»Spiel des wahren Lebens«

Sinzig. »Das würd ich machen, wenn ich KönigIn von Deutschland wär« war das Motto einer Kunstausstellung im Pfarrheim St. Peter in Sinzig anlässlich der 750 Jahrfeier der Stadt.Acht junge Erwachsene zwischen 21 und 28 Jahren, die sich regelmäßig im Haus der offenen Tür (HoT) in Sinzig treffen und von den Mitarbeiterinnen des Projektes ‚Smarts-Up im HoT‘ Unterstützung bei beruflicher Orientierung und Integration erhalten, hatten seit Anfang des Jahres mit der Künstlerin Stefanie Manhillen und Susan Krause, Mitarbeiterin bei ‚Smarts-Up im HoT‘ an einer Erlebnis-Ausstellung gearbeitet, die den Besucher in die Rolle der Teilnehmer schlüpfen ließ.Beim »Spiel des wahren Lebens« konnten die Ausstellungsbesucher um die Erfüllung selbstgesteckter Lebensziele würfeln und wurden dabei, ganz wie im realen Leben, durch unerwartete Ereignisse vorangebracht oder aus der Bahn geworfen. Nach der erfolgreichen Ausstellung und dem zahlreichen Zuspruch sind weitere Inszenierungen in Planung. Das Projekt »Das würd ich machen, wenn ich KönigIn von Deutschland wär« wird im Rahmen der Projektreihe des Landes Rheinland-Pfalz »Jedem Kind seine Kunst« von der KünstlerinStefanie Manhillen (Leiterin der Kleinen Kunstschule im Blauen Haus) mit dem Haus der offenen Tür, Sinzig, und dem Projekt ‚Smarts-Up im Haus der offenen Tür‘ durchgeführt. Das Projekt ‚Smarts-Up im Haus der offenen Tür‘ wird im Rahmen des Programms Integrationsrichtlinie Bund durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie den Europäischen Sozialfonds gefördert. Träger ist die Katholische Kirchengemeinde St. Peter in Sinzig.»Das würd ich machen, wenn ich KönigIn von Deutschland wär« war das Motto einer Kunstausstellung im Pfarrheim St. Peter in Sinzig anlässlich der 750 Jahrfeier der Stadt.Acht junge Erwachsene zwischen 21 und 28 Jahren, die sich regelmäßig im…

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200 Tiere werden täglich betreut

Bad Bodendorf. Über 200 Tiere werden vom Verein „Tier- und Naturfreunde Schwanenteich“ betreut. Der kleine Zoo am Rande von Bad Bodendorf wird komplett ehrenamtlich betrieben und der Verein sucht immer Helfer und Unterstützer. Der WochenSpiegel hat einer Ehrenamtlerin bei der Arbeit über die Schulter geschaut. Beate Altmann zieht einen ganzen Bollerwagen mit Eimern voller Gemüse hinter sich her. Es regnet in Strömen, der Boden zwischen den Gehegen ist matschig. „Das ist jetzt nicht repräsentativ“, lacht Beate Altmann. Normalerweise sei es sehr schön um den Schwanenteich. Aber es hilft nichts, auch im Regen haben die Schafe, Ziegen, Hühner, Gänse, Enten, Waschbären, Papageien, Kaninchen, Pferde und Ponys Hunger. Gut ein Jahr arbeitet Beate Altmann im Verein mit. „Eigentlich war ich immer zwiegespalten, was Vereinsarbeit angeht“, sagt sie. 2009 ist Altmann nach Bad Bodendorf gezogen und war beeindruckt von dem ehrenamtlichen Engagement in dem Ort. Doch damit, sich selber irgendwo zu engagieren, tat sie sich schwer. Wird man überhaupt akzeptiert, als jemand der zugezogen ist? Wird man zu viel beansprucht? Das waren die Sorgen, die sie hatte. Als sie dann aber im vergangenen Jahr bei den großen Regenfällen erfuhr, dass der ehrenamtliche Zoo unter Wasser stand, beschloss sie zu helfen. Die Helfer, so erinnert sie sich, waren am Limit, als sie am Schwanenteich ankam. Dankbar für jede Unterstützung wurde sie in Empfang genommen und halt direkt mit, das Gemüse für die Tiere zu schneiden und das Chaos vom Hochwasser aufzuräumen. „Ich fand, das war eine tolle Sache“, erinnert sie sich. Dieses Erlebnis gab für sie den Ausschlag, im Verein mitzumachen. Heimatgefühl Mittlerweile übernimmt sie einmal in der Woche die Fütterung. „Die Tiere wissen schon, was kommt“, sagt sie, als sie den Wagen vor dem Gehege mit den Schafen und Ziegen parkt. Sofort kommen die Tiere aus ihrem Unterstand geflitzt und scharen sich um das Tor. Vielstimmiges Blöken begleitet Beate Altmann, als sie das geschnittene Gemüse im Gehege verteilt. „Man muss auf sich aufpassen“, erklärt Beate Altmann. Nicht wegen der Tiere, sondern wegen der eigenen Zeit. „Es gibt viele Leute, die sehr viel machen“, erzählt sie. Ein Mitglied, eine ältere Dame um die achtzig, sei jeden Tag – egal ob in der Woche, am Wochenende oder am Feiertag – mehrere Stunden aktiv. „Man muss klar für sich sagen, was man kann und was man nicht kann“, erklärt sie. Dass sei aber kein Problem. Altmann übernimmt mittlerweile jeden Montag die Fütterung. Sie vermutet, dass er nicht wenigen Leuten geht wie ihr. Dass sie sich scheuen, ehrenamtlich aktiv zu werden - aus ähnlichen Gründen. Auch deshalb hat Beate Altmann sich bereit erklärt, von ihren Erfahrungen zu erzählen. „Eigentlich gehören ganz andere Leute ins Rampenlicht“, betont sie. Lange hat es für sie gedauert, nach dem Umzug nach Bad Bodendorf sich hier wirklich angekommen zu fühlen. „Das Ehrenamt hilft unbedingt dabei“, betont sie. Mittlerweile identifiziert sie sich mit dem Tierpark und seinen Tieren. Das ganze bringt ein Stück Heimat, denn ob sie aus Bodendorf kommt oder nicht, das hat niemanden von den Helfern interessiert. Martina Weiland gehört zum Vorstandsteam der „Tier- und Naturfreunde Schwanenteich“ und weiß viel Arbeit in dem Tierpark ansteht. „Es sind täglich 16 Stunden Arbeit, die getan werden müssen“, erklärt sie. Damit allerdings ist noch kein Handschlag über das Füttern und Ausmisten hinaus erledigt. Auch muss das Futter besorgt werden – dass alleine sind jede Woche neun Fahrten zu den unterschiedlichen Spendern in der Region. „Für einige von uns ist das ein Vollzeit-Job“, sagt Weiland. Unterstützt wird der Verein von einer bezahlten Halbtagskraft. Deshalb das Team über jede helfende Hand aber auch über jedes Mitglied, dass nur seinen Beitrag bezahlt und sonst nicht mitwirkt, froh.  Zurzeit sind es 320 Mitglieder insgesamt und 25, die wirklich aktiv mitmachen. Mehr unter: www.schwanenteich.comÜber 200 Tiere werden vom Verein „Tier- und Naturfreunde Schwanenteich“ betreut. Der kleine Zoo am Rande von Bad Bodendorf wird komplett ehrenamtlich betrieben und der Verein sucht immer Helfer und Unterstützer. Der WochenSpiegel hat einer…

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