German Design Award 2018 

Schleiden. Ein Dreivierteljahr nach ihrer Eröffnung im September 2016 hat die NS-Dokumentation „Bestimmung: Herrenmensch. NS-Ordensburgen zwischen Faszination und Verbrechen“ im neuen Forum Vogelsang IP eine besondere Würdigung erfahren. Das Ausstellungsprojekt wurde vom »Rat für Formgebung« in Frankfurt am Main für den renommierten German Design Award 2018 in der Kategorie »Communications Design« nominiert.Vogelsang. Der German Design Award zeichnet jedes Jahr innovative Produkte und Projekte, ihre Hersteller und Gestalter aus, die in der deutschen und internationalen Designlandschaft wegweisend sind. Eine international besetzte Jury wird im Juli in unterschiedlichen Kategorien über die Preisvergabe an die nominierten Projekte entscheiden. Aber auch bereits die Nominierung sei, so Geschäftsführer Albert Moritz, eine Auszeichnung, die von der Akademie Vogelsang IP und ihren Gesellschaftern hoch geschätzt werde. Moderiert von den Ausstellungskuratoren der Akademie Vogelsang IP wurde die Gestaltung der Dauerausstellung »Bestimmung: Herrenmensch« von einer Arbeitsgemeinschaft dreier Designbüros entwickelt und realisiert: gwf Ausstellungen | Konzept + Gestaltung in Hamburg, MATTHIES & SCHNEGG – Ausstellungs- und Kommunikationsdesign in Berlin und IT’S ABOUT exhibitions, Berlin. Die innovative Präsentation eines inhaltlich nicht einfachen Themas durch Raumgliederung, Farbgestaltung, Lichtführung und den Einsatz unterschiedlicher Medien wie Hörstationen, historische Filme und aktive Bildschirme zeichnet die Gestaltung der neuen NS-Dokumentation besonders aus, ebenso der barrierefreie Rundgang. Mit der Nominierung ist die Verleihung des Labels »German Design Award Nominee 2018« verbunden.www.vogelsang-ip.de Ein Dreivierteljahr nach ihrer Eröffnung im September 2016 hat die NS-Dokumentation „Bestimmung: Herrenmensch. NS-Ordensburgen zwischen Faszination und Verbrechen“ im neuen Forum Vogelsang IP eine besondere Würdigung erfahren. Das…

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Angst vor auslaufendem Gefahrstoff

Bleialf. Zu einem Großeinsatz kam es am Samstagnachmittag, 24. Juni, in Bleialf, weil von der Ladefläche eines geparkten Sattelschleppers eine Flüssigkeit tropfte. Die Ladung des Sattelschleppers: 22 Tonnen Umverpackungen von Industrieabfällen. Der Betreiber eines anliegenden Campingplatzes informierte die Polizei Prüm, da der Lkw mit einer Warntafel als Gefahrguttransporter gekennzeichnet war. Anhand der Gefahrgutkennung war eine eindeutige Zuordnung des Ladegutes nicht möglich. Überprüfungen der Feuerwehr vor Ort ergaben,dass sich aus den festgestellten Stoffen eine giftige Verbindung bilden könnte. Daher wurde das Gebiet in einem Radius von 100 Metern abgesperrt und evakuiert. Betroffen waren Anwohner und Gäste des Campingplatzes, die in der Grundschule untergebracht wurden. Die Feuerwehr forderte Spezialkräfte aus dem Landkreis Euskirchen und von der Berufsfeuerwehr Köln an. Deren Analytische Task Force (ATF) ist in der Erkennung und Bekämpfung von biologischen, chemischen und radiologischen Gefahren ausgebildet. Die ATF gab schließlich gegen 20 Uhr Entwarnung, es bestünde keine Gesundheitsgefährdung für die Anwohner. Neben den Beamten der Polizeiinspektion Prüm waren ca. 180 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK und THW vor Ort. Symbolfoto: ArchivZu einem Großeinsatz kam es am Samstagnachmittag, 24. Juni, in Bleialf, weil von der Ladefläche eines geparkten Sattelschleppers eine Flüssigkeit tropfte. Die Ladung des Sattelschleppers: 22 Tonnen Umverpackungen von Industrieabfällen. Der Betreiber…

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Er begeisterte Basta, Becker und Beikircher

Remagen. Martin Tillmann war mehr als 30 Jahre lang Leiter des Verkehrsamtes der Stadt Remagen und damit auch verantwortlich für das Kulturprogramm in der Rheinhalle. Seit dem 31. Mai 2017 ist Tillmann im Ruhestand. An seinem letzten Arbeitstag sprach er mit dem WochenSpiegel über seinen Beruf und seine Berufung. »Vom Tellerwäscher zum Kulturchef« könnte man überspitzt titeln, wenn man sich den beruflichen Werdegang von Martin Tillmann vor Augen führt (siehe gelber Kasten), aber diese Beschreibung würde dem Wirken des ehemaligen Remagener Touristik-Chefs nur wenig gerecht. Unumstritten ist, dass Martin Tillmann der Rheinhalle in Remagen zu ihrem heutigen Ansehen verholfen hat. »Mit der Eröffnung der Halle 1983 hat sich das kulturelle Leben in der Stadt grundlegend verändert – zum Positiven. Remagen hat sich zur Kabarett-Stadt zwischen Bonn und Koblenz gemausert«, erklärt Tillmann nicht ganz ohne Stolz. Remagens ehemaliger Bürgermeister Hans Peter Kürten hatte Tillmann Anfang der 90er beauftragt eine Kleinkunstreihe in der Rheinhalle zu organisieren. Keine schlechte Entscheidung, wie sich zeigen sollte. Bis heute haben hunderte Kabarettisten und Comedystars die Bühne der Rheinhalle bespielt. »Anfangs fanden die Veranstaltungen noch im Foyer der Halle statt. Später mussten wir dann auf die große Bühne umziehen, weil immer mehr Besucher kamen«, erinnert sich Tillmann. Große Namen wie Kabarett-Ikone Hanns Dieter Hüsch, Wilfried Schmickler, Konrad Beikirchen, Jürgen Becker, Bernd Stelter, Gaby Köster, Dieter Nuhr oder Bülent Ceylan haben in vielen Jahren der Rheinhalle ihren Besuch abgestattet. »Ich hatte immer das irrsinnige Glück, dass ich viele große Künstler erwischt habe, bevor deren Karriere durch die Decke ging. Die meisten spielen heute vor wesentlich größerem Publikum«, sagt der 63-Jährige. Auch Bands und Musiker wie Wolf Biermann, Eva-Maria Hagen, Basta, BAP oder die Bläck Fööss spielten für das Remagener Publikum. Auf du und du mit den Künstlern Fast alle Künstler haben ihre Spuren beziehungsweise ihre Autogrammkarten in der Künstlergarderobe der Rheinhalle hinterlassen. »Es war immer sehr witzig anzusehen, wenn Künster nach einigen Jahren wiederkamen und unter hunderten von Karten ihre eigene gesucht haben«, sagt Tillmann mit einem Schmunzeln. Aber nicht nur deshalb sind ihm die Künstler in Erinnerung geblieben. Über die Jahre haben sich auch einige Bekanntschaften und Freundschaften entwickelt. So bekam Martin Tillmann zum Abschied eine Video-Botschaft mit persönlichen, kabarettistischen Grüßen von Konrad Beikircher, Bodo Bach, Jürgen Becker, Wilfried Schmickler, Basta und anderen. Nahezu alle lobten dabei, die freundliche Art Tillmanns und die perfekte Organisation der Events, inklusive dem stets gut gefüllten Kühlschrank in der Garderobe. Die Erfahrungen, die Martin Tillmann in seiner Zeit als Freiberufler in der Gastronomie sammelte, kamen ihm dabei sicher zugute. Nachfolger ist ein Glücksfall Dass Martin Tillmanns Beruf als Tourismus- und Kulturchef zu Berufung wurde, erklärt er mit den Worten: » Was gibt es größeres, als Spaß an der Arbeit zu haben und gleichzeitig anderen Menschen damit Freude zu bereiten.« Sorgen machen, dass das Programm in der Rheinhalle zukünftig qualitativ nachlässt, muss man sich übrigens nicht machen. Marcel Möcking ist Tillmanns Nachfolger. »Es ist ein absoluter Glücksfall, dass wir schon ein Jahr lang zusammenarbeiten konnten. Ich bin sicher, dass Marcel seinen Job gut machen wird«, so Tillmann. In sogenannten »Unruhestand« wird Tillmann ehrenamtlich im Vorstand der VHS Remagen mitarbeiten. »Ich werde dann unter anderem Studienreisen begleiten«, sagt Tillmann. »Außerdem werde ich meinen ältesten Sohn hin und wieder in seiner Feuerwerksfirma unterstützen. Aber man wird mich sicher auch noch das eine oder andere Mal in der Halle sehen«, verspricht der Ruheständler. Zur Person: Martin Tillmann wurde am 8. Januar in Dortmund geboren. Während seiner Schulzeit, die er mit der Mittleren Reife abschloss, zog er in seine heutige Heimat Remagen um. 1974 schloss er seine Lehre als Bankkaufmann ab, danach war er einen Monat lang kaufmännischer Angestellter bei der Volksbank. Von Oktober 1974 bis Mai 1979 war er Zeitsoldat. Von Oktober 1978 bis Mitte Mai 1979 war er freiberuflich in der Gastronomie tätig. Am 17. Mai 1979 wurde er Schwimmeister-Gehilfe bei der Stadt Remagen, später wurde er Schichtführer und Vertreter des leitenden Schwimmeisters. Ab Oktober 1981 arbeitete er als Verwaltungsangestellter bei der Stadtkasse, von Mai 1982 bis Juli 1984 absolvierte er den Verwaltungslehrgang I. Von Januar 1986 bis 31. Mai 2017 war der zweifache Familienvater Leiter des Verkehrsamtes des Stadt Remagen. Neben vielen anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten war Tillmann Vorsitzender des Vereins »Romantischer Rhein« (1996 bis 2017). Quelle: www.AW-Wiki.de (dort gibt es auch die vollständige Vita.Martin Tillmann war mehr als 30 Jahre lang Leiter des Verkehrsamtes der Stadt Remagen und damit auch verantwortlich für das Kulturprogramm in der Rheinhalle. Seit dem 31. Mai 2017 ist Tillmann im Ruhestand. An seinem letzten Arbeitstag sprach er mit…

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200 Tiere werden täglich betreut

Bad Bodendorf. Über 200 Tiere werden vom Verein „Tier- und Naturfreunde Schwanenteich“ betreut. Der kleine Zoo am Rande von Bad Bodendorf wird komplett ehrenamtlich betrieben und der Verein sucht immer Helfer und Unterstützer. Der WochenSpiegel hat einer Ehrenamtlerin bei der Arbeit über die Schulter geschaut. Beate Altmann zieht einen ganzen Bollerwagen mit Eimern voller Gemüse hinter sich her. Es regnet in Strömen, der Boden zwischen den Gehegen ist matschig. „Das ist jetzt nicht repräsentativ“, lacht Beate Altmann. Normalerweise sei es sehr schön um den Schwanenteich. Aber es hilft nichts, auch im Regen haben die Schafe, Ziegen, Hühner, Gänse, Enten, Waschbären, Papageien, Kaninchen, Pferde und Ponys Hunger. Gut ein Jahr arbeitet Beate Altmann im Verein mit. „Eigentlich war ich immer zwiegespalten, was Vereinsarbeit angeht“, sagt sie. 2009 ist Altmann nach Bad Bodendorf gezogen und war beeindruckt von dem ehrenamtlichen Engagement in dem Ort. Doch damit, sich selber irgendwo zu engagieren, tat sie sich schwer. Wird man überhaupt akzeptiert, als jemand der zugezogen ist? Wird man zu viel beansprucht? Das waren die Sorgen, die sie hatte. Als sie dann aber im vergangenen Jahr bei den großen Regenfällen erfuhr, dass der ehrenamtliche Zoo unter Wasser stand, beschloss sie zu helfen. Die Helfer, so erinnert sie sich, waren am Limit, als sie am Schwanenteich ankam. Dankbar für jede Unterstützung wurde sie in Empfang genommen und halt direkt mit, das Gemüse für die Tiere zu schneiden und das Chaos vom Hochwasser aufzuräumen. „Ich fand, das war eine tolle Sache“, erinnert sie sich. Dieses Erlebnis gab für sie den Ausschlag, im Verein mitzumachen. Heimatgefühl Mittlerweile übernimmt sie einmal in der Woche die Fütterung. „Die Tiere wissen schon, was kommt“, sagt sie, als sie den Wagen vor dem Gehege mit den Schafen und Ziegen parkt. Sofort kommen die Tiere aus ihrem Unterstand geflitzt und scharen sich um das Tor. Vielstimmiges Blöken begleitet Beate Altmann, als sie das geschnittene Gemüse im Gehege verteilt. „Man muss auf sich aufpassen“, erklärt Beate Altmann. Nicht wegen der Tiere, sondern wegen der eigenen Zeit. „Es gibt viele Leute, die sehr viel machen“, erzählt sie. Ein Mitglied, eine ältere Dame um die achtzig, sei jeden Tag – egal ob in der Woche, am Wochenende oder am Feiertag – mehrere Stunden aktiv. „Man muss klar für sich sagen, was man kann und was man nicht kann“, erklärt sie. Dass sei aber kein Problem. Altmann übernimmt mittlerweile jeden Montag die Fütterung. Sie vermutet, dass er nicht wenigen Leuten geht wie ihr. Dass sie sich scheuen, ehrenamtlich aktiv zu werden - aus ähnlichen Gründen. Auch deshalb hat Beate Altmann sich bereit erklärt, von ihren Erfahrungen zu erzählen. „Eigentlich gehören ganz andere Leute ins Rampenlicht“, betont sie. Lange hat es für sie gedauert, nach dem Umzug nach Bad Bodendorf sich hier wirklich angekommen zu fühlen. „Das Ehrenamt hilft unbedingt dabei“, betont sie. Mittlerweile identifiziert sie sich mit dem Tierpark und seinen Tieren. Das ganze bringt ein Stück Heimat, denn ob sie aus Bodendorf kommt oder nicht, das hat niemanden von den Helfern interessiert. Martina Weiland gehört zum Vorstandsteam der „Tier- und Naturfreunde Schwanenteich“ und weiß viel Arbeit in dem Tierpark ansteht. „Es sind täglich 16 Stunden Arbeit, die getan werden müssen“, erklärt sie. Damit allerdings ist noch kein Handschlag über das Füttern und Ausmisten hinaus erledigt. Auch muss das Futter besorgt werden – dass alleine sind jede Woche neun Fahrten zu den unterschiedlichen Spendern in der Region. „Für einige von uns ist das ein Vollzeit-Job“, sagt Weiland. Unterstützt wird der Verein von einer bezahlten Halbtagskraft. Deshalb das Team über jede helfende Hand aber auch über jedes Mitglied, dass nur seinen Beitrag bezahlt und sonst nicht mitwirkt, froh.  Zurzeit sind es 320 Mitglieder insgesamt und 25, die wirklich aktiv mitmachen. Mehr unter: www.schwanenteich.comÜber 200 Tiere werden vom Verein „Tier- und Naturfreunde Schwanenteich“ betreut. Der kleine Zoo am Rande von Bad Bodendorf wird komplett ehrenamtlich betrieben und der Verein sucht immer Helfer und Unterstützer. Der WochenSpiegel hat einer…

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