Nabu ruft zur "Stunde der Wintervögel" auf

Vom 4. bis 6. Januar findet zum neunten Mal die bundesweite »Stunde der Wintervögel« statt.
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Der NABU ruft wieder zur Stunde der Wintervögel auf. Vom 4. bis 6. Januar sollen die Piepmätze gezählt werden. Foto:  NABU/Sebastian Hennigs

Der NABU ruft wieder zur Stunde der Wintervögel auf. Vom 4. bis 6. Januar sollen die Piepmätze gezählt werden. Foto: NABU/Sebastian Hennigs

Der  Naturschutzbund Deutschland (NABU)  und  der Landesbund für Vogelschutz (LBV) rufen Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und die Zahl dem NABU zu melden.

Nur im Siedlungsbereich zählen

Gezählt werden soll nur im Siedlungsbereich, also nicht im Wald oder im freien Feld. Bei der letzten Auflage im Januar 2018 beteiligten sich  bundesweit  mehr als 136.000 Naturfreunde an der »Stunde der Wintervögel«. Je mehr Menschen bei dieser Forschung ihre Beobachtungen zusammentragen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse. Die gesammelten Daten werden über mehrere Jahre verglichen. So können neue Erkenntnisse zur Entwicklung einzelner Vogelarten gewonnen werden. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft  weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Co.  Aber wo genau kommen sie vor, wo sind sie häufig und wo selten geworden, wie wirkt sich der Klimawandel auf die Wintervögel aus?

Nabu erhofft sich realistisches Bild der Vogelpopulation

Ziel  der Aktion ist nicht, möglichst viele Vögel zu beobachten, sondern ein realistisches, über die Jahre vergleichbares Bild zu erhalten. Gezählt werden kann zu einer beliebigen Tageszeit. Dabei wird von jeder Art die höchste Zahl von Vögeln notiert, die sich während der Stunde gleichzeitig beobachten ließ. Das vermeidet Doppelzählungen. Dabei zählen auch Vögel, die sich im Garten nicht niederlassen, sondern ihn nur überfliegen.
Eine besondere Qualifikation – außer Freude und Interesse an der Vogelwelt ist nicht nötig.  Die Teilnahme lohnt sich: Zu gewinnen gibt es unter anderem ein Zeiss-Fernglas im Wert von 1100 Euro. Außerdem winken Futtersäulen, Bücher und NABU-Kalender.

Zählhilfe und Rückmeldung

Unter www.nabu.de stehen eine Zählhilfe und Porträts der häufigsten Vogelarten zur Verfügung.
Die Beobachtungen können telefonisch - unter der kostenlosen Nummer am 5. und  6. Januar von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157-115, per Post an an NABU, Stunde der Wintervögel, 10469 Berlin oder auf www.nabu.de gemeldet werden.