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Futsal soll viele in seinen Bann ziehen

DFB forciert Hallenfußball-Variante - Liga in Region geplant

Eifel. International hat der deutsche Fußball nun endlich im »Futsal« das große Startsignal gegeben und schickt eine Nationalmannschaft ins Rennen. Zeuge des ersten Länderspiels in Hamburg gegen England war auch Alois Reichert. Der Ehranger ist beim Fußballverband Rheinland Vizepräsident für Fußballentwicklung und Talentförderung und will nun auch in der Region den Futsal nach vorne bringen.

»Das war sehr gut, gerade von der Technik her. Die Begeisterung in der vollen Halle kannte keine Grenzen.«
Wenngleich er mit einigen Wochen Abstand auf seinen Besuch des ersten offiziellen Futsal-Länderspiels mit DFB-Beteiligung (am 30. Oktober gab es fürs Team von Bundestrainer Paul Schomann ein 5:3 über England) zu sprechen kommt, gerät Alois Reichert unverändert ins Schwärmen. Nun will er auch im Fußballverband Rheinland die Hallenfußballvariante nach vorne bringen und bietet den Vereinen, aber auch anderen interessierten Organisationen seine Unterstützung an: »Wir wollen nicht nur unseren sowieso schon aktiven Fußballern eine neue Plattform bieten, mithilfe derer sie so ganz nebenbei auch noch ihre technischen Fertigkeiten weiter verbessern können, sondern möchten auch jene ansprechen, die vielleicht zwischenzeitlich mit dem Kicken aufgehört haben. Ferner ist es auch unser Ziel, zum Beispiel Jugendtreffs anzusprechen. Auch sie können Teams bilden.« Reichert will sich um Hallenzeiten kümmern und stellt deutlich reduzierte Gebühren für Futsal-Spielerpässe in Aussicht.
Dem Vizepräsidenten für Fußballentwicklung und Talentförderung schwebt die Gründung einer separaten Liga zwischen Saar und Sieg vor – und erste Zusagen hat er bereits: »Aus Weißenthurm und vom Hunsrück wollen Teams mit im Boot sein.«

Auch Hansi Flick sieht die Vorteile 

Handlungsschnelligkeit, schnelles Umschaltspiel und eine gute Ballbehandlung auf engstem Raum werden beim mit einem sprungreduzierten Ball praktizierten Futsal optimal weiterentwickelt. DFB-Sportdirektor Hansi Flick erkennt viele Parallelen zum modernen Fußball: »Für die fußballerische Entwicklung im Nachwuchsbereich kann Futsal wichtige Grundlagen fördern.« Die Traditionalisten im deutschen Fußball blockierten oder verzögerten zumindest lange Zeit die Futsal-Entwicklung. »Große Widerstände werden oftmals von Unkenntnis geleitet«, lässt Reichert durchblicken und nennt als Beispiel die bei vielen verbreitete Annahme, dass hier körperlos agiert werden müsse: »Es gilt nichts anderes wie draußen auf dem Platz: Grätschen gegen den Ball ist erlaubt.«
Weitere Informationen gibt es über die Geschäftsstelle des Fußballverbandes Rheinland. Kontakt: Hans-Jürgen Christmann, Telefon 0261/135135 oder per E-Mail an hans-juergen.christmann@fv-rheinland.de  aa

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