tw

Schuld wird zum Wanderparadies

Schuld. Die Gemeinde Schuld hat in Zusammenarbeit mit dem Wanderverein das in die Jahre gekommene Wanderwegenetz in und um Schuld herum komplett überarbeitet und neu ausgeschildert. Am Sonntag, 23. Oktober, wird die offizielle Eröffnung des neuen »Wanderparadieses« gefeiert.

»Das Thema Wandern wurde in Schuld schon immer großgeschrieben«, sagt Ortsbürgermeister Helmut Lussi. Wander- und Verkehrsverein haben dabei im Laufe der Jahrzehnte zahlreiche innerörtliche Wege erdacht und ausgeschildert. »Nicht nur der Umstand, dass die alte Beschilderung zum Teil unkenntlich oder lückenhaft war, hat uns zu diesem Projekt animiert«, erklärt der Bürgermeister. Auch die Ansprüche der Gäste hinsichtlich moderner Technologien (Vorab-Informationen im Internet, GPS-Daten der Wanderrouten für die unproblematische Navigation auf der Strecke) seien gestiegen.
Bereits im Frühjahr 2014 wurde im Vorfeld der Teilnahme am Wettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft« in der Gemeinde ein offener Arbeitskreis gebildet, der die Vorbereitung und Präsentation zu diesem Wettbewerb erarbeiten sollte. Bekanntlich hat Schuld dabei einen großen Erfolg bis hin zum Landessieger in der Hauptklasse verbuchen können – was dem großen Einsatz der gesamten Bevölkerung zu verdanken ist, wie Bürgermeister Helmut Lussi stolz betont.
»Es wurde daher beschlossen, diesen Arbeitskreis als sinnvolle Einrichtung aufrecht zu erhalten, um weitere Ideen für unseren Ort zu erarbeiten und umzusetzen«, erinnert sich Lussi. Eine dieser Ideen war neben der Errichtung von drei neuen Aussichtstürmchen die Schaffung neuer Wanderwege rund um den Ort – und auch darüber hinaus bis in die Nachbargemeinden.
Ganz zu Beginn der Arbeiten wurde festgelegt, dass die neuen Wege als Rundwanderwege in nur einer Richtung ausgewiesen werden sollten. »Das hat den Schilderwald und die mögliche Verwirrung erheblich reduziert«, erklärt Gerd Spitzlay, der sich intensiv in die Materie eingearbeitet und die neue Beschilderung der Wanderwege konzipiert hat.

 

Ehrenamtler stemmten das Projekt

In Zusammenarbeit mit etlichen ehrenamtlichen Mitstreitern investierte der Arbeitskreis insgesamt 1650 Stunden unentgeltlicher Arbeit in das Wanderweg-Projekt. Als Internetplattform wurde  das Wanderportal »Outdooractive« ausgewählt, das über die Homepage der Gemeinde jedem Nutzer kostenlos zugänglich ist. »Alle Hinweisschilder auf der Strecke sind mit einem QR-Code versehen. Auf diese Weise gelangt man auch unterwegs immer an weitere Infos zur Route im Internet«, erklärt Jürgen Hecken. Nach Festlegung der insgesamt neun neuen Routen und einer geologischen Themenwanderung wurde eine aufwendige Fotodokumentation als Grundlage für die spätere Beschilderung erstellt. Auch erfolgte eine Abstimmung des Konzeptes mit dem Eifelverein, der Verbandsgemeinde Adenau und den betroffenen Nachbargemeinden sowie dem Revierförster.
Nach Bestellung und Anlieferung der notwendigen Schilder machten sich die fleißigen Helfer an die Arbeit. In insgesamt 1650 Stunden wurden alle Schilder und Pfosten bearbeitet und angebracht und damit die Maßnahme abgeschlossen. Insgesamt mussten ca. 450 Wegweiser an den 269 Wegepunkten entlang der ca. 90 Kilometer langen Gesamtstrecke angebracht werden, worin auch die neuen Schilder des Geologiepfades enthalten sind.
Die Kosten des Projekts belaufen sich auf rund 2000 Euro und wurden durch Spenden des Verkehrsvereins, des Wandervereins und der Gastronomie sowie durch die Ortsgemeinde finanziert.

Extra

Ziel des Projekts »Wanderparadies Schuld« ist auch die Förderung des Tourismus. Das Thema Wandern boomt in den vergangenen Jahren regelrecht, gleichzeitig sind aber auch die Ansprüche  der Wanderer an Wege und Ausstattung gestiegen – siehe Premiumwanderwege wie Eifelsteig und »Traumpfade«. Vor Ort sollen auch die Gastro-Betriebe von neuen Gästen profitieren.

Einladung zum Mitwandern: Die Wanderfreunde Schuld laden am Sonntag, 23. Oktober, zu einer Wanderung ein. Treffpunkt ist um 10 Uhr an der »Alten Ölmühle«, wo die ca. dreistündige und ca. zehn Kilometer lange

Offizielle Eröffnung: Wanderung auf den neuen Rundwanderwegen des »Wanderparadies Schuld« pünktlich startet. Die offizielle Vorstellung und Eröffnung des »Wanderparadieses« findet dann im Anschluss an die Wanderung um 14 Uhr an der Martinshütte statt – wer also nicht mitwandern kann oder möchte, sollte sich diesen Termin heute schon einmal vormerken. »Gleichzeitig möchten wir uns damit bei allen bedanken, die zum Gelingen dieses Projektes beigetragen haben«, heißt es in der Einladung der Ortsgemeinde.
Infos auch im Netz: www.schuld-ahr.de

 

 

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Damit der Bürger weiß, was er tun kann und muss

Monschau. »Wir wollen keine Panik verbreiten - wir wollen, dass die Menschen wissen, was sie jetzt und in einem möglichen Katastrophenfall tun und wie sie sich schützen können.« Städteregionsrat Helmut Etschenberg kämpft wie kein Zweiter für die Abschaltung des Atomkraftwerks »Tihange 2« in Belgien. Nun wurde unter seiner Federführung eine 24-seitige Informationsbroschüre verfasst.Region (Fö). Warum ist das Kernkraftwerk in Tihange gefährlich? Wie verhalte ich mich im Falle eines Falles richtig? Und: Was hat es mit den Jodtabletten auf sich? Das sind nur drei von vielen Fragen, die die Bevölkerung derzeit beschäftigen. Antworten darauf gibt jetzt die auf der EUREGIO-Wirtschaftsschau vorgestellte Informationsbroschüre. Herausgeber ist die StädteRegion Aachen gemeinsam mit der Stadt Aachen, den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg in Kooperation mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion des Landes Rheinland-Pfalz. Die Broschüre, die in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit aller Partner entstanden ist, trägt den Titel »Informationen für die Bevölkerung in der Umgebung des Kernkraftwerks Tihange (B)«. Fachleute aus der ganzen Region haben die Informationen zusammen getragen. Städteregionsrat Helmut Etschenberg: »Die Broschüre ist die erste ihrer Art und nur der erste Baustein unserer Katastrophenschutzplanung.«Schwerpunkte sind die Kraftwerke in Belgien, die Wirkung von Radioaktivität und der Katastrophenschutz in NRW. Es wird geklärt, wie die Bevölkerung im Ernstfall gewarnt wird, und welche Verhaltensregeln und Schutzmaßnahmen beachtet werden müssen. Die Einnahme von Jodtabletten und das richtige Verhalten bei einem GAU in Tihange werden erläutert. »Das Medienhaus Weiss ist nicht nur der Klage gegen Tihange beigetreten, es hat uns auch bei der Produktion der Informationsbroschüre unterstützt«, dankt Etschenberg dafür, dass nicht nur Politiker und Institutionen, sondern auch Unternehmen für die »gemeinsame Sache« einstehen.36.000 Broschüren sind gedruckt worden. Die Exemplare sind in den Rathäusern sowie den Kreishäusern und im Haus der StädteRegion Aachen erhältlich. Mehr Informationen und die gesamte Broschüre als E-Paper gibt es unter www.staedteregion-aachen.de/tihange»Wir wollen keine Panik verbreiten - wir wollen, dass die Menschen wissen, was sie jetzt und in einem möglichen Katastrophenfall tun und wie sie sich schützen können.« Städteregionsrat Helmut Etschenberg kämpft wie kein Zweiter für die Abschaltung…

weiterlesen