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Deutsche Weinkönigin entdeckt die Mosel

Im Rahmen ihres Besuchs an der Mosel hat die Deutsche Weinkönigin Angelina Vogt die Moselland eG Winzergenossenschaft besucht. In Begleitung der Deutschen Weinprinzessinnen Carolin Hillenbrand und Julia Böcklen bereist sie alle deutschen Weinanbaugebiete. Die Moselweinprinzessinnen Bärbel Ellwanger und Julia Gries zeigen den Hoheiten unter Organisation der Moselweinwerbung ihr Anbaugebiet.
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Im Wettbewerb „Moselland Royal“ mussten die fünf Weinhoheiten ihre Geschicklichkeit und ihre sensorischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Beim Barriquefassrollen gegen die Zeit schnitt die Deutsche Weinprinzessin Julia Böcklen am besten ab – in unschlagbaren 24 Sekunden meisterte sie die 100 m-Strecke im Hof der Moselland. Nach der Verkostung eines moseltypischen, feinherben Rieslings der Premiumlinie Goldschild mussten die Majestäten möglichst viele Punkte beim Darts erzielen, nach dem Motto „Riesling trifft immer“. Im Sensoriktest war es Aufgabe der Hoheiten, verschiedene Weinaromen richtig zu identifizieren. Gesamtsiegerin nach Punkten wurde die Deutsche Weinprinzessin Carolin Hillenbrand, die aus dem Anbaugebiet Hessische Bergstraße stammt.  

Alles rund um Produktion und Vertrieb

Neben dem Wettbewerb kam auch der fachliche Austausch nicht zu kurz – alle Weinhoheiten waren sehr interessiert und stellten dem geschäftsführenden Vorstand Henning Seibert mitunter kritische Fragen rund um die Produktion und den Vertrieb des Weins. Ein Thema, das in der heutigen Zeit nicht ausgeklammert werden kann, waren die Auswirkungen der Corona-Krise auf die deutsche Weinwirtschaft. Schwierig ist aktuell der Vertrieb an Fachhandel und Gastronomie, während im Lebensmittelhandel die Nachfrage über die Corona-Zeit gestiegen ist. Angelina Vogt sieht in der Krise auch eine Chance: „Der durch Corona verstärkte Inlandstourismus wird Einfluss auf das Bewusstsein für die heimischen Weine haben. Wer im Anbaugebiet Urlaub macht, stellt eine Verbindung zum regionalen Wein her.“
Auch auf die Amtszeit der Deutschen Weinkönigin und ihrer Prinzessinnen hat die Pandemie Einfluss genommen. So waren sie hauptsächlich mit Online-Aktivitäten aus dem Homeoffice beschäftigt, statt wie üblich den deutschen Wein in der Welt zu bewerben. Dabei hat sich herausgestellt, dass Online-Weinproben eine gute Ergänzung sind zum Vor-Ort-Angebot der Winzer und, wenn es nach Angelina geht, diese auch nach Corona bleiben werden.

Persönlich vorbeikommen

Die Entwicklung der Online-Präsenz beurteilt sie positiv – die Winzer hatten endlich Zeit und vielleicht den nötigen Druck, ihr Angebot zu digitalisieren. „Viele bieten nun einen OnlineShop auf ihrer Homepage, sodass dies künftig zu einer Mindestvoraussetzung wird, wenn man Wein verkaufen möchte“, ist sich Angelina sicher, die selbst Winzerin ist. Bärbel Ellwanger von der Mosel möchte allerdings den Besuch auf dem Weingut nicht missen. „Es ist immer noch ein ganz anderes Erlebnis, wenn man den Keller besichtigen, den Wein in der Straußwirtschaft genießen und den Winzer persönlich kennenlernen kann als auf der heimischen Couch sechs Flaschen Wein zu öffnen und ein Video zu schauen“, erklärt sie.
Aufgrund der Lockerungen können die Deutschen Weinhoheiten seit Anfang Juli wieder Termine wahrnehmen und haben vor der Mosel schon die Weinbaugebiete Saale-Unstrut und Ahr besucht. Die verbleibende Amtszeit möchten sie nutzen, um alle 13 deutschen Weinanbaugebiete persönlich kennenzulernen und für Urlaub in diesen zu werben – gerade jetzt, wo noch viele Deutsche nach einem Inlandsurlaub mit geringerem Ansteckungsrisiko suchen.  
  (red)