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"Die Menschen sind hoffnungslos"

Bereits zum 13. Mal informierte sich Katrin Bornmüller von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGfM) Wittlich in den Flüchtlingslagern in Kurdistan Irak. Begleitet wurde sie vom IGfM - Referenten und Eziden Khalil Al-Rasho. Die Lage vor Ort habe sich weiter verschlechtert, so Bornmüller.
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"Die Menschen sind hoffnungslos. Die Flüchtlinge vegetieren jetzt im achten Jahr in den Flüchtlingslagern. Besonders deprimierend ist die Lage der IS Opfer. Sie benötigen dringendst eine Therapie," sagt Katrin Bornmüller. Die IGfM habe 18 IS Opfer interviewt. Vor allem die Lage von Mädchen sei katastrophal. Sie würden vergewaltigt, immer gehörten Folterungen beim Sex dazu, Schläge seien alltäglich. Katrin Bornmüller: "Viele Opfer bekommen Kinder, die man ihnen dann wegnimmt, weil der Vater Moslem ist. Leider sind die Zustände in den Familien oft begleitet von Gewalt und Schikanen." Die IGfM betreue vor Ort mehrere Vollwaisen, deren Familien brutal seien. Die IGfM konnte vier kleine Läden einrichten, womit die Familien ihren Unterhalt verdienen. Außerdem habe die Menschenrechts-Organisation viele Kurse wie Alphabetisierung, Englisch, Deutsch, Nähen, Geburtskontrolle… einrichten können. Bornmüller: "Hinzu kommt die Bedrohung des IS, der wieder mehr und mehr aktiv wird und Peshmerga Stationen angreift mit Toten. Beim Besuch eines Flüchtlingslagers an der türkischen Grenze hörte man zehn Kilometer entfernt, wie Erdogan im Nordirak bombardiert..." Am Wochenende lädt die IGFM-Wittlich ihren 519. und ihren 23. Transport dieses Mal für Belarussische Flüchtlinge in Litauen. Die IGFM bittet um Spenden auf das Konto der IGFM : IBAN DE 24 5875 1230 0060 0051 54 Info: Katrin Bornmüller 0657128307 Marlies Elsen 06571 3963 Johanna Werner 06571 4047 Maria Kremer 06507 703808 Leo Schäfer 06575 4490