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Wasser als kostbare Ressource

VG Traben-Trarbach sichert die Neustrukturierung
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Wasser ist lebensnotwendig und als immer kostbarer werdende Ressource mit dem Klimawandel das Zukunftsthema der Menschheit. In der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach ist die Trinkwasserinfrastruktur auch für nachfolgende Generationen gesichert. Gigantische 16,8 Mio Euro werden dort in ein neues Pumpwerk, mehrere Hochbehälter und eine 16 Kilometer lange Wasserleitung investiert. Außerdem werden Gewinnungsanlagen saniert und neu erschlossen. Bei Engpässen soll so eine gegenseitige Versorgung mit dem Zweckverband Eifel-Mosel möglich sein. Der prognostizierte, zukünftige Verbrauch liegt bei ca. 2.000 Kubikmetern pro Tag.
Das Umweltministerium unterstützt den Gesamt-Invest mit 8 Millionen Euro, um damit die Versorgungssicherheit für die Stadt Traben-Trarbach, die Gemeinde Kröv, die Ortslage Kövenig und das Feriendorf sowie Gewerbegebiet Mont Royal dauerhaft zu erhöhen. Die Summe ist gleichzeitig der größte Förderbetrag im diesjährigen Programm Wasserwirtschaft Rheinland-Pfalz.
 Umweltministerin Ulrike Höfken überreichte den Förderbescheid vergangene Woche beim symbolischen Spatenstich in Bengel an VG-Bürgermeister Marcus Heintel. »Der Klimawandel macht eine zukunftsfähige Trinkwasserversorgung durch Versorgungsverbünde notwendig,« sagte Höfken. »Gleichzeitig ist es unerlässlich, unsere Wasserressourcen bestmöglich zu schützen. Denn Mikroplastik, Spurenstoffe oder Düngemittel sind die aktuell brisantesten Bedrohungen für unsere Gewässer ...«
Eine von vielen Besonderheiten des Projektes: Parallel zu den Wasserleitungen wird ein Leerrohrpaket verlegt. Hier soll ein hochmodernes und Zukunft sicherndes Glasfaser-Netzwerk aufgebaut werden, das die Steuerung der Wasserleitungsnetze unabhängig von Telefon und Internetdiensten sicherstellt.
Durch Energieeffizienzmaßnahmen und die Installation einer Photovoltaik-Anlage auf dem neuen Pumpwerk werden gleichzeitig rund 20 Prozent Energie eingespart.

Hintergrund

  • Rheinland-Pfalz ist stärker vom Klimawandel betroffen als andere Regionen in Deutschland.
  • Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen ist die Jahresdurchschnittstemperatur im Land um 1,6 Grad auf 9,6 Grad Celsius gestiegen.
  • Besonders von Trockenheit bedroht: Rheinhessen und die gesamte Oberrhein-Region. 
  • Um Versorgungsengpässe zu vermeiden, setzen die Wasserversorger in Zukunft auf umfangreiche Versorgungsverbünde
(ste).