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Der Kumpan e-Roller bietet moderne Technik im Retro-Design

Remagen. Die drei Brüder Philipp, Daniel und Patrik Tykesson starteten vor sechs Jahren mit einer neuen Idee ihre eigene Firma. Per Crowd-Funding wollen sie nun das weitere Wachstum ihrer Firma finanzieren. Ein Weg der Erfolg verspricht.

Angefangen hat es mit einer Reise. »Mein Bruder Patrik reiste viel durch Asien«, erzählt Philipp Tykesson. Auf diesen Reisen fiel ihm auf, dass dort sehr viele Roller und darunter auch einige Elektroroller genutzt werden. Warum sollte das nicht auch in Europa gehen? Mit dieser Frage im Kopf startete Patrik mit seinen beiden Brüder die Firma »Kumpan electric«.
»Wir haben zuerst einen Anforderungskatalog aufgestellt: Was braucht der Elektroroller, um ein Erfolg zu werden?«, erklärte Philipp Tykesson. Einer der Punkte, der den Brüder in den Sinn kam, war das Design. »Wir hatten schon immer eine Affinität zu Retro«, so Tykesson. So wurden die Kumpan Roller so designt, dass sie an die schicken Roller der Fünfziger Jahre erinnern. Doch der Look ist natürlich nicht alles. Wichtig sind auch Qualität, Preis und die Reichweite.
Erstes Modell
Das erste Modell, dass Kumpan electric auf den Markt brachte – das passenderweise die Bezeichnung 54 trägt – hatte eine Reichweite von 50 Kilometern. Mittlerweile können drei Akkus in die neueren Modelle eingesetzt werden, was die Reichweite auf 150 Kilometer erweitert.
»Als wir die 100 Kilometer-Grenze geknackt haben, ist ein großer Boost passiert«, sagt Philipp Tykesson. Seitdem käme die Frage, ob die Reichweite den ausreiche, nicht mehr so oft.
Wichtig ist auch, dass die Akkus an der normalen Steckdose geladen werden können – eine Garage mit Starkstromanschluss ist nicht nötig.
Seit »Kumpan electric« mit seinem seinem ersten Roller an den Start gegangen ist, ist die Akzeptanz von Elektromobilität deutlich angewachsen. »Anfangs haben die Leute noch gestaunt, dass es Elektroroller gibt«, erinnert sich Philipp Tykesson an die ersten Messen, auf denen die Firma vertreten war. Heute kommen regelmäßig Kumpan-Fahrer an den Stand und wollen die Erfinder kennen lernen.
Mittlerweile hat »Kumpan electric« drei Modelle auf dem Markt, den 54L, das kleinere Modell, den 53er, und den 50er – einen Tretroller mit Elektromotor. Mit diesen Fahrzeugen möchte die Firma weitere Märkte erschließen. Um das zu finanzieren, setzten sie unter anderem auf das Crowdfunding. Das gibt Menschen die Möglichkeit, sich am Unternehmen zu beteiligen. In unterschiedlichen Größenordnungen können sich Teilnehmer der Plattform Companisto in das Unternehmen einkaufen und werden dafür am Gewinn beteiligt.
Gewinnausschüttung
Wer also 10.000 Euro in die Firma bei geschätztem Wert von 17,6 Millionen investiert hält 0,05 Prozent der Firma und bekommt 0,05 Prozent des Gewinns ausgeschüttet. Wird die Firma verkauft für den doppelten oder dreifachen Wert, so erhält der Crowdfunding-Investor den doppelten oder dreifachen Wert seiner Investition zurück.
»Auf den Verkauf spekulieren einige bei Startup-Unternehmen«, erklärte Tykesson. Über 700 Menschen haben bereits während der Crowdfunding-Kampagne investiert. So sind über 550.000 Euro zusammen gekommen sind. 500.000 Euro war das Ziel der Kampagne – alles was darüber hinaus zusammenkommt, so Tykesson, sei ein Sahnehäubchen. Mit diesem Geld wollen die drei Brüder expandieren und weitere Märkte erschließen. Europäische und schließlich auch den asiatischen. Bisher sind ungefähr 2500 Retro-E-Roller von Kumpan auf den Straßen unterwegs. Wenn die Expansion gelingt, sollten es bald noch einige mehr werden.
www.kumpan-electric.com

www.companisto.com/de/investment/kumpan

Extra: Die Unternehmer

Philipp (30), Daniel (32) und Patrik (34) studierten  alle BWL und haben die Selbstständigkeit schon im Elternhaus kennengelernt. Der Vater leitet die Konst Smide Gmbh, die Weihnachts- und Gartenbeleuchtung herstellt.

Für die drei Brüder bedeutet die gemeinsame Firma, dass sie sich gegenseitig durch dick und dünn helfen. Wenn man etwas nicht so läuft, so erzählt Philipp Tykesson, dann tauscht man sich eben aus und findet gemeinsame Lösungen.
»Man darf nicht die Flinte ins Korn werfen«, so betont Philipp Tykesson. Wenn mal etwas nicht laufe, dann müsse man Lösungen finden, statt die Flinte ins Korn zu werfen. Hürden gäbe es schließlich immer.

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