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Wittlich und Bernkastel-Kues: Kriminalstatistik vorgestellt

Die Polizeiinspektionen Wittlich und Bernkastel-Kues sowie die Kriminalinspektion Wittlich stellen ihre Kriminalstatistik für 2019 vor.
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Foto: pixabay

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In den Bereichen Wittlich und Bernkastel-Kues kam es zu mehr Delikten – in Wittlich waren es 65 mehr als im Vorjahr (2.942 in 2018), in Bernkastel-Kues 14 mehr (1125 Delikte in 2018). Erfreulich sind die gestiegenen Aufklärungsquoten: in Bernkastel stieg die Quote auf 69,1 Prozent und in Wittlich auf 74,7 Prozent.

Viele Einbrecher gestellt

Von den registrierten Straftaten in Bernkastel-Kues blieb es bei 58 Delikte beim Versuch: Alarmaanlagen und aufmerksame Nachbarn haben Diebe in die Flucht geschlagen. Die Befürchtung, dass durch den starken Tourismus in Bernkastel-Kues auch vermehrt Diebe auf die Straßen der Region gelockt werden könnten, hat sich nicht bestätigt. Es wurden weder mehr Fahrraddiebstähle (12 Fälle) noch Taschendiebstähle (neun Fälle) registriert. Die Zahl der Diebstähle aus Wohnungen ist von 14 auf zehn Fällen zurückgegangen. Die Aufklärungsquote konnte bei diesen Diebstählen um 5,7 Prozent gesteigert werden.

Mehr Körperverletzungen in Bernkastel-Kues

Körperverletzungen nahmen in Bernkastel-Kues zu: von 98 auf 127 Fälle. Aber auch in diesem Bereich konnte die Aufklärungsquote um 3,2% auf 96,1% erhöht werden. In fast einen Viertel waren Jugendliche bzw. Heranwachsende die Täter. Die Fallzahlen bei den Sachbeschädigungen stieg 2019 von 100 auf 138 Fälle an, Betrugsdelikte sind im Vergleich zum Vorjahr um lediglich einen Fall auf 123 gestiegen. Auffallend ist, dass zahlreiche ältere Menschen Opfer dieser Betrugsmaschen waren. Oftmals haben sich die Betrüger für angebliche Enkel ausgegeben, damit sie so an das Geld der Opfer kommen. Da die Täter meist aus dem Ausland heraus arbeiten, war eine Tataufklärung selten möglich.

"In Wittlich und Umgebung lebt es sich weiterhin sehr sicher"

Polizeioberrat Dominik Sienkiewicz, Leiter der PI Wittlich, und Erster Kriminalhauptkommissar Bernd Rehm, Leiter der KI Wittlich, ziehen eine positive Bilanz: »In Wittlich und Umgebung lebt es sich weiterhin sehr sicher. Das Risiko, hier Opfer einer Straftat zu werden, ist statistisch gesehen deutlich geringer als im Landes- und Bundesdurchschnitt. Gleichzeitig ist das Entdeckungsrisiko für die Täter in der Region enorm hoch.« Das bekamen besonders jene zu spüren, die mit illegalen Substanzen in Wittlich zu tun hatten: Die Aufklärungsquote beträgt hier stolze 96 Prozent. Gleichzeitig gab es über 100 weniger Fälle als 2018. Auch die Zahl der Körperverletzungen ist erneut leicht gesunken (417 registrierte Fälle; 2018: 419). Allerdings ist auch die Aufklärungsquote von 94,4 Prozent auf 91,5 Prozent leicht gesunken.  Auch erfreulich: ein leichter Rückgang im Bereich der Diebstählen (ohne erschwerende Umstände). 2019 gab es sechs Fälle weniger (401) als 2018 (407). Leider ist die Aufklärungsquote um 3,6 Prozent rückläufig gewesen. Zuletzt konnte auch die Sachbeschädigungen an Fahrzeugen um 21,3 Prozent gesenkt werden, die sonstigen Sachbeschädigungen auf Straße, Weg oder Platz nahmen hingegen um 12,16 Prozent (83) zu (2018: 74 Fälle).

Mehr Straftaten in Wittlich bei Sexual- und Betrugsdelikte

Die Anzahl der registrierten Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung liegt bei 196 und ist somit um 31 Fälle gegenüber 2018 gestiegen. Die Aufklärungsquote konnte um 2,9 Prozentpunkte gesteigert werden.
 
Sehr deutlich gestiegen sind die Fallzahlen im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte (von 270 im Jahr 2018 auf 660 im Jahr 2019), was an der erfolgreichen Abarbeitung zweier Großverfahren liegt. (PI Wittlich/BKS, KI Wittlich, red)