IHK fordert Reaktor-Sanierung

Altkreis Monschau. Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen fordert die Sanierung des umstrittenen Reaktors des nahegelegenen belgischen Kernkraftwerks »Tihange 2«. Region. „Die durch die belgischen Behörden geforderten und zum Teil bereits begonnenen, aber verzögerten Maßnahmen – etwa die gefilterte Druckentlastung als Ergebnis der europäischen Stresstests – sollen forciert werden, um einen möglichst sicheren Betrieb zu gewährleisten. Bis dahin sollte die Anlage außer Betrieb gesetzt werden“, heißt es in dem Beschluss. Das Wirtschaftsparlament der Region begründete seinen Appell mit dem Engagement „für ein sicheres Leben und Arbeiten, aber auch für den Erhalt des attraktiven Wirtschaftsstandortes“. Der Beschluss war infolge eines Vortrages von und nach einer Diskussion mit Gastredner Professor Dr. Hans-Josef Allelein entstanden. Der Inhaber des Lehrstuhls für Reaktorsicherheit und -technik der RWTH Aachen hatte in der IHK-Vollversammlung über die Sicherheit der belgischen Kernkraftwerke in Tihange vor allem mit Blick auf die Region Aachen referiert. „Es hat sich eine intensive Debatte entwickelt, nach der die Unternehmer mit einer deutlichen Mehrheit zu einem klaren Ergebnis gekommen sind“, resümierte IHK-Präsident Bert Wirtz.Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen fordert die Sanierung des umstrittenen Reaktors des nahegelegenen belgischen Kernkraftwerks »Tihange 2«. Region. „Die durch die belgischen Behörden geforderten und zum Teil bereits…

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Eifeler Kinderfilmreihe ist gestartet

Imgenbroich. Die Kinderfilmreihe des Amtes für Kinder, Jugend und Familienberatung der StädteRegion Aachen ist und bleibt ein beliebtes kulturelles Angebot für Kinder. Der »Dauerbrenner« in der städteregionalen Jugendarbeit geht 2017 bereits in sein 39. Jahr.Eifel. Die Kosten betragen an allen Kinonachmittagen zwei Euro pro Person. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 15.30 Uhr und enden gegen 18 Uhr. Insgesamt werden 2017 wieder neun Kinderfilme an fünf Orten gezeigt: jeweils montags im Jugendhaus Rott, dienstags im Pfarrzentrum Kalterherberg, mittwochs im Druckereimuseum Weiss, donnerstags Im Sportheim des TSV Kesternich und freitags im Haus Loven in Roetgen. »Einen spannenden und lustigen Spielfilm gemeinsam zu erleben und anschließend mit Bastel- und Spielaktionen ein wenig nachzuspielen macht Kindern auch heute noch viel Spaß«, sagt Ralf Pauli, Jugendpfleger beim städteregionalen Jugendamt. »Dies ist vor allem ein Verdienst der Filmteams, die sich immer wieder neue, kreative Sachen ausdenken, um jeden Kinobesuch zu einem kleinen Ereignis werden zu lassen.« Pauli weiter: »Die Programmhefte und Plakate sind noch vor Weihnachten an die Kindergärten, Grundschulen und Rathäuser in Monschau, Roetgen und Simmerath versandt worden. Und natürlich kann man bei mir auf Anfrage ein Programmheft kostenfrei erhalten«, ergänzt Claudia Vaaßen, zuständige Mitarbeiterin im Jugendamt. Vaaßen hatte sich bereits Mitte 2016 mit den örtlichen Teams zusammengesetzt und geeignete Filme von der Clubfilmothek der Jugend ausgewählt. »Dabei konnten wir von den langjährigen Erfahrungen einzelner Helferinnen toll profitieren, die viele Filme kennen und wissen, was bei den Kids toll ankommt. Auch selbst dann, wenn ein Film schon bekannt ist, schaffen die Teams beim Kinderkino immer eine besondere Atmosphäre«, freut sich Vaaßen. Im Oktober gibt es außerdem ein ganz besonderes Highlight: einen Filmworkshop! Auf diese Weise möchte das Team des Monschauer Internet-Fernsehsenders Mon TV und der Playfour Media Group Kindern im Alter von acht bis zwölf Jahren eine Möglichkeit geben, das Film- und Mediengeschäft aktiv kennenzulernen. Konkret geschieht dies in Form eines eigenen kleinen Magazins, das an einem Tag während eines Workshops entsteht.Die Kinderfilmreihe des Amtes für Kinder, Jugend und Familienberatung der StädteRegion Aachen ist und bleibt ein beliebtes kulturelles Angebot für Kinder. Der »Dauerbrenner« in der städteregionalen Jugendarbeit geht 2017 bereits in sein 39.…

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Nach Zusamenstoß auf der A1 - Auto kippt auf Seite

Wittlich. Am Samstag, 21.Januar,11.35 Uhr befuhr ein 27-jähriger Mann aus der Pfalz mit seinem Pkw Mazda die A1 aus Richtung Hasborn kommend in Richtung Autobahnkreuz Wittlich. Vor der Anschlussstelle Wittlich-Mitte wird die Fahrbahn aufgrund einer Dauerbaustelle von zwei auf einen Fahrstreifen reduziert. Hierbei wird der Verkehr von der Überholspur auf die rechte Spur übergeleitet. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit ist aus diesem Grund auf 80 km/h reduziert. Nach Zeugenaussagen und nach Ermittlungen der Polizei fuhr der junge Mann mit zu hoher Geschwindigkeit auf der Überholspur bis zu der Absperrung. Als er hier im letzten Moment auf den rechten Fahrstreifen wechselte, kollidierte er mit dem dort fahrenden Pkw Daihatsu eines 56-jährigen Mannes aus Hessen. Der Daihatsu geriet dadurch ins Schleudern, drehte sich um die eigene Achse und kippte auf die Seite. Der Mazda des Unfallverursachers kam leicht beschädigt entgegen der Fahrtrichtung zum Stehen. Der Unfallverursacher wurde bei dem Unfall nicht verletzt. Im Daihatsu wurde die Ehefrau des Fahrers leicht verletzt und mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus Wittlich eingeliefert. Eine weitere 40-jährige Mitfahrerin im Daihatsu sowie dessen Fahrer blieben unverletzt. Bedingt durch die Landung des Rettungshubschraubers musste die Fahrbahn in Richtung Trier für rund eine halbe Stunde voll gesperrt werden. Hierdurch kam es zu einem Rückstau von drei Kilometern Länge. Im Einsatz waren der Rettungshubschrauber Christoph 10 aus Wittlich, ein Rettungswagen des DRK Wittlich und ein Rettungswagen des DRK Manderscheid, die Feuerwehr Wittlich mit 25 Kräften, ein örtlicher Abschleppunternehmer sowie die Polizeiautobahnstation Schweich.

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Ein Modezar und zwei Ex-Weinköniginnen an der Spitze

Ahrweiler. Ein kleiner Text zum Hospiz-Verein Rhein-Ahr vom 2. September 2007 war der erste Eintrag ins AW-Wiki. Fast zehn Jahre sind seitdem vergangen, und der Beitrag zum Hospiz-Verein wie das AW-Wiki insgesamt sind seitdem zu beachtlicher Größe gewachsen.  Für die Initiative »AW im Netz« war das jetzt Anlass, sich im Haus der Familie in Bad Neuenahr einen Abend lang mit dieser Online-Enzyklopädie für den Kreis Ahrweiler zu beschäftigen. Das AW-Wiki, so Gründer Anton Simons habe sich inzwischen zu einem universellen Führer durch den Kreis Ahrweiler entwickelt. Die Zahl der Artikel sei im vergangenen Jahr um 1500 auf jetzt 20.500 gewachsen. Außerdem seien 1700 Fotos ins Wiki hochgeladen worden; ihre Gesamtzahl liege nun bei fast 11.500. Im Laufe der Jahre hätten sich 964 Nutzer angemeldet, um beim Auf- und Ausbau des Wikis mit zu helfen. 116 davon seien 2016 aktiv gewesen. Texte, Fotos, Karten155.000 Artikel-Bearbeitungen habe es im vergangenen Jahr gegeben. Neben geschriebenen Texten und Fotos gebe es im AW-Wiki inzwischen auch eine stattliche Anzahl von Videos, beispielsweise von der Platt-Akademie in Ahrweiler, und Kartenausschnitte. Das AW-Wiki, eines von etwa 40 Stadt- und Regionalwikis in Deutschland, sei, wie Simons sagte, hinter dem Stadtwiki Karlsruhe Deutschlands zweitgrößte derartige Online-Enzyklopädie.Zu den am häufigsten aufgerufenen Artikeln zählten die AW-Wiki-Einträge zum Modeschöpfer Alfredo Pauly, zu den aus Dernau stammenden ehemaligen deutschen Weinköniginnen Mandy Großgarten und Julia Bertram sowie zu Eveline Lemke, der in Bad Bodendorf wohnenden ehemaligen Wirtschaftsministerin von Rheinland-Pfalz. Ganz weit oben in der Rangliste der am häufigsten aufgerufenen Artikel stünden auch die Beiträge zu Nürburgring, Laacher See und Rotweinwanderweg sowie zur Dokumentationsstätte Regierungsbunker und zur Brücke von Remagen.9000 PersonenAls »Who’s who für den Kreis Ahrweiler« enthalte das AW-Wiki inzwischen Artikel zu fast 9000 Personen aus Gegenwart und Geschichte des Kreises – zu Politikern und Pfarrern, zu Vereinsvorsitzenden, leitenden Mitarbeitern der kommunalen Verwaltungen, zu Wein-, Brunnen-, Bohnen- und Fischerköniginnen aus dem Kreis sowie zu Heimatforschern und Lokaljournalisten der Rhein-Ahr-Region.Darüber hinaus sei das AW-Wiki heute ein nahezu vollständiger Führer durch das Vereinswesen und die Behördenlandschaft sowie zu Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen des Kreises. Es enthalte Infos zu Freizeitangeboten für Einheimische und Touristen, etwa zu Sportstätten, Museen, Ausflugszielen und Sehenswürdigkeiten, sowie zu Backhäusern und Brücken, zu Rat-, Bürger- und Feuerwehrhäusern sowie zu den Gedenkstätten, die in nahezu jedem Ort der Region an die Opfer der beiden Weltkriege erinnern. In eigenen Zielgruppen-Portalen bündele das AW-Wiki Infos für Neubürger, Behinderte und Senioren sowie für Frauen und Mädchen, und in Themen-Portalen würden Informationen etwa zum Ahr-Weinbau, zu regenerativen Energien, zu Wandern, Wirtschaft und zu Einkaufsmöglichkeiten für landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der Region zusammengefasst.Leicht verständlichGrundanliegen des AW-Wikis sei, wie Anton Simons weiter ausführte, »all das nach einem einheitlichen Ordnungssystem zu erschließen, was im AW-Kreis von öffentlichem Interesse ist oder war«, in leicht verständlichen Texten darzustellen und als Open Content zur Verfügung zu stellen. Sämtliche Wiki-Texte und ein großer Teil der Fotos dürften nämlich frei verwendet werden. Einzige Bedingung: das AW-Wiki wird als Quelle genannt. Zu den Prinzipien fürs Verfassen von Wiki-Beiträgen zählten redaktionelle Unabhängigkeit und ein neutraler Standpunkt: Themen sollten sachlich dargestellt und persönliche Standpunkte der Wiki-Autoren seien dabei aus den Artikeln heraus zu halten. Das gelte insbesondere für Artikel zu umstrittenen Themen - etwa dem geplanten Güllebecken auf der Grafschaft, zum Nahversorgungszentrum auf dem ehemaligen Rick-Gelände in Sinzig und zur Umgehungsstraße für Lohrsdorf.Interview mit AW-WIKI-Gründer Anton SimonsAnton Simons ist der Gründer des AW-Wiki. Der WochenSpiegel hat mit ihm über die Entstehung und Pflege des Regionalwikis gesprochen. Wie ist die Idee für das AW-Wiki entstanden? Ich war als Lokaljournalist tätig und habe 2004 mit einem internen Wiki für mein Wissensmanagement angefangen. Dann habe ich überlegt, ob man das nicht auch online zugänglich machen könnte und Leute finden könnte, die das Wiki mit ausbauen wollen. Was waren die ersten Schritte? Die erste Frage für mich war: Geht das überhaupt im Lokalen oder schlagen mir die Leute den Schädel ein, wenn ich Infos über sie ins Netz stelle. Aber es ging. Es ist wichtig, dass die Informationen gut belegt sind, beispielsweise durch Verweise auf den entsprechenden Berichte in der Tageszeitungen. Wie gehen sie sicher, dass die eingestellten Artikel korrekt sind?  Wenn etwas veröffentlicht wird, passiert das in Echtzeit. Ich lese aber jeden Tag die aktuellen Veränderungen am Wiki. Also neue Einträge und die Veränderungen an alten Einträgen. Dabei gibt es zum Glück ganz wenig Trolle, die falsche Dinge eintragen. 99 Prozent der Artikel kann ich so übernehmen. Wie sieht die Zukunft des AW-Wiki aus?  Nachdem alle grundsätzlichen Dinge im Wiki sind, geht es darum, das alles aktuell zu halten. Außerdem suche ich einen Träger, der die Verantwortung übernehmen kann. Das würde ich gerne abgeben. Weiterarbeiten an dem Wiki werde ich natürlich trotzdem.Ein kleiner Text zum Hospiz-Verein Rhein-Ahr vom 2. September 2007 war der erste Eintrag ins AW-Wiki. Fast zehn Jahre sind seitdem vergangen, und der Beitrag zum Hospiz-Verein wie das AW-Wiki insgesamt sind seitdem zu beachtlicher Größe gewachsen.…

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Spürnasen für entlaufene Tiere

Adenau. Monika Wirfs und Susanne Lehmann helfen mit ihren Hunden Trusty und Jimmy Haltern dabei, ihre entlaufenen Haustiere wieder zu finden. Ihre Hilfe wird oft in Anspruch genommen. Wie Susanne Lehmann und ihr Hund Trusty zusammen gekommen sind, ist eigentlich schon eine Geschichte für sich. Lehmann hörte von einem Tier, das offenbar herrenlos im Wald bei Adenau herumlief. »Als ich davon hörte, wollte ich dem Hund helfen«, erzählt Lehmann. Über drei Monate hinweg machte sie sich auf die Suche nach dem herrenlosen Hund. Während dieser Zeit lernte sie Monika Wirfs und ihren Suchhund Jimmy kennen. »Als wird den Hund schließlich gefunden hatten, habe ich ihn aufgenommen«, so Lehmann. Sonst wäre Trusty im Tierheim gelandet. Diesen Hund hat Lehmann nun zum Suchhund ausgebildet und gemeinsam mit Wirfs beschlossen, die Talente der Tiere für einen sinnvollen Zweck zu nutzen.Hunde suchen Tiere Die beiden Damen gründeten ein Suchhundeteam – aber eines das nicht nach Menschen sondern nach entlaufenen Tieren sucht. »Die Hunde könnten auch Menschen finden«, erklärt Wirfs. Aber ihre Tiere haben die beiden privat und ohne offizielles Zertifikat ausgebildet. »Das braucht man für die Tiersuche ja auch nicht«, sagt Wirfs. Anfangs haben sie ihr Angebot einfach privat verbreitet und ausgeholfen, wenn jemand um Unterstützung bat. Vor einem Jahr jedoch haben die beiden mit ihrem Team eine Homepage eröffnet und ihre Arbeit vorgestellt. 29 Mal wurden Wirfs und Lehmann in 2016 angerufen, um nach entlaufenen Haustieren zu suchen. Ihr Team ist mittlerweile auf vier Frauen mit fünf Suchhunden angewachsen. Katzen, Pferde und vor allem Hunde mussten Trusty und Jimmy und ihre neuen Kameraden bereits aufspüren. »27 Tiere sind mittlerweile wieder zuhause«, sagt Lehmann. Die richtige SpurDie Formulierung ist mit Bedacht gewählt, denn nicht in allen Fällen finden die Hunde die Tiere selber. »Bei Katzen sind es zu viele Spuren«, erklärt Wirfs. Was die Hunde allerdings tun können, ist die Besitzer auf die richtige Spur bringen und das Gebiet eingrenzen, in denen die Katze sein könnte. So geschehen an Silvester, als eine kranke Katze entlaufen war. Da war das Team mit vier Hunden vor Ort und konnte ein Waldgebiet ausmachen, in dem die Katze sich wohlmöglich versteckte. »Wir haben den Besitzern dann gesagt, sie sollen mehrmals zwischen dem Waldgebiet und ihrem zuhause hin und her gehen«, sagte Wirfs. So wurde eine Geruchsspur gelegt, der die Katze nach Hause folgen konnte. »Am Abend dann ist sie zurückgekehrt«, erzählte Lehmann. Für Susanne Lehmann ist es eine besondere Freude, die Tiere aus der misslichen Lage zu befreien und wieder mit ihren Herrchen zu vereinen. »Es ist Wahnsinn zu sehen, wie froh die Tiere dann sind«, sagt sie. Haustiere, die sich verlaufen haben, womöglich mit der Leine noch irgendwo hängen geblieben sind, schalten nämlich auf einen Überlebensmodus. »Die Tiere geben keinen Mucks von sich«, sagt Lehmann. Sie hätten Angst, Feinde auf sich aufmerksam zu machen. Selbst wenn die Bezugsperson nach ihnen rufen würde, gäben sie aus Angst keinen Laut von sich. KontaktSusanne Lehmann (01 71 / 2 05 02 06) und Monika Wirfs (01 51/ 41 20 35 92) helfen bei der Suche nach entlaufenen Haustieren.www.tiersuchhunde.com Monika Wirfs und Susanne Lehmann helfen mit ihren Hunden Trusty und Jimmy Haltern dabei, ihre entlaufenen Haustiere wieder zu finden. Ihre Hilfe wird oft in Anspruch genommen. Wie Susanne Lehmann und ihr Hund Trusty zusammen gekommen sind,…

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