Von Oberbettingen bis nach Gerolstein

Monschau. Diese besonders reizvolle Etappe schließt den zweiten Abschnitt des EifelBahnSteigs in würdiger Form ab. Der Titel Vulkane, Höhlen, Trockenmaare verweist schon darauf, dass wir durch die Vulkaneifel wandern. Eifel. Vulkanische Reste begleiten uns durchgehend: Bald hinter Oberbettingen treffen wir auf den Lühwald-Aufschluss, später auf den Rother Kopf, die Lavagrube Kasselburger Hahn, und schließlich durchwandern wir die Gerolsteiner Dolomiten. Nur zweimal durchqueren wir ausgedehntere Waldpassagen, ansonsten geht es viel durch offenes Gelände mit ständig wechselnden Blicken. Besonders zu erwähnen sind der »Heimatblick« oberhalb von Niederbettingen, der Rastplatz und der Rundblick »Rother Kopf« und die Munterley und andere Aussichtspunkte oberhalb von Gerolstein. Die Rother Mühlsteinhöhlen, das Trockenmaar Papenkaule, die Buchenlochhöhle bei Gerolstein und nicht zuletzt die Kasselburg sind weitere Höhepunkte dieser abwechslungsreichen Tour. Wir wandern von Oberbettingen zunächst nach Westen zum Lühwald-Aufschluss, dann weiter in südöstlicher Richtung; nach einem längeren Waldstück erreichen wir den »Heimatblick« und gehen von hier - passagenweise gemeinsam mit dem Eifelsteig - abwärts nach Roth und dann auf den Rother Kopf mit seinen Mühlsteinhöhlen und herrlichen Aussichtspunkten. Nach einem traumhaft schönen Pfadstück und einer zweiten längeren Walddurchquerung kommen wir weit nach Osten zur Lavagrube »Kasselburger Hahn« und bald darauf zur Kasselburg. Von dort wandern wir mit dem Vulkanweg über die Höhe oberhalb des Kylltals zu den Gerolsteiner Dolomiten mit Papenkaule, Buchenlochhöhle und Munterley, ehe wir auf schönem Pfad nach Gerolstein absteigen. Die Route umfasst knapp 21 km und hat auch einige Höhenmeter aufzuweisen, die aber freundlich verteilt sind. Auf der Tour gibt es nur zwei steile Anstiege, beide sehr kurz. Einkehren kann man erst spät, nämlich auf der Kasselburg.Alle Details zur Tour (Anreise, Beschreibung des Streckenverlaufs, GPS-Track, zahlreiche Fotos etc.) finden Interessierte auf der Internetseite: www.naturaktiverleben.de/?IndexTour=84 Diese besonders reizvolle Etappe schließt den zweiten Abschnitt des EifelBahnSteigs in würdiger Form ab. Der Titel Vulkane, Höhlen, Trockenmaare verweist schon darauf, dass wir durch die Vulkaneifel wandern. Eifel. Vulkanische Reste…

weiterlesen

In­tu­i­tiv mit Spaß die Natur entdecken

Kalterherberg. Im Juli will die Zukunftswerkstatt Kalterherberg den Walderlebnisparcours eröffnen. Derzeit laufen die Arbeiten auf Hochtouren. In dem Parcours sollen Kinder spielerisch die regionale Natur und ihre Tierwelt kennenlernen. Jochen Leyendecker, Vorsitzender des Vereins Zukunftswerkstatt Kalterherberg, hat die Idee bereits vor  einiger Zeit aus dem Allgäu mitgebracht. Bis zur Umsetzung des Parcours dauerte es allerdings einige Zeit. Zunächst musste der passende Standort gefunden werden und es mussten zahlreiche Anträge gestellt werden. Auch die Auflagen, die der Verein aufgrund des angrenzenden Naturschutzgebiets einhalten muss, sorgten für einigen Aufwand. Beete angelegt Doch seit Anfang März wird zügig an der Umsetzung gearbeitet. Finanzielle Unterstützung erfährt das Projekt durch das EU-Förderprogramm Leader. Der Erlebnisplatz soll nicht einfach in die Natur gesetzt werden, sondern ganz schonend ein Teil davon werden. Geplant sind beispielsweise Stationen, an denen man die Holz- und Stammverwitterung erleben kann. Auch zurückgelassene  Wurzelteller sollen in die Gestaltung eingebunden werden. Heimische Pflanzen und Kräuter werden in eigens dafür angelegte Beete an der Schutzhütte umgepflanzt. Die Macher wollen so im Wald einen Lernort schaffen, der den Kindern Spaß macht. Die Mitglieder der Zukunftswerkstatt Kalterherberg haben bereits viele Arbeitsstunden in dieses Projekt gesteckt. In Zukunft wollen sie sich um die Pflege und die Instandhaltung des Walderlebnisparcours kümmern. Der Verein hofft, weitere Mitstreiter zu finden, die dafür sorgen, dass die zahlreichen Stationen wie die Baumstammwippe, das Baumtelefon oder die Sprunggrube in gutem Zustand bleiben. Gut im Zeitplan Bei den Einrichtungen und Vereinen in Kalterherberg und Umgebung wurde das Projekt schon vorgestellt.  So haben zum Beispiel die Organisatoren der örtlichen Sommerferienspiele einen Besuch der Anlage schon fest eingeplant. Bis dahin muss alles fertig sein. Laut Jochen Leyendecker ist das kein Problem, da man „gut im Zeitplan“ liege. Dabei kann er auf jeden Fall auf die tatkräftige Unterstützung aus seinem Verein setzen. Weitere Informationen gibt es im Internet.www.zukunftswerkstatt-kalterherberg.eu Im Juli will die Zukunftswerkstatt Kalterherberg den Walderlebnisparcours eröffnen. Derzeit laufen die Arbeiten auf Hochtouren. In dem Parcours sollen Kinder spielerisch die regionale Natur und ihre Tierwelt kennenlernen. Jochen Leyendecker,…

weiterlesen

Ein Eifeldom aus Steinen der Heimat

Kalterherberg. Beim Bau der Basilika 1898 zeigten die Kalterherberger, dass sie gemeinschaftlich einiges in ihrem Dorf bewirken können. Die Zahl der Kirchenbesucher geht zurück und es gibt immer weniger Pfarrer für immer mehr Kirchengemeinden. St. Lambertus in Kalterherberg, eine von mehreren katholischen Kirchen in der Gemeinschaft der Gemeinden Monschau, ist davon auch betroffen. Vor über 450 Jahren sah das natürlich anders aus. Von der Kapelle zur Kirche Eine eigene Kapelle sollen sich die Kalterherberger schon im Jahre 1550 errichtet haben. Da der Andrang der Gläubigen stieg, wurde diese Kapelle zu einer Kirche ausgebaut, die das Taufrecht und das Recht der Aussprache der Ehe erlang. Dafür brauchte man rund zwei Jahrhunderte. Bis Kalterherberg zu einer selbstständigen Pfarrei wurde, dauerte es noch bis 1827. Für die rund 1100 Menschen, die damals in Kalterherberg lebten, wurde die Kirche jedoch zu klein. Spendenfond So wurde der Bau eines neuen Gotteshauses beschlossen. Um ihn zu finanzieren, rief Pfarrer Peter Wilhelm Hemkes im Jahr 1866 ein Fond ins Leben. Da er nicht ausreichte, wurde der Fehlbetrag über Hauskollekte eingesammelt. Rund 30 Jahre nach Gründung des Fonds konnte unter Pfarrer Gerhard Joseph Arnoldy mit dem Bau des neuen zweitürmigen „Eifeldoms“ begonnen werden. Dazu wurden unterschiedliche Gesteine aus dem Eifler Raum herangekarrt. Ein Teil entstammt etwa aus einem Steinbruch an der Richelsley am Rande des Hohen Venns geschlagen. Zur damaligen Zeit hatte die Kirche einen besonderen Stellenwert, da sie im neuromanischen Stil erbaut wurde – und nicht im neugotischen Stil wie der Großteil der Kirchen der damaligen Neubauwelle. Der Kölner Weinbischof Dr. Antonius Fischer weihte die Kirche am 14. Juli 1901 ein. Seitdem trägt die Basilika den Namen St. Lambertus, benannt nach Bischof Lambert von Lüttich. Rosenkranzfenster Neben der Doppelturmfassade, auf der das Dorfwappen verewigt ist, fällt die Dreischiffigkeit des Eifeldoms auf. Ebenfalls ins Auge fallen die fünf Rosenkranzfenster, die die Heilige Familie zeigen. Zwischen 1954 und 1957 fanden Instandsetzungsmaßnahmen statt. Aus dieser Zeit stammen zwei Leuchter, der Tabernakel und das heutige Eingangsportal. Das Portal ist eine Arbeit von Egiono Weinert. Beim Bau der Basilika 1898 zeigten die Kalterherberger, dass sie gemeinschaftlich einiges in ihrem Dorf bewirken können. Die Zahl der Kirchenbesucher geht zurück und es gibt immer weniger Pfarrer für immer mehr Kirchengemeinden. St. Lambertus in…

weiterlesen