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Konzept gegen das Chaos

Wittlich nimmt sich Starkregen- und Hochwasserproblematik an.
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Fachleute sind sich einig: Solche Ereignisse werden zunehmen. Hochwasserschutz  ist eine gemeinsame Aufgabe von Kommunen und Bevölkerung. Foto: Archiv

Fachleute sind sich einig: Solche Ereignisse werden zunehmen. Hochwasserschutz ist eine gemeinsame Aufgabe von Kommunen und Bevölkerung. Foto: Archiv

Regenmengen etlicher Wochen fallen in einer Nacht, die eines normalen Monats in wenigen Stunden. Sturzbäche ergießen sich vom Himmel, die Folgen sind verheerend: Kniehohes Wasser auf den Straßen, Häuser von Schlamm- und Wasser verwüstet - plötzlich sind auch Regionen und Orte an kleinen Bächen betroffen. Das war vergangenes Jahr mehrfach auch in Wittlich so. Jetzt erstellt die Stadt ein örtliches Konzept zur Hochwasser- und Starkregenvorsorge. Der Erarbeitungsprozess startete nach Redaktionsschluss mit einer öffentlichen Informationsveranstaltung. Danach sollen in Bürgerworkshops Maßnahmen entwickelt werden. Parallel dazu finden Ortsbegehungen in den Stadtteilen statt.
Im Rahmen der Bürgerbeteiligung werden Möglichkeiten und Pflichten vorgestellt, die die öffentliche Hochwasservorsorge optimal ergänzen; so u.a. der private Objektschutz und Versicherungen gegen Elementarschäden. Für ein ortsangepasstes Vorsorgekonzept sind zudem die Erfahrungen der Bürger aus vergangenen Überschwemmungsereignissen wichtig, die in den Workshops aktiv mit eingebracht werden können.
Neben den Daten zu den Gewässersystemen (u.a. Lieser, Sterenbach, Oligbach) werden auch Analysen zu vergangenen Überschwemmungen und dem Abflussverhalten des Wassers in die Erarbeitung eines Vorsorgekonzeptes für Wittlich mit einbezogen. Das Land Rheinland-Pfalz fördert die Aufstellung von Hochwasservorsorgekonzepten mit 90 Prozent. Den kommunalen Eigenanteil von zehn Prozent übernimmt die Stadt Wittlich. Derzeit arbeiten rund 500 Ortsgemeinden im ganzen Land an Hochwasserschutzkonzepten.
http://hochwasserschutz-konzept.de/stadt-wittlich/ (red).


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