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Busstreiks für Freitag in der Region Trier angekündigt

Die ver.di ruft für Freitag, 6. März in westlichen und östlichen Teilen des Landes Rheinland-Pfalz die Beschäftigten privater Busunternehmen zum Streik auf. Auch in der Mosel- und Eifelregion drohen Ausfälle.
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Die Arbeitskampfmaßnahmen beginnen mit Schichtbeginn am Freitag, 6. März um 3 Uhr und enden vorerst mit Ende der jeweiligen Schicht des Tages. Es muss davon ausgegangen werden, dass sich während der laufenden Arbeitsniederlegungen weitere Betriebe des privaten Omnibusgewerbes Rheinland-Pfalz am Streik ebenfalls beteiligen werden.

Busstreiks an der Mosel und in der Eifel

Insbesondere der Westen, die Mitte und der Osten des Landes dürften von den Streikmaßen betroffen sein. Ebenso betroffen ist der gesamte Überlandverkehr in den betroffenen Regionen und Gemeinden. Auch der Schülerverkehr wird in den regional betroffenen Teilen des Landes nicht stattfinden. Betroffen ist neben der DB Regio Bus Mitte GmbH an den Standorten Mainz, Ingelheim und Bacharach sowie Stadtbus Bad Kreuznach auch die Moselbahn in Bernkastel-Kues. Die Moselbahn schreibt dazu auf ihrer Homepage: "Auswirkungen, v.a. Fahrtausfälle, werden in allen betroffenen Linienverkehren der Linienbündel Mosel und Römische Weinstraße einschließlich Restverkehre Südeifel erwartet"

Hintergrund des Streiks

Hintergrund ist das von ver.di an den Arbeitgeberverband gestellte Ultimatum, den Beschäftigten der Branche bis zum 01.03.2020 ein neues verhandelbares Angebot auf dem Niveau des hessischen Tarifabschlusses vorzulegen. Das Ultimatum hat der Arbeitgeberverband trotz der drohenden Streiks verstreichen lassen. „Die Arbeitgeberseite hat auf das Ultimatum, gelinde ausgedrückt, nicht intelligent reagiert“, erklärt Marko Bärschneider als zuständiger Gewerkschaftssekretär. Kernforderungen der Beschäftigten sind: die sog. Durchbezahlung der Dienste, ein dreizehntes Monatsgehalt, die Erhöhung des Urlaubsgelds sowie die Erhöhung der Zuschläge für Nacht-, Feiertags- und Wochenendarbeit. Weiter wird die 5-Tage-Arbeitswoche und die Absenkung der Wochenarbeitszeit auf 38 Stunden gefordert. Ebenso wird ein Stundenlohn im Einstiegsgehalt von 17,00 € gefordert. Im Tarifgebiet befinden sich neben privaten Busunternehmen auch Betriebe der Speditionen, Logistik-Unternehmen sowie Betriebe aus dem Bereich Kurier-, Express- und Postdienstleistungen (nicht Deutsche Post AG). (red)