipp-Duell “Schlag den Kölbel“:  Fan Nicole Schmitz (Trier) “90:79“  - Pressesprecher Stefan Kölbel “85:72“

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