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600 Schüler streiken für die Zukunft

Nachdem die Schüler- und Studentenbewegung „Fridays for Future“ bereits in den vergangenen Wochen weltweit für Aufsehen gesorgt hat, herreicht der Klimastreik, der von der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg initiiert wurde, jetzt auch die Eifel.
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Vergangenen Freitag gingen in mehr als 120 Ländern hunderttausende Schüler und Studenten auf die Straßen, um für eine nachhaltigere Klimaschutzpolitik zu streiken. Eine, der rund 200 Demonstrationen in Deutschland, fand in Daun statt. Laut der Veranstalter der Demonstration, der Schülervertretung des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Daun, nahmen insgesamt rund 600 Schüler der verschiedenen Dauner Schulen an der Klimaschutzdemo in der Dauner Innenstadt teil. Tim Neumann, Schülersprecher des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, sagte zum Protest in Daun: „Zu der Aktion kam es eigentlich eher spontan. In der Mittagspause kam das Thema auf die weltweiten Klimaproteste im Rahmen der Fridays for Future-Aktion. Einige unserer Mitschüler haben dann auch ihr Interesse bekundet, sich auf der Demo in Trier zu engagieren. Daraus ist dann recht schnell der Entschluss entsprungen, dass es nicht nur im Sinne des Klimaschutzes, sondern auch als Symbol für Zusammenhalt und gesellschaftlichen Engagement in unserer Region sehr lohnenswert sei, eine Demo bei uns in Daun zu veranstalten. Unsere Idee war es, den ersten Schritt in die richtige Richtung zu machen, und diesen dann mit schulinternen Projekten weiterzuführen.“

Unterstützung durch Schulleitung, Lehrer, Ordnungsamt und Polizei

Die Aktion wäre aber, so Neumann, nicht ohne die Unterstützung der Schulleitung, der Lehrer, des Ordnungsamtes und der Polizei möglich gewesen. „Zudem hatten wir tatkräftige Unterstützung durch die Schüler unserer Stufe und der gesamten Schule, die fleißig Plakate gebastelt haben und sich für das Gelingen der Aktion eingesetzt haben“, so der 18-Jährige. Nach einer kurzen Ansprache am Geschwister-Scholl-Gymnasium am Freitagmorgen ging es quer durch Daun. Am Marktplatz machten die Teilnehmer der Demonstration Halt und hörten zwei Beiträge zum Thema Klimaschutz und -wandel.

Wissenschaftler und Eltern vernetzen sich ebenfalls

Über die Sinnhaftigkeit der Demonstrationen wird zurzeit heftig diskutiert, vor allem auch darüber, ob Schüler während der Schulzeit auf die Straße gehen sollten. Nichtsdestotrotz werden die Schüler und Studenten mittlerweile auch von rund 23.000 Wissenschaftlern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz unterstützt. Sie schlossen sich unter dem Namen „Scientists for Future“ zusammen und begrüßen den Einsatz der Schüler und Studenten, ebenso das im Februar gegründete Netzwerk „Parents for Future“ sowie zahlreiche Politiker.