Wirtschafts-Woche-Wittlich: rundum gelungen

Wirtschafts-Woche-Wittlich als Aushängeschild für die Region / Fazit: »Alles hat sehr, sehr gut funktioniert«
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Vier Tage geballte Wirtschafts-Power, phantastische Messestände, gut gelaunte Aussteller, interessierte Besucher, ein attraktives Rahmenprogramm. Zehntausende Besucher aus der Großregion haben am Wochenende die Wirtschafts-Woche-Wittlich besucht. Es ist eine imposante Visitenkarte, die 236 Aussteller für den Wirtschaftsstandort Wittlich hinterlassen. »Alles hat wirklich sehr sehr gut funktioniert trotz des Regens am Samstag,« sagte Ausstellungsleiter Rainer Wener am Montagmorgen. Offizielle Besucherzahlen kann er nur schätzen, »Mehrere Zehntausend, auf jeden Fall so viele wie 2012.« Die Zusammenarbeit mit den Ausstellern habe großen Spaß gemacht, lobt Wener. Total begeistert ist er auch von Orgateam und Bauhof.  »Motiviert bis in die Haarspitzen und mit Spaß bei der Sache.«  Berichte und Bilder: ste / pug; Fotos: P. Geisbüsch, S. Baumann, W. Pelm 

„Ich gratuliere Ihnen zu dieser Veranstaltung“  

Christian Lindner eröffnet Wirtschafts-Woche-Wittlich / Erfrischender Impulsvortrag

Innovation statt Imitation, Qualität statt Quantität, Tradition und unternehmerische Vielfalt: Im Beisein von rund 1.000 Gästen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft eröffnete Bürgermeister Joachim Rodenkirch die Wirt-schafts-Woche-Wittlich.   Den neuen Ausstellerrekord von 236 Unternehmen wertete Rodenkirch als Indiz für die Dynamik des Stan-dortes mit seinen rund 1.600 Gewerbetreibenden und der wohl einzigartigen Quote »19.000 Einwohner – 17.000 Arbeitsplätze«. Bei den teilnehmenden Betrieben, die ihre Schaffenskraft auf der Messe unter Beweis stellten, bedankte er sich besonders: «Sie sind die Visitenkarte für die Wirtschafts-Woche, die seit 1991 für Qualität steht.« Der Standort Wittlich befinde sich weiter auf Wachstumskurs, sagte der Bürgermeister im Hinblick auf das Konversionsgelände und den im Bau befindlichen Hochmoselübergang, von dem die Stadt bereits jetzt profitiere. Grund und Boden seien aber leider nicht beliebig vermehrbar. »Ich gratuliere Ihnen zu dieser Veranstaltung. Es gibt nicht viel Vergleichbares«,  begrüßte Festredner Christian Lindner die Gäste im Bungert-Eventzelt. In einem erfrischenden Impuls-Vortrag beleuchtete der FDP-Bundesvorsitzende nicht nur wirtschaftliche, sondern auch gesellschaftliche Werte -  ebenso wie das aktuelle Thema Flüchtlingsströme. »Ich bin in Sorge, dass die Hoffnungen, die diese Menschen in unser Land bringen, sich nicht erfüllen könnten.«  Die Versäumnisse die bei Gastarbeitern und Spätaussiedlern gemacht worden seien, dürften sich nicht wiederholen, appellierte Lindner. Er plädiert dafür, die Qualifikation der Menschen bereits in den Aufnahmeeinrichtungen abzufragen und ihnen schnell Brücken in eine Beschäftigung zu bauen. Deutschland werde sich in den nächsten Jahren verändern, doch auch so mancher Flüchtling werde sich verändern müssen. »Die objektive Wertordnung unseres Grundgesetzes ist nicht verhandelbar«, sagte Lindner. Die wichtigsten Ressourcen einer Gesellschaft im Wandel seien Freiheit und Flexibilität, Investitionen in Straßen und digitale Netze und ein besseres Bildungssystem. Viel Zeit hatte Lindner nicht und so warteten einige Aussteller am Freitag wohl vergebens auf den prominenten Gast. . .             ste        

Das sagen die Aussteller:  

Marco Schäfer vom Wittlicher Ofenhaus Runkel stellt zum dritten Mal auf der WWW aus und ist zufrieden. »Hier war freitags schon viel Betrieb. Die Leute sind sehr interessiert und lassen sich ausführlich beraten. Die Messe ist top, weil es hier wenig Ramsch gibt.« Das findet auch Joachim Drautzburg. Im Stand des Schreinermeisters ist ein überdimensionaler, massiver Eichenholztisch der Hingucker und bis zum Sonntagmittag zweimal fast verkauft. »Die Teilnahme an der WWW ist ein Muss. Darauf werden wir auch noch Monate später angesprochen.«  Über eine Menge neue Kundenkontakte und Termine freut sich Oliver Zwang, der u.a. über Koi- und Schwimmteichbau informiert. Außerdem ist er seit Monaten vergeblich auf der Suche nach neuen Mitarbeitern. »Auch dafür ist die WWW gut. Ich hatte interessante Gespräche.« Die hatten auch Michaele Schneider und Theresia Rodenkirch vom Kinderschutzbund. Nicht nur, weil die jüngsten Messebesucher mit buntem Programm toll betreut wurden. Der DKSB ist Koordinierungsstelle für die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe der Stadt. »Neun Betriebe haben uns bereits ein Praktikum für unsere Flüchtlinge fest zugesagt.« »Wahnsinn« meint Matthias Linden von der Sparkasse, die die WWW auch in Cochem-Zell beworben hat - mit Erfolg, wie er beim Rundgang über die Parkplätze an den Nummernschilder sah. Das Event sei einzigartig in der Großregion, ein Aushängeschild, optimal vorbereitet und betreut, Garant für Erfolg: für die Großen wie auch für die Kleinen. Lindens vierjähriger Sohn fragte am Sonntagabend: »Papa, gehen wir nächste Woche wieder zur WWW?« »Am Sonntag hat wirklich alles gestimmt, vom Wetter über die große Zahl der Messebesucher bis zu den vielen, vielen interessanten Gesprächen, die wir führen durften«, berichtet Lydia Kranz von »Betten Kranz«. »Die Kunden bekommen hier die Erstberatung, liegen kurz zur Probe und kommen anschließend ins Geschäft für die Intensiv-Beratung und die abschließende Kaufentscheidung.« Ein dickes Lob auch hier für die Organisation der Stadt: »Wie ein guter Schiedsrichter: unaufdringlich und sehr effektiv.«         ste/pug