IHK fordert Reaktor-Sanierung

Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen fordert die Sanierung des umstrittenen Reaktors des nahegelegenen belgischen Kernkraftwerks »Tihange 2«.

Region. „Die durch die belgischen Behörden geforderten und zum Teil bereits begonnenen, aber verzögerten Maßnahmen – etwa die gefilterte Druckentlastung als Ergebnis der europäischen Stresstests – sollen forciert werden, um einen möglichst sicheren Betrieb zu gewährleisten. Bis dahin sollte die Anlage außer Betrieb gesetzt werden“, heißt es in dem Beschluss. Das Wirtschaftsparlament der Region begründete seinen Appell mit dem Engagement „für ein sicheres Leben und Arbeiten, aber auch für den Erhalt des attraktiven Wirtschaftsstandortes“.

Der Beschluss war infolge eines Vortrages von und nach einer Diskussion mit Gastredner Professor Dr. Hans-Josef Allelein entstanden. Der Inhaber des Lehrstuhls für Reaktorsicherheit und -technik der RWTH Aachen hatte in der IHK-Vollversammlung über die Sicherheit der belgischen Kernkraftwerke in Tihange vor allem mit Blick auf die Region Aachen referiert. „Es hat sich eine intensive Debatte entwickelt, nach der die Unternehmer mit einer deutlichen Mehrheit zu einem klaren Ergebnis gekommen sind“, resümierte IHK-Präsident Bert Wirtz.

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