Zuschauerin mit Ehrenrunde

Hintergrundstory zum Gladiators-Spiel gegen Paderborn

Stadt Trier. Erstmals in ihrer halbjährigen Geschichte haben die Gladiators denselben Gegner ein zweites Mal bezwungen: Der in Paderborn beheimatete Basketball-Zweitligist unterlag drei Monate nach seinem verlorenen Heimspiel gegen Trier auch an der Mosel - diesmal und zum Rückrunde-Auftakt mit 69:77.

 

Von Bernd Schneider und Vinzenz Anton

Sein Name ist weder leicht zu behalten noch leicht auszusprechen: Kwadzo Ahelegbe ist neues - und neues ältestes - Mitglied im Gladiators-Kader. Wie lange, ist ungewiss: Das Engagement des 27- jährigen Amerikaners, das wegen einer Wurfhand-Operation bei Alexander Engel getätigt wurde, läuft vorerst nur bis zum 31. Januar. Wie schon beim ebenfalls eiligen Engagement von John Eggleston haben die Gladiators-Verantwortlichen bestätigt, dass sie ihr Handwerk verstehen. Zumal Ahelegbes Qualitätsgrad außerordentlich hoch und Trainer Marco van den Berg sogar überzeugt ist, endlich den Führungsspieler zu haben, wie er sich ihn vorstellt. "Genug Andere hatten die Chance, es zu werden", ergänzte der Coach und ließ damit erkennen, wie groß der Gewinn fürs Team ist. Der neue Mann auf der Position eins wirkte überhaupt nicht so, als ob seine Nebenleute neu für ihn wären. Zudem machte sich Ahelegbe schon bei der ersten Gelegenheit zum Topscorer (20 Korbpunkte), erzielte zudem wichtige Treffer und pausierte nur achteinhalb Spielminuten und damit weniger als jeder seiner Mannschaftskameraden.

21-Jährige sorgt für Riesenjubel

Von Letzteren konnte keiner dem Akteur mit der Nummer 18 die Schau stehlen. Dies besorgte dafür ein wenig eine Zuschauerin (!) in der Pause zwischen dem dritten und dem letzten Viertel: Die 21-jährige Triererin Adyam Habte traf mit einem Wurf von der Mittellinie (!) aus und drehte vor Freude eine Art Ehrenrunde vor 1876 anderen Zuschauern. Es war übrigens schon das zweite Mal in dieser Saison, dass jemandem von den Rängen dieser mit 500 €uro honorierte Sensationswurf gelang. Damals war es wie ein Signal für die Gladiators, die dann aus einem Rückstand noch einen Sieg machten. Diesmal hingegen drohte die Partie trotz einer 62:47- Führung zu kippen: Die Paderborner - mit dem längsten Profi oberhalb der Dritten Liga (Nick Schneiders) - kamen bis auf drei Zähler heran. Kein Wunder, dass van den Berg außer mit dem Endstand nur mit der ersten Halbzeit seines Kollektivs zufrieden war.

"Dermaßen nervös"

Spieler Kilian Dietz konstatierte, dass man gegen Ende die Kontrolle eingebüßt habe. Der Bernkasteler durchlebte Besonderes: "Ich war dermaßen nervös, als ob es mein erstes Spiel gewesen wäre." Grund: Dietz hatte zuvor verletzungsbedingt vier Mal gefehlt.

* Die erfolgreichsten fünf Gladiators-Korbschützen nach 16 Spielen: Evans 234, Spearman 233, Smit 132, Anderson 105, Breiling 83.

 

 

 

 

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