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Teil 6/10: Das Training mit Apps

Ganz gleich, ob man nun abnehmen möchte, fitter werden oder einfach gesünder leben will – Fitness-Apps für Smartphones und Tablets können eine sinnvolle Unterstützung sein. Fitnessexperte und Personaltrainer Sascha Baschin gibt dazu Auskunft.
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Abnehmen, Muskelaufbau oder mehr Fitness lassen sich auch mit Hilfe entsprechender Apps angehen. Fitness-Apps eignen sich aber auch ergänzend zu einem Diät-Plan oder einem regelmäßigen Besuch im Fitness-Studio. »Zum Trainieren sind sie dann besonders sinnvoll, wenn man sich selbst sehr gut motivieren kann und gewohnt ist, auch alleine zu trainieren«, unterstreicht Sascha Baschin, in Trier ansässiger Fitnessexperte und Personaltrainer, der selbst im Kampfsport große Erfolge aufzuweisen hat: Im Profi-Kickboxen wurde er bislang einmal Welt- (2013) und zwei Mal Europameister (2012, ´13) und errang drei Deutsche Meisterschaften (2010 bis ´12). Gewisse (Vor-) Kenntnisse im Sport sind für eine App-Nutzung gut, stellt Baschin klar: »Für absolute Anfänger finde ich Sie nicht so toll...«

Ganz unterschiedliche Apps

Grundsätzlich komme es darauf an, was man vor habe, sagt Baschin: »Es gibt Apps zum Vorbereiten auf einen Marathon und andere zum Beispiel wiederum für ein Ganzkörper-Workout.«
Worin sich die Experten einig sind: In keinem Fall sollte eine App indes eine medizinisch begleitete Diät ablösen. Besonders Kalorienzähler und Lebensmitteltagebücher in App-Form bergen das Risiko, dass der Nutzer es übertreibt und sich selbst – bei dem Versuch abzunehmen oder seinen Alltag gesünder zu gestalten – schadet. Ein gesunder Umgang mit den Gesundheitsapps beinhaltet, dass sich der Anwender auch anderweitig informiert – beispielsweise in Büchern, im Fitness-Studio oder auf Websites – und einen Arzt oder Sportwissenschaftler hinzu zieht. »Bei Apps, anhand derer man mit Geräten, Körpergewicht oder Zusatzgewicht arbeitet, sollte man zudem stark auf die korrekte Ausführung aufpassen«, rät Baschin.  Eine weitere Gefahr, der man sich bewusst sein sollte, ist der immense Datenhunger einiger Anwendungen. Er ist fast allen Tracking-Apps gemein und für so manchen sicherheitsbewussten Anwender ein wahrer Datenschutz-Alptraum. Unabhängig von den Aktivitäten, den Schlaf- und Essgewohnheiten, die man aufzeichnet, muss man bei den meisten Apps initial auch Alter, Geschlecht, Größe und Geburtsdatum angeben.

Apps mit werbendem Charakter

Immer wieder gibt es Fitness-Apps, die ganz klar auch einen werbenden Charakter haben. So sind Apps, die von einer Krankenkasse oder einem Pharmakonzern angeboten werden, keine Seltenheit. Auch Werbung – beispielsweise für Schuhe eines Sportartikel-Herstellers oder bestimmte Lebensmittel – kommt vor. »Das ist an sich nicht weiter schlimm, nur sollte man sich dessen auch im Klaren sein«, so Baschin weiter.
Große Apps mit über 20 Megabyte können nur über iTunes im Internet und nicht direkt über das iPhone gekauft werden. Achtung bei Apps mit gps-Funktion: Der Akku leert sich meist schnell.
Vorsicht ist angesagt bei gebrochenem  Englisch oder chinesische Schriftzeichen in der App-Beschreibung: Vor allem im »Android Market« tummeln sich suspekte Anbieter, die schadhafte Software auf dem Smartphone installieren wollen und sich auch hinter bekannten Markennamen verstecken. Deshalb lautet der Tipp von Baschin: »Im Fall eines Falles lieber den Namen der App googeln und feststellen ob es auch wirklich  stimmt, was behauptet wird.«
aa/red Kontakt: Kampfsport-Akademie
Sascha Baschin
Metternichstraße 39, 54292 Trier
Tel: 0179/7929678
sascha@ka-trier.de
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