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Rezept-Tipp: Bärlauch-Muffins

WochenSpiegel Rezept-Tipp: So macht man Kartoffel-Bärlauch-Muffins
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Schritt 1: Kartoffeln schälen und in einer Rührschüssel zerstampfen. Mehl, etwas Salz und Zucker hinzufügen. Hefe in der Buttermilch auflösen und in die Schüssel geben. Alles zu einem glatten Teig verarbeiten.
Schritt 2: Die Pinienkerne ohne Zugabe von Fett in einer Pfanne leicht braun rösten. Den Bärlauch waschen, die Stiele entfernen und grob hacken. Die Butter mit den Pinienkernen und dem gehackten Bärlauch mischen, dann Salz und Pfeffer hinzufügen.
Schritt 3: Backpapier auf der Arbeitsfläche auslegen, den Teig noch mal durchkneten und zu einem etwa 30 x 40 cm großen Rechteck darauf ausrollen. Die Bärlauchbutter gleichmäßig auf der Platte verteilen, anschließend mithilfe des Backpapiers den Teig von der langen Seite her aufrollen.
Schritt 4: Die Teigrolle in zwölf gleich große Stücke schneiden, ein Muffinblech mit Förmchen bestücken und je ein Stück mit der Schnittkante nach oben hineinsetzen. Die Muffins 20 Minuten ruhen lassen und nach zehn Minuten den Backofen auf 200° C vorheizen. Das Ei verquirlen, die Muffins damit bestreichen und ca. 15-18 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Zutaten (12 Stück)

  • 250 g gekochte
  • Kartoffeln
  • 300 g Mehl
  • 1 Prise Zucker
  • 20 g Hefe
  • 100 ml Buttermilch
  • 50 g Pinienkerne
  • 100 g Bärlauch
  • 80 g weiche Butter
  • 1 Ei
  • Salz und Pfeffer

Bärlauch: Der Naturpark Saar-Hunsrück stellt schmackhafte Wildkräuter vor

Der Bärlauch ist vielseitig in der Küche einsetzbar ist. Typisch für den Frühling ist die Zubereitung von Bärlauchaufstrich, -butter oder -Pesto.
Bärlauch wird in der Volksmedizin als der »wilde Knoblauch«, der direkt vor unserer Haustüre wächst, bezeichnet. Ihm werden blutreinigende und stoffwechselanregende Eigenschaften zugesprochen. Die Blätter sind vor der Blütezeit Ende März bis April am gehaltvollsten. Aber auch Blüten, Knospen oder Samen sind schmackhaft, z. B. Knospen eingelegt als Kapernersatz, Samen sind wie grüner Pfeffer genießbar.
In der Volksheilkunde wird das Wildkraut als Mittel gegen Arteriosklerose und hohen Blutdruck geschätzt. Wie seine Verwandten, Knoblauch, Zwiebel und Schnittlauch, gehört der Bärlauch zu den entgiftenden und blutreinigenden Wild- und Küchenkräutern. Seine Die Vitalstoffe übertreffen sogar die Wirkungen des Knoblauchs. Die Bärlauchblätter enthalten mehr Eisen, Magnesium, Mangan, Vitamin C und ätherische Öle als der Knoblauch. Ferner besitzt die Pflanze einen ungewöhnlich hohen Magnesiumgehalt.

Boden, Standort und Ernte

Der Bärlauch wächst auf humusreichen, tiefgründigen feuchten Laubwaldböden bis 1.500 Meter in schattiger Lage. Auch auf Wochenmärkten und in Gemüseläden wird er angeboten. Als Pflanze ist er im Fachhandel zu erwerben und lässt sich sehr gut in einer schattigen Gartenecke oder unter Sträuchern kultivieren. Die weißen Blüten sind ein attraktiver Hingucker unter Bäumen und Sträuchern. Bärlauch samt gerne aus oder wird auch von Ameisen verschleppt. Wildsammlungen sind nur in kleinen Mengen außerhalb von Schutzgebieten erlaubt. Die Erntezeit ist i. d. R. von März bis Mitte Mai. Die ganze Pflanze ist essbar. Pro Pflanze sollten max. zwei Blätter geerntet werden, damit den Zwiebeln genügend Kraft bleibt, um im nächsten Jahr wieder austreiben zu können. Sobald er blüht, verlieren die Blätter stark an Aroma. (red)