Erste Wetteraufzeichnung kam aus Monschau

Sinzenich. Durch ein Praktikum während seines Studiums (4 Semester Meteorologie und 8 Semester Geografie und Sport) entdeckte der Sohn des ehemaligen Landrats Josef Linden seine Leidenschaft zum Wetter. »Ich habe in dieser Zeit eine Wetterstation geführt und selber Geräte gebastelt, mit denen man Regen auffangen konnte«, erzählt Linden. Seitdem hat er nie mit seinen Beobachtungen aufgehört. Dennoch wurde der 63-Jährige Lehrer an der Marienschule in Euskirchen. »Der Stellenmarkt hielt mehr freie Arbeitsplätze für diesen Beruf bereit«, begründet Karl Josef Linden seine Entscheidung. 125 Aktenordner»Was für manche Frauen Schuhe sind, sind für mich Aktenordner«. Und davon hat er ganz schön viele - nämlich 125 an der Zahl. Linden: »Ab dem Jahr 1000 etwa wurden die Wetterdaten genauer dokumentiert, Landwirte fingen etwa 1550 damit an, die Daten zu sammeln, beispielsweise die Senfbauern in Monschau«. Und aus seinen Daten geht auch hervor: Die erste richtige Wetteraufzeichnung in der Nordeifel wurde im Hohen Venn bei Monschau aufgenommen. Seit 1977 beobachtet er das Wetter. Zunächst nur mit einer Wetterstation im heimischen Garten in Sinzenich. »Der Regenmesser wurde im Kernforschungszentrum in Jülich gefertigt und hatte eine Lichtschranke, mit der man die Größe und Menge der Regentropfen messen konnte«, erinnert sich Linden. Und auch sein Sohn hatte schnell gefallen am Messgerät gefunden: »Er hat über die Lichtschranke Pipi gemacht und ich habe mich gewundert, wie in kürzester Zeit so viel Regen fallen konnte«. Ende der 80er-Jahre kaufte sich Linden einen Commodore Amiga und war begeistert von den technischen Möglichkeiten, die ihm die Arbeit und Dokumentation so viel einfacher machten. 500 Anrufe Auf sein Fachwissen griff bisher nicht nur der bekannte TV-Meteorologe Jörg Kachelmann zurück, mit dem er 1999 in eine weitere Wetterstation investierte, sondern auch das Radio Euskirchen, die Aachener und Dürener Zeitung, Naturschutzverbände, Wasserbehörden, Versicherungen, Landwirtschaftskammern, der Kreis Euskirchen und Bürger. »Ich bekomme allein von Privatpersonen ungefähr 500 Anrufe im Jahr. Sie wollen wissen, wie das Wetter am Hochzeitstag wird und wann sie die Heuernte einholen müssen«, so Karl Josef Linden.Anekdoten Kurioses hat der Wettermann schon viel erlebt. »Bei der Arbeit für einen Winzer bin ich in der Nähe von Eicks in eine Wildschweintreibjagd geraten«. Außerdem berichtet er von einem kalten Januar-Tag an der Oleftalsperre: »Dort war die Wetterstation überflutet und ich sprang kurzerhand in Unterhose in das kalte Wasser und rettete Messgegenstände«. Über die meisten Vorfälle kann der Meteorologe heute lachen. Auch über die »schlimmste Erkältung in seinem Leben«, die er sich in Kalterherberg zuzog. Dort ist er mit einer Schulklasse in einen Schneesturm geraten und hat unterkühlten Kindern seine warmen Schuhe geliehen. »Danach war es das Fieberthermometer, das 42,1 Grad anzeigte«, weiß Linden. Doch auch die Polizei nahm seine Dienste in Anspruch. »Diese Einsätze gingen unter die Haut«, erzählt er. Er musste bestimmen, welche Temperatur zu welcher Zeit am Tatort herrschte.Mehr FreizeitDoch der Wetterexperte Karl Josef Linden hört auf - schrittweise. Im vergangenen Jahr hat er bereits das Unterrichten an den Nagel gehängt. »Vor zwei Wochen teilte er uns mit, dass er auch in Radio-Pension gehen will«, sagte Norbert Jeub, Chefredakteur von Radio Euskirchen. Karl Josef Linden freut sich nun über mehr Zeit mit seinen beiden Enkeln (zwei und drei Jahre), zu denen er eine sehr intensive Beziehung hat. Außerdem will er mit seiner Frau in Zukunft mehr reisen und vermehrt Bücher lesen. Und ganz wird er das »wettern« auch nicht sein lassen. Er wird nach wie vor unter anderem für den Nationalpark Eifel die Jahresberichte erstellen. Denn so ganz ohne »Lindenwetter« geht es dann auch nicht.Durch ein Praktikum während seines Studiums (4 Semester Meteorologie und 8 Semester Geografie und Sport) entdeckte der Sohn des ehemaligen Landrats Josef Linden seine Leidenschaft zum Wetter. »Ich habe in dieser Zeit eine Wetterstation geführt und…

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Souverän und persönlich zufrieden zum Erfolg

Imgenbroich. »Wir wirken immer. Es kommt nur darauf an, wie«, ist sich Theo Bergauer mit seinen Kollegen Matthias Winter und Marcus König einig. Das Trio lädt zu gleich vier erlebnisreichen Vortragsabenden im Herbst - je zwei finden bei der Raiffeisenbank eG in Simmerath, Hauptstraße 76, sowie im Druckereimuseum Weiss in Imgenbroich, Am Handwerkerzentrum 16, statt.»Es ist Zeit, etwas zu bewirken«, lautet Theo Bergauers Motto. Seit 25 Jahren gibt der Gründer von »b.wirkt!« Tipps, wie die Herausforderungen der heutigen Zeit gemeistert werden können. Im Interview mit WochenSpiegel-Redakteur Thomas Förster zeigt Theo Bergauer auf, was die Teilnehmer zum Auftakt am Donnerstag, 22. September, erwartet.Gedächtnis trainieren – wie trainiere ich mein Gedächtnis?Theo Bergauer: Wir verfügen über ein bildhaftes Gedächtnis. es geht uns nur mit den Jahren verloren. Ein gutes Beispiel ist das Memory-Spiel. Gegen ein Kind wird Ihnen nie ein Sieg gelingen, weil die Kleinen sich ihr bildhaftes Gedächtnis noch erhalten haben. Daher ist es wichtig, Bilder zu nutzen und sich virtuell Ziele zu setzen. Wir müssen Ungewöhnliches tun, um neue Denkmuster zu entwickeln, Routine hingegen ist wichtig für das Unterbewusstsein.Was bedeutet für Sie in diesem Zusammenhang das Schlagwort »Sicherheit«?Theo Bergauer: Sicherheit ausstrahlen ist immer eine Frage des Selbstbewusstseins. Ich kann mich hinter der Aussage verstecken, dass ich eh ein schlechtes Gedächtnis habe. Oder aber ich trainiere mein Gedächtnis, wage mich an Schwierigkeiten heran und entwickle so eine Führungssouveränität, die für Beruf und Familie wichtig ist.Wer »fit im Kopf« ist, profitiert davon beruflich und privat. Gibt es Unterschiede beim Training, die zum Erfolg führen?Theo Bergauer: Wer ein gutes Gedächtnis hat, der zeigt Interesse am anderen und signalisiert seine Wertschätzung. Nur durch gutes Gedächtnis werden Kontakte geknüpft und gute Beziehungen entstehen. Auch beruflich kann ich mit Zahlen, Daten und Fakten punkten und meine Rolle stärken. Aber auch hier ist es wichtig, den Mitarbeiter im Kopf zu haben, seine Fähigkeiten, aber auch Privates zu kennen, um eine gute Beziehung aufzubauen und damit das Betriebsklima zu verbessern.Dabei ist das Training für berufliche wie private Ziele identisch.Fällt das Training leichter, wenn ich mir bestimmte Ziele setze? Beruflich oder privat?Theo Bergauer: Natürlich! Erfolg ist immer der wichtigste Motivationsmotor. Irgendwann erreichen zu wollen, wird nie gelingen. Wer sich verbindliche Ziele setzt, der macht es sich selbst leichter - beruf und privat.Was erwartet die Leser bei Ihrem Vortrag?Theo Bergauer: Ich gebe Tipps für ein besseres Namensgedächtnis. Ich erkläre die Stapelmethode, nach der man Begriffe sortiert und sie in richtiger Reihenfolge wiedergeben kann. Das ist ebenso wichtig für einen Vortrag im Job wie beim Einkaufszettel oder der richtigen Reiseroute. Zu den Vorträgen kann jeder kommen - von der Hausfrau bis zum Unternehmer.Warum dürfen sie diesen keineswegs verpassen?Theo Bergauer: Sie dürfen dabei sein, weil Ihre Festplatte optimiert, vielleicht auch Störendes gelöscht wird. Besonders wichtig ist mir, und das war im Frühjahr jedes Mal der Fall, dass der Abend den Teilnehmern und mir Freude bereitet und wir Spaß bei der gemeinsamen Arbeit haben. Sie werden etwas erleben, das emotional haften bleibt. Und solch ein Erlebnis ist wiederum sehr hilfreich für ein gutes Gedächtnis... Der 57-jährige Diplom Bauingenieur und Diplom Wirtschaftsingenieur begleitet seit 25 Jahren als Trainer und Coach persönliche und unternehmerische Prozesse. 2002 hat er sein Unternehmen »b.wirtk!« gegründet, mit dem er in Deutschland, Österreich und der Schweiz agiert. Gemeinsam mit seiner Familie lebt er in Waldsassen.Weitere Infos gibt es unter www.b-wirkt.deTermine:22. September - Sicherheit: Gedächtnis trainieren mit Theo Bergauer19. Oktober - Übereinstimmung: Körpersprache & Mimik lesen und einsetzen mit Matthias Winter17. November - Motivation: Ihre Gedanken lenken mit Marcus König7. Dezember - Begeisterung: Brillante Präsentationstools einsetzen mit Theo BergauerDie Vorträge finden von 19 bis 20.30 Uhr statt und kosten incl. Snack und Getränk 17 Euro. Infos und Buchung unter Tel. 02472/982-101, per E-Mail an info@wochenspiegel-mehrwissen.de oder www.wochenspiegellive.de/mehrwissen»Wir wirken immer. Es kommt nur darauf an, wie«, ist sich Theo Bergauer mit seinen Kollegen Matthias Winter und Marcus König einig. Das Trio lädt zu gleich vier erlebnisreichen Vortragsabenden im Herbst - je zwei finden bei der Raiffeisenbank eG…

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Die Vlattener Jugendhalle wird 100 Jahre alt

Vlatten. Sie steht nicht nur geografisch im Zentrum des Dorfes, die Vlattener Jugendhalle bildet auch den gesellschaftlichen Mittelpunkt des Ortes. Jetzt rückt das Gebäude selbst in den Fokus, denn 1916 - vor genau 100 Jahren - wurde die Jugendhalle eingeweiht. Mit einem großen Festwochenende wird das runde Jubiläum am Samstag und Sonntag, 27./28. August gefeiert.Am Samstag, 27. August, werden die Feierlichkeiten um 20 Uhr mit einem musikalischen Auftakt zum 100-jährigen Bestehen eröffnet. Zu Beginn spielen die Original Bleibach Musikanten. Gegen 21.30 Uhr unterhält Sänger und Trompeter HaPe Jonen das Publikum, bevor um 22.30 Uhr die Coverband »Strike Up« die Jugendhalle in eine Disco verwandelt. Karten zum Preis von acht Euro gibt es vorab bei der Vlattener Bäckerei Krupp und an der Abendkasse. Am Sonntag, 28. August, beginnen die Feierlichkeiten um 9.30 Uhr mit einer Messe, die der Schmidter Chor »Laudate Dominum« musikalisch begleitet. Im Festzug ziehen die Besucher anschließend zur Jugendhalle, wo um 11.15 der Festkommerz beginnt. Ab 14 Uhr gibt es Spiel und Spaß für die ganze Familie. Während sich die Kleinen auf der Hüpfburg austoben können oder mit Holzklötzen und Lehmbauarbeiten selber zu Baumeistern werden, ist bei den Erwachsenen »Schlagfertigkeit« bei einer Benefiz-Aktion und einem Schätzspiel gefragt. Um 20.30 Uhr klingt das Festwochenende mit einem musikalischen Schlussakkord des Musikvereins 1909 Vlatten vor der Jugendhalle aus. Stark genutzt1914 wurde der erste Spatenstich ausgeführt und trotz Ausbruchs des Ersten Weltkriegs gelang es den Vlattenern, die so genannte »Turn- und Jugendhalle« nach den Plänen des Gerolsteiner Architekten Eberhard Arens zu vollenden. Die Kosten wurden damals mit 18.500 Mark veranschlagt. »Während der Bauphase hat meine Großmutter, Margarete Fischer, jeden Mittag für die Arbeiter gekocht«, erzählt Stefanie Schlömer, deren Familie über Generationen hinweg einen kleinen Dorfladen neben der Jugendhalle führte.Auch 100 Jahre nach der Einweihung wird die Jugendhalle weiterhin von allen Vereinen aktiv genutzt. Organisiert und koordiniert werden die Festivitäten vom Verein Jugendwohl. Zwischen 8.000 und 10.000 Euro muss der Verein pro Jahr berappen, um den Unterhalt der Jugendhalle zu gewährleisten. Das sind Zweidrittel der anfallenden Kosten, den Rest trägt die Stadt Heimbach. Dazu kommen immer wieder Reparaturkosten: So musste noch kurz vor dem Jubiläum ein morscher Fußbodenträger ausgetauscht und eine von Schimmel befallene Wand freigelegt werden. »Bei der letzten Renovierung ist die falsche Farbe verwendet worden«, erklärt Ortsvorsteherin Ingrid Müller, die gleichzeitig erste Vorsitzende des Vereins Jugendwohl ist.VermietungWer Vlattens »gute Stube« für eigene Feste buchen möchte, kann sich per Mail direkt an den Verein Jugendwohl wenden: verein.jugendwohl@gmx.de. Pro Wochenende kostet der traditionelle Veranstaltungsort 150 Euro zuzüglich der anfallenden Nebenkosten. Inbegriffen ist die Nutzung einer voll eingerichteten Küche mit Geschirr für 120 Personen. Sie steht nicht nur geografisch im Zentrum des Dorfes, die Vlattener Jugendhalle bildet auch den gesellschaftlichen Mittelpunkt des Ortes. Jetzt rückt das Gebäude selbst in den Fokus, denn 1916 - vor genau 100 Jahren - wurde die Jugendhalle…

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Jugendliche lernten das Filmhandwerk

Remagen. Auch in diesem Jahr begeisterte das Sommerferienprogramm des Jugendbahnhofs Remagen wieder viele Jugendliche aus Remagen und Umgebung. So fand in den Sommerferien zum dritten Mal das Filmprojekt »Uuuuuuund Aktion, bitte!« statt. Neben Improvisationstechniken lernten die Jugendlichen während des Schauspielworkshops in ihrer Rolle glaubwürdig und echt herüberzukommen. »Die schauspielerischen Elemente machen total Spaß. Man kann einfach mal in eine andere Rolle schlüpfen«, so der 15-jährige Michael aus Remagen. Highlight eines jeden Tages waren die Stunt-Einheiten. Neben Kämpfen und Prügeleien mit Faustschlägen und Stöcken wurden den Jugendlichen auch diverse Abroll- und Falltechniken gezeigt. Ein Teilnehmer durfte sogar einen Feuerstunt machen, bei dem er für ein paar Sekunden tatsächlich brannte. »Ich war so aufgeregt und es wurde auch ein bisschen warm, aber es hat richtig viel Spaß gemacht« erzählt der 12-jährige Hendrik aus Remagen. Auf dem Gelände der IGS Remagen lernten die Jugendlichen auf dem Dach eines fahrenden Autos zu liegen und mit quietschenden Reifen das Auto zu starten. Beide Stunts wurden natürlich sofort in das Drehbuch aufgenommen. Denn bereits in der ersten Woche entwickelten die Jugendlichen einen Drehplan, teilten die Rollen untereinander auf und kümmerten sich um die Requisiten. An den folgenden Tagen verkleideten sie sich ihrer Rolle entsprechend. Ein Jugendlicher war immer für die Kamera zuständig, ein anderer für den Ton, ein weiterer führte Regie, während die Übrigen vor der Kamera schauspielerten. Sie sorgten dafür, dass jeder alles ausprobieren konnte. »Ich hätte nicht gedacht, dass die Arbeit für einen Film so zeitaufwändig ist!«, staunte die 16-jährige Lea aus Sinzig. Auch der Schnitt, sowie die Unterlegung mit Sound- und Spezialeffekten wurden von den Jugendlichen übernommen. Besonders viel Spaß hatte die Gruppe, die die »Outtakes« zusammenschnitten, da dort alle Filmfehler zusammengetragen wurden. Abschließend wurde der Actionfilm, der den Titel »Die Kofferjagd« bekam, den Familien, aber auch anderen Remagener Bürgern im Jugendbahnhof Remagen mit Popcorn und anderen Knabbereien vorgeführt. Auch in diesem Jahr begeisterte das Sommerferienprogramm des Jugendbahnhofs Remagen wieder viele Jugendliche aus Remagen und Umgebung. So fand in den Sommerferien zum dritten Mal das Filmprojekt »Uuuuuuund Aktion, bitte!«…

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