Johannes Mager

Freizeitangebote auf der Agenda

25 Jugendliche der VG Gerolstein stellen sich ihren Gleichaltrigen zur Wahl für die erste Jugendvertretung.
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Auf zur Wahl! Die Jugend der Verbandsgemeinde Gerolstein darf morgen erstmals die Jugendvertretung der Verbandsgemeinde wählen.

Auf zur Wahl! Die Jugend der Verbandsgemeinde Gerolstein darf morgen erstmals die Jugendvertretung der Verbandsgemeinde wählen.

Foto: Mager

 VG Gerolstein. Am mogigen Dienstag, 3. Mai, sind alle Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahre aus der Verbandsgemeinde Gerolstein dazu aufgerufen, erstmals eine Jugendvertretung für die Verbandsgemeinde zu wählen. Gewählt wird - sofern nicht schon per Briefwahl geschehen - von 11 bis 15 Uhr an allen weiterführenden Schulen in der Verbandsgemeinde. Und es wird eine richtige Wahl! Denn 21 Sitze wird die Jugendvertretung haben, auf die sich 25 Jugendliche von Hallschlag bis Neroth bewerben. Mit der Resonanz ist VG-Bürgermeister Hans Peter Böffgen, der sich bei den Bewerberinnen und Bewerbern für ihren Mut zur "Pionierarbeit" bedankt, zufrieden: "Wir sind darüber auch ein bisschen stolz, denn nicht überall haben Aufrufe zu Jugendvertretungswahlen ein ausreichendes Feedback erhalten."

Auf der Internetseite der Verbandsgemeinde stellen die Jungen und Mädchen sich, ihre Motivation und ihre Ziele vor. Im Mittelpunkt fast aller Bewerberinnen und Bewerber steht der Ausbau von Freizeitangeboten für Jugendliche - sowohl durch Aktionen und Fahrten in größere Städte der Region als auch durch feste Einrichtungen. Auch die Verbesserung des Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) spielt bei etlichen Bewerberinnen und Bewerbern daher eine Rolle. Aber auch die Digitalisierung und der Umwelt- sowie Klimaschutz stehen bei vielen auf der Agenda. Die Themen und Wünsche, die die Jugendvertretung in ihren Sitzungen besprechen wird, sollen nicht nur in diesem Kreis bleiben, sondern auch Einfluss auf die Politik der "Großen" nehmen. " Die Jugendvertretung wird künftig einen festen Platz in der Gremienlandschaft unserer Verbandsgemeinde haben und bei Ausschüssen wie bei Ratssitzungen ihre Themen einbringen können", verspricht Böffgen.

Mit dem Seniorenbeirat, dem "Pendant" der älteren Zielgruppe, habe man bereits gute Erfahrungen gemacht. "Als offiziell für zwei Jahre gewählte Vertreter haben die Jugendlichen automatisch eine ‚Stimme'. Deshalb war es uns auch so wichtig, dem Ganzen einen formalen Prozess voran zu setzen. Sie können sich auf die in der Satzung festgehaltenen Rechte und Pflichten berufen und Anträge stellen, die im Verbandsgemeinderat Gerolstein behandelt werden", betont Böffgen. Zudem verfüge die Jugendvertretung über ein jährliches Budget von 8.000 Euro, das sie eigenverantwortlich einsetzen können. "Wir erhoffen uns, dass die Jugendlichen durch diese Möglichkeit mehr Lust verspüren, für ihre ureigenen Interessen einzustehen und sich dafür - auch gegen inhaltliche oder formale Hürden - einzusetzen", sagt Böffgen: "Die Jugendvertretung soll ein festes Bindeglied zwischen Jugend und politischen Vertretern werden, die in der Regel meist älter sind."

Der Bürgermeister erhofft sich konkrete Ideen, wie die Verbandsgemeinde, die Städte und Ortsgemeinden die Anliegen der jungen Menschen besser berücksichtigen können. Die Wünsche der Jugendlichen nach Orten zum Austausch fehlen, besserer ÖPNV-Verbindungen fehlt und Breitbandausbau ist der Politik durchaus schon bewusst. "Hier und bei vielen weiteren Themen möchten wir, gemeinsam mit den Jugendlichen, aktiv werden", sagt Böffgen. Beim ganzen Prozess werden die Jugendlichen von einem Team der VG-Verwaltung begleitet. Nicht zuletzt hofft Böffgen, dass der ein oder andere auf den Geschmack kommt und sich auch als "Erwachsener" in der Politik engagieren wird. Mehr zur Wahl und die Kandidierenden unter www.gerolstein.de/verbandsgemeinde/jugendvertretung .