Evangelische Kirche Roetgen: Sanierung kostete 300.000 Euro

Roetgen. Seit Anfang des Jahres ist die evangelische Kirche in Roetgen geschlossen. Der Grund waren die umfangreichen Sanierungsarbeiten, die im Dachstuhl vorgenommen werden mussten. Die sind nun abgeschlossen. Roetgen (Tn). »Die tragenden Balken waren beschädigt«, erklärt Georg Schuppener, der stellvertretende Vorsitzende des Presbyteriums. Über 200 Jahre sind diese Balken alt und da sie direkt auf dem Stein auflagen, zog über die Jahre Feuchtigkeit in das Holz. »Es bestand die Gefahr, dass die Decke sich senken würde«, sagte Schuppener. Deshalb musste die Sanierung dringend in Angriff genommen werden. Für die evangelische Kirchengemeinde Monschauer Land bedeutete die Sanierung einen großen finanziellen Aufwand. 300.000 Euro sollte die Maßnahme kosten. Aufwändige Arbeiten »Bei einem Altbau gibt es ja immer Sachen, die außer der Reihe passieren können«, so Schuppener. Deshalb ist es für die Gemeinde ein großes Glück, dass nicht nur die Finanzplanung sondern auch die Zeitplanung genau gepasst hat. Der Kostenrahmen wurde nicht überzogen und bis auf wenige Tage wurden die veranschlagten sechs Monate eingehalten. Dabei war die Arbeit durchaus komplex und aufwändig. Mit Hydraulikpumpen mussten die oberen Balken angehoben werden, damit das angegriffene Holz darunter ausgetauscht werden konnten. Dabei verwendete man extra altes abgelagertes Eichenholz aus einer ehemaligen französischen Weinpresse, um dem Denkmalschutz zu entsprechen und den Charakter der Dachkonstruktion zu erhalten. Die ist nämlich durchaus außergewöhnlich: Wie bei einem Korb sind die einzelnen Balken miteinander verworben und tragen einander. Deshalb konnten sie nicht einfach einzeln ausgetauscht werden. Nachdem die Maßnahme nun abgeschlossen ist, kann die Kirche aber nicht direkt wieder genutzt werden. Das Gerüst muss erst abgebaut, die Bänke wieder eingebaut werden. Und auch die Orgel, die für die Dauer der Sanierung in Plastik eingepackt worden war, muss wieder ausgepackt und gestimmt werden. »Am 2. September werden wir die Kirche wiedereröffnen«, sagte Pfarrer Wolfgang Köhne, der die Sanierung begleitet hat und sich freut, nun mit einem Konzert und einem Umtrunk die Kirche wieder in Betrieb nehmen zu können. Von den Bauarbeiten sind einige, originale Nägel aus dem Jahr 1797 übrig geblieben, die die Gemeinde gegen Spenden abgibt. Diese fließen dann in das Sanierungsprojekt. Schon zuvor hatte die Kirchengemeinde erfolgreich einige Aufrufe gestartet. »Wir haben Spenden im fünfstelligen Bereich bekommen«, freute sich Pfarrer Köhne. Lager gesucht Die evangelische Kirchengemeinde besitzt ein eigenes Gerüst, dass zurzeit in der Roetgener Kirche steht. Bisher konnte die Gemeinde dieses Gerüst kostenlos bei einem Unterstützer lagern. Dieser Platz steht jetzt nicht mehr zur Verfügung, deshalb sucht die Gemeinde nun einen alternativen kostenlosen Unterstellplatz für ihr Baugerüst. Wer so einen Platz zur Verfügung stellen kann, darf sich gerne an Pfarrer Wolfgang Böhne wenden unter (0 24 71) 42 36.Seit Anfang des Jahres ist die evangelische Kirche in Roetgen geschlossen. Der Grund waren die umfangreichen Sanierungsarbeiten, die im Dachstuhl vorgenommen werden mussten. Die sind nun abgeschlossen. Roetgen (Tn). »Die tragenden Balken waren…

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