tw

Das Herz von Elke Kohlhaas schlägt für den Tanzsport

Trainerin der Schautanzgruppe »Magic Dancers« im Porträt

Kripp. Für Elke Kohlhaas, die Gründerin und Trainerin der Schautanzgruppen »Magic Dancers« aus Kripp, bricht mit der Karnevalszeit die wohl stressigste Zeit des Jahres an. Bis zu fünf Auftritte an einem Tag an unterschiedlichen Orten gilt es zu absolvieren...

Heute gastiert die älteste Gruppe mit ihrer aktuellen Choreografie erst in Köln bei einer Karnevals-Sitzung. Nach einem Auftritt in Bad Godesberg  tritt man gegen Mitternacht noch beim SV Kripp auf.  Am Donnerstag steht ein Auftritt beim prominenten Kölner Dreigestirn an.
Elke Kohlhaas selbst ist, geprägt durch die Eltern, seit Kindesbeinen an aktiv im Karneval. Sie tanzte in der Garde und einige Jahre Paartanz. Über Jahre blieb sie der schönen Kunst treu. 1993 gründete sie dann ihre eigene Gruppe beim SV Kripp. 2009 wechselten die »Magic Dancers« zur Karnevalsgesellschaft Narrenzunft Remagen.
Drei Gruppen mit Tänzerinnen und Tänzern im Alter zwischen drei und 50 Jahren trainiert die attraktive 43-Jährige inzwischen. Sie blickt auf eine tänzerische Erfolgsgeschichte zurück, die noch immer nicht zu Ende erzählt ist. Nachdem sie und ihre »Magic Dancers« sich seit 2011 in vier Turnieren auf Regionalebene pro Jahr ausschließlich auf den ersten oder zweiten Platz getanzt hatten, ließ die Qualifikation für die Landes- und sogar Bundesebene nicht auf sich warten. So tanzte man bereits 2011 und 2013 auf der Deutschen Meisterschaft und holte sich den Titel.

Das magische Jahr

»Das war damals völlig unerwartet«, erinnert sich Kohlhaas, »man warnte uns während des Turniers vor einer der generischen Gruppen und davor, dass die im Ausdruck so stark wären. Dann strengten wir uns unheimlich an. Als dann die gefürchtete Gruppe dran war, fielen wir aus allen Wolken: Die hatten keine schwierigen Schritte, tanzten selten synchron und hatten keine mehrstöckigen Hebefiguren«, so Elke Kohlhaas weiter.  
2014 wurde dann zum bahnbrechenden Jahr für die Showtanzformation. Erst sicherte sie sich die Meisterschaft Rheinland-Pfalz, dann trug sie den Titel »Nordrhein-Westfalen-Meister« nach Hause. Den absoluten Höhepunkt stellte für Kohlhaas natürlich wieder der Titel bei der Deutschen Meisterschaft im selben Jahr dar. Bei dieser Meisterschaft 2015 im November sicherten sich die »Magic Dancers« unter sechs anderen Gruppen »nur« den dritten Platz. »Damit sind wir eigentlich nicht zufrieden«, kommentiert Kohlhaas ehrgeizig.
 Ihr  Erfolgsgeheimnis beschreibt die Blondine so: »Wir erzählen Geschichten mit unseren Choreografien, Das macht sonst niemand. Das gefällt den Leuten wohl.« Das aktuelle Programm »It‘s a kind of magic« vereint wie immer moderne Popsongs mit karnevalistischen Einflüssen und erzählt die Geschichte einer Verzauberung. Die Magie zaubert die Tanzgruppe ins karnevalistische Köln, wo sich dann die Funkenmariechen in die Choreografie mischen.   Aber auch Exaktheit, Ausdruck und Stimmung werden gewertet. »Da liegen wir schon recht weit vorne«, stellt Kohlhaas fest.

Magische Mischung

Die Fusion von Popsongs und Karneval spricht viele an, bringt aber für die Trainer auch Probleme mit sich. Da die Auftritte sowohl auf Sitzungen als auch Showtanzturnieren stattfinden, muss die Darbietung unterschiedlichste Ansprüche erfüllen. Auf den Sitzungen wird mehr das klassische Funkenmariechen gewünscht, auf Turnieren will man genau das weniger sehen. Doch Kohlhaas hat  mit ihrem ganz eigenen, in der Szene ungewöhnlichen Stil, Erfolg.

Teamleistung

Von den Akteuren wird einiges erwartet. Da wird neben dem schauspielerischen Talent körperliche Höchstleistung von den Tanzenden verlangt. »Gerade die dreistöckigen Hebefiguren verlangen uns viel ab«, erkennt die Trainerin die Leistungen der Aktiven an. Sich bei ihrem Training selbst an solche Figuren zu wagen, traute sie sich zu, nachdem sie sich einiges bei den Meisterschaften der höheren Klassen abgeschaut hatte. »Vieles haben wir uns aber auch selbst angeeignet.« Mit zwei anderen Mitstreitern aus dem Verein kümmert sich Elke Kohlhaas um die Choreografie.
Die Männer seien für das Bühnenbild verantwortlich. Auch da hat sie das letzte Wort und muss dementsprechend auch bei dieser Werkstatt öfter vorbei schauen. Da die Mitglieder jedes Jahr ein neues Kostüm benötigen, näht eine Schneiderin auf Maß. »In der Zeit bin ich täglich bei der Schneiderin«, lacht die Ehrenamtlerin.
Mit der Familie gibt es trotz der hohen Auslastung in der Session wohl kaum Probleme. Dennoch will Elke Kohlhaas nicht allzu weit in die Zukunft schauen:  »Ich mache das jetzt seit 23 Jahren. So langsam merke ich, ist die Luft ein wenig raus.« Dass ihre Aktivitäten Zeit- und Energie raubend sind, kann man sich angesichts Kohlhaas‘ Wochenplan und des Erfolgsdrucks gut vorstellen. Deshalb strebt sie auch eine »kreative Pause« in der nächsten Session an.
Im Karneval werden die »Magic Dancers« von Agenturen für Sitzungen verpflichtet, man wird für Auftritte bezahlt und bei einem  Auftritts-Ausfall mit empfindlichen Strafgebühren belegt. Stress, Druck und Belastung sind hoch, aber das Herz von Elke Kohlhaas schlägt von Kindesbeinen an für den Tanz...

Internet: www.magicdancers-remagen-kripp.de

Aktuelle Infos auch bei Facebook.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Am Konzener Feuerbach wird Zukunft gebaut

Konzen. »Hier wird Zukunft gebaut!« Margareta Ritter strahlte mit der Herbstsonne um die Wette - dabei war es doch recht kühl am Konzener Feuerbach, als der Grundstein für die neue Kindertagesstätte gelegt wurde.Konzen (Fö). »Oft höre ich, dass die Städteregion viel Geld kostet. Aber wenn es um den Bau einer Kindertagesstätte geht, sind sich glücklicherweise alle einig.« Helmut Etschenberg lobte die schnellen Entscheidungen in den politischen Gremien von Stadt Monschau und im Haus der Städteregion, sodass schon im kommenden Sommer den Kleinsten aus Konzen und Umgebung eine neue Bildungseinrichtung zur Verfügung steht. »Eine Erweiterung hätte keinen Sinn gemacht - der Neubau ist richtig«, stellte der Städteregionsrat fest. Auch wenn es rund 3,5 Millionen Euro kosten wird.»Dörfer wie Konzen und Imgenbroich wachsen, da haben wir einen wichtigen Bildungsauftrag«, so Etschenberg weiter.»Eltern und Kinder - alle Konzener Familien sind sehr dankbar«, unterstrich Ortsvorsteher Matthias Steffens. »Wir bauen ein modernes Haus, in dem zeitgemäße Bildungsarbeit möglich ist«, versichert Bauamtsleiter Sander Lutterbach. So werde jede Gruppe mit eigener Be- und Entlüftung ausgestattet. Das Heizen mittels Blockheizkraftwerk und der Einsatz von LED-Beleuchtung seien selbstverständlich. »Ambitioniert« nennt Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter die Bauzeit bis zum kommenden Sommer - sieht die Arbeiten aber bei ortsansässigen Firmen in besten Händen.BetreuungszeitErzieherinnen, Pflegerinnen, therapeutisches Fachpersonal: »Das Team um Silke Bongard wird allen modernen Anforderungen gerecht«, stellt der neue Leiter des »Jugendamtes«, Sebastian Heinen fest. Die künftigen Betreuungszeiten von 7 bis 16.30 Uhr sollen einen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf leisten. »Das Familienzentrum ist Anlaufstelle für alle Monschauer Eltern«, so Heinen.Die StädteRegion Aachen ist Träger der Kindertageseinrichtung Konzen. Darin werden 100 Kinder im Alter von vier Monaten bis zum Schuleintritt betreut. Als zertifiziertes Familienzentrum NRW soll die Einrichtung zu einer Qualitätssteigerung in der frühkindlichen Bildung und Förderung beitragen, Eltern bei der Wahrnehmung ihrer Bildungs- und Erziehungsaufgabe stärken sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sichern. Das Raumprogramm wird den neuesten Empfehlungen des Landschaftsverbands Rheinland entsprechen und damit neben den Gruppen- Neben- und Abstellräumen unter anderem auch für die inklusive Betreuung einen Raum zur Differenzierung und therapeutischen Betreuung vorsehen. Alle Räume werden barrierefrei zugänglich sein.Die Freude über die neue Kindertagesstätte brachten die Kleinen in einem Lied zum Ausdruck: www.youtube.com/wochenspiegelliveAktuell ist das fünfgruppige Familienzentrum der StädteRegion in Konzen teilweise in Räumen der dortigen Grundschule untergebracht. Als Folge der Schulentwicklungsplanung der Stadt Monschau (Zusammenlegung der Grundschulen Imgenbroich und Konzen am Konzener Standort) stehen die zurzeit vom Familienzentrum im Gebäude der Grundschule genutzten Räume ab dem Schuljahr 2018/2019 nicht mehr zur Verfügung.»Hier wird Zukunft gebaut!« Margareta Ritter strahlte mit der Herbstsonne um die Wette - dabei war es doch recht kühl am Konzener Feuerbach, als der Grundstein für die neue Kindertagesstätte gelegt wurde.Konzen (Fö). »Oft höre ich, dass die…

weiterlesen

Erasmus-Plus-Projekt führt nach Norwegen

VG Traben-Trarbach. Am Gymnasium Traben-Trarbach ist mit Beginn des Schuljahrs auch das EU-geförderte Erasmus-Plus-Projekt gestartet, in dem diesmal die weiterführende Schule in Rørvik, Hauptort der Inselkommune Vikna an der Westküste Norwegens, die Partnerschule des zweijährigen, länderübegreifenden Projekts sein wird. Unter dem Titel „Regionale Spuren suchen – europäische Wege finden“ machen sich die Schüler des Gymnasiums und die der „Ytre Namdal videregående skole“ zwei Jahre lang auf die Suche nach ihren jeweils eigenen Wurzeln, nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden sowie nach Ideen und Visionen für ein Leben, in dem alle etwas voneinander lernen und sich so näher kommen können.    Die Themen für den Austausch fangen bei der Frage an, warum Norwegen kein Mitglied der EU ist und gehen zurück in die Zeit der deutschen Okkupation in Norwegen bzw. die des Nationalsozialismus in Traben-Trarbach. Weitere historisch relevante Themen sind die Auswanderungswellen nach Südamerika oder in die USA im 19. Jahrhundert. Ebenso sollen moderne Herausforderungen wie beispielsweise die aktuellen Migrationsbewegungen und die jeweiligen wirtschaftlichen Standbeine beider Orte beleuchtet werden. Denn was für Traben-Trarbach der Wein ist, ist für Rørvik der Fisch. Beides zusammen passt und verspricht darüber hinaus einen echten kulinarischen Zugewinn.   Doch von einem Austausch kann nur die Rede sein, wenn man in das Leben der anderen selber hautnah kennen gelernt hat. Daher ist das Projekt mit einigen Reisen verbunden. Mitte September waren bereits vier norwegische Lehrerinnen als Gäste eines Vorbereitungstreffens am Gymnasium in Traben-Trarbach. Im März wird es den entsprechenden Gegenbesuch nach Rørvik nördlich von Trondheim geben. Für die Schüler sind insgesamt vier Reisen vorgesehen – zwei für jede Schule. Wer mitfahren darf, das hängt, neben dem passenden Alter, vor allem vom jeweiligen Einsatz für das Projekt ab.    Die Jugendlichen müssen in ihren Schulen Workshops vorbereiten und mit den Gästen weitestgehend selbstständig durchführen und auswerten. Außerdem sollen mithilfe einer neu eingerichteten Homepage Zwischenergebnisse veröffentlicht und ausgetauscht werden können. Abschließend ist geplant, dass alle Ergebnisse des Erasmus-Projekts 2019 in einer großen Ausstellung zusammengeführt und einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.   Mit dem Projekt wollen die Schulen den Verstehenshorizont für die jeweils andere Kultur erweitern und sowie die Entwicklung von Eigenverantwortlichkeit und Sprachkompetenz fördern. Darüber hinaus ist eine nachhaltige Freundschaft zwischen beiden Schulen und den Gemeinden ein weiteres wünschenswertes Ergebnis dieses Projekts. Foto: FF Am Gymnasium Traben-Trarbach ist mit Beginn des Schuljahrs auch das EU-geförderte Erasmus-Plus-Projekt gestartet, in dem diesmal die weiterführende Schule in Rørvik, Hauptort der Inselkommune Vikna an der Westküste Norwegens, die Partnerschule des…

weiterlesen