ju

Spürhunde als Lebensretter

Die Teams der BRH-Rettungshundestaffel Eifel-Mosel sind auch während Coronapandemie sehr erfolgreich.
Bilder
Mehr als nur ein gutes Team: Sharo findet mit seiner Hundeführerin Esther Lentes die vermisste Person.  Foto: Robert  Wilm

Mehr als nur ein gutes Team: Sharo findet mit seiner Hundeführerin Esther Lentes die vermisste Person. Foto: Robert Wilm

Auch in Zeiten von Corona werden Menschen vermisst und so wurde die BRH-Rettungshundestaffel Eifel-Mosel e.V. auch während dieser Zeit mehrere Male alarmiert. Doch auch für Rettungshundestaffeln bestehen erhöhte Sicherheitsbedingungen für Einsätze in dieser Zeit. Trotz den vorgeschriebenen Besonderheiten, wie das Tragen von Einmalhandschuhen, Mund-Nasen-Schutz, der Anfahrt und dem Verbleib im privaten Pkw bis zum Einsatzes, sowie besondere Verhaltensweisen am Einsatzort, ließ sich die Staffel nicht davon abhalten, auch jetzt zu jeder Tages- und Nachtzeit auszurücken, um die Polizei bei der Suche nach vermissten Person zu unterstützen. Und das Rettungshunde auch mit längeren Trainingspausen ihren Job erfolgreich ausüben, zeigten Emma (mit Hundeführer Kai Fritsche) und Sharo (mit Hundeführerin Esther Lentes) als sie in zwei Einsätzen im Mai, die vermisste Person lebend fanden und diese so gerettet werden konnte. Da es in jedem Einsatz um Menschenleben geht, müssen Hund und Mensch ihre Einsatzfähigkeit jedes Jahr erneut als Team, in Form einer Prüfung, unter Beweis stellen. Denn im Bundesverband für Rettungshunde (BRH) dürfen nur Hunde mit bestehender Prüfung zur Personensuche eingesetzt werden. Daher fanden nun, auch hier unter erschwerten Bedingungen, die anstehenden Prüfungen im Energiepark Morbach statt.

Viele Prüfungen

Xenia Swerdlowa meisterte mit Eevee die Begleithundeprüfung erfolgreich. Dies ist die erste Prüfung, die das Hunde-Mensch-Team auf dem Weg zum einsatzfähigen Rettungshundeteam absolvieren muss. Die jährlich zu wiederholende Flächen-Prüfung bestanden, unter der externen Prüfungsrichterin Patricia Wilm, folgende Teams: Esther Lentes mit Sharo, Andrea Klein mit Anouk, Waltraud Braun mit Aslan, Christian Gnad mit Balou, Xenia Swerdlowa mit Mira, Monika Ketter mit Aika, Marion Kanzlerski mit Ben und Barbara Kemmer mit Miko Flächensuchhunde eigenen sich besonders für den Einsatz in Waldgebieten, werden aber auch in Wiesenflächen und Felder eingesetzt. Sie sind in der der Lage große, aber auch schwierige und dicht bewachsene Gebiete, Tag und Nacht abzusuchen und ihrem Hundeführer aufgefundene Personen zuverlässig anzuzeigen. Martin Dichter bestand bereits am Samstag zuvor mit Snoppy den Mantrailer-Basistest und damit die erste Prüfung für die weitere Ausbildung zum Personenspürhund. Personenspürhunde (Mantrailer) sind Hunde, die der individuellen Geruchsspur einer ganz bestimmten Person folgen. Der besondere Vorteil dieser Hunde besteht darin, dass sie auch bei Suchen in der Stadt eingesetzt werden können. Die Staffel verfügt nun über 13 geprüfte Flächensuchhunde- und 2 geprüfte Personensuchhunde-Teams. Sorge bereitet der Rettungshundestaffel momentan die Anschaffung eines neuen Einsatzfahrzeuges. Das derzeitige muss aus "Altersgründen" ersetzt werden. Daher ist die Staffel auf der Suche nach Sponsoren, denn auch das Einsatzfahrzeug muss, wie die gesamte Ausrüstung, weitgehend aus eigenen Mitteln finanziert werden. Gerade dies wird nun durch das eingeschränkte Kontaktverbot und die wirtschaftlichen Schwierigkeiten durch Corona zusätzlich erschwert. Wer die Staffel dahingehend unterstützen will, aber auch alle, die an aktiver Mitarbeit interessiert sind, können sich auf der Homepage informieren und Kontakt aufnehmen. (red)