Reichsbürger-Verdacht: Wohn- und Geschäfsräume durchsucht

Großaufgebot von Polizei und Spezialkräften in Kordel

Kordel. Ein Großaufgebot von Polizei und Spezialkräften durchsucht momentan die Wohn- und Geschäftsräume eines Mannes aus Kordel. Der ortsansässige Waffen- und Sprengstoffhändler soll der "Reichsbürgerszene" angehören.

Die Kreisverwaltung Trier-Saarburg als zuständige Waffenbehörde und die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord als zuständige Behörde für Sprengstoffrecht durchsuchen zusammen mit der Polizei und Spezialkräften derzeit Wohn- und Geschäftsräume sowie Lagerstätten des Waffen- und Sprengstoffhändlers in Kordel. Insgesamt werden vier Objekte durchsucht. Etwa 20 Mitarbeiter der Kreisverwaltung sowie mehrere Dutzend Polizisten sind vor Ort. Ziel ist es, alle auffindbaren Waffen, Munition und Sprengstoffe sowie die dazugehörenden Erlaubnisse sicherzustellen.

Mann darf keine Waffen mehr besitzen

Der Inhaber des Waffengeschäftes verfügte sowohl die Erlaubnisse Waffen privat und gewerblich zu besitzen.  Darüber hinaus war er auch im Besitz einer Erlaubnis für den Handel mit Sprengstoffen. Diese Erlaubnis ist an die Zuverlässigkeit der Person gebunden. Aufgrund eines Beschlusses des Oberverwaltungsgerichtes Koblenz vom 13. Dezember 2018 ist diese Zuverlässigkeit aufgrund der Zugehörigkeit des Betroffenen zur "Reichsbürgerszene" entfallen. Daher wurden dem Mann und seinem Vater verboten Waffen zu besitzen. 

Da der Mann der Aufforderung die Waffen, die Munition und den Sprengstoffe abzugeben, bislang nicht nachgekommen ist, werden nun die Durchsuchungsbeschlüsse des Verwaltungsgerichtes Trier durchgesetzt. 

RED, Fotos: Agentur Siko

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