Jetzt sind die Kurstadt-Bürger gefragt

Einwohner tragen Ideen zum Integrierten Handlungskonzept bei

»Aufgeregt, mobil, gut aufgestellt und bekannt.« So sieht die Bad Münstereifeler Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian die Kurstadt im Jahr 2030. »Wo steht Bad Münstereifel im Jahr 2030?«, lautet eine der Fragen, die beim Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) im Fokus stehen.Für das ISEK arbeitet die Stadt mit dem Unternehmen complan Kommunalberatung zusammen. »Wir werden im Tourismusbereich breiter aufgestellt sein. Hier liegt viel Potenzail brach. Wir sind als aktiver Gesundheitsstandort unterbewertet«, sagt Preiser-Marian. Schwerpunkte legt sie auch auf die nördliche Vorstadt, die Weiterführung des Kurparks, Hotelansiedlungen und die Gewerbegebiete in Bad Münstereifel, Arloff-Kirspenich und Wald. Auch das Bahnhofsumfeld will sie neu gestalten. »An der Feuerwache fließt die Erft entlang. Die kommt gar nicht richtig zur Geltung«, nennt Preiser-Marian als Beispiel.

Kein Reißbrett-Plan

Aber: »Wir wollen keine Planung am Reißbrett machen. Wir wollen die Meinung von Verwaltung und Planungsbüro mit den Vorstellungen der Bürger abgleichen.« Dazu lädt die Stadt Bad Münstereifel am Donnerstag, 13. Juli, um 18.30 Uhr zur Bürgerversammlung in die Rechtspflegeschule ein. Und deshalb ist es der Bürgermeisterin auch gar nicht so recht, wenn sie nach ihren eigenen Vorstellungen gefragt wird. Sie möchte die Bürger zu Wort kommen lassen. Wichtig ist ihr aber zu betonen, dass das ISEK nicht nur für die Kernstadt, sondern auch für die Dörfer konzipiert werde. »Vielfach wird eine Trennung von Stadt und den Dörfern empfunden. Das ist sehr präsent«, sagt Preiser-Marian. Zwar gelte: »Man kann die Stadt am besten aus der Kernstadt heraus vermarkten. Da kann man am schnellesten ein Image aufbauen, da in der Stadt alles dichter beieinander ist.« Dennoch seien die Dörfer genauso wichtig. »Die Dörfer müssen zum Beispiel in den Tourismus eingebunden werden«, findet Preiser-Marian. Schließlich gebe es auch dort beispielsweise Museen und Kunst. Aber auch die Schwierigkeiten in der Nahversorgung und der Mobilität sollen Themen des ISEK sein. Wichtig sei die Aufstellung des Konzepts auch aus finanziellen Gründen. Denn nur so können Mittel aus den Städtebau- und sonstige Stadtentwicklungsförderungen generiert werden. »Ich bin mal frech und sage, die ersten Schritte müssen in den nächsten drei Jahren sichtbar werden«, legt sich die Bürgermeisterin auf die ersten Ergebnisse fest.

Bürgerversammlung

Für Donnerstag, 13. Juli, lädt die Stadt Bad Münstereifel die Einwohner um 18.30 Uhr zur Bürgerversammlung in die Rechtspflegeschule ein. In fünf Gesprächskreisen beschäftigen sich die Teilnehmer mit den Themen »Dorflage: Herausforderung und Handlungsbedarf im ländlichen Stadtraum«, »Historischer Ortskern: Denkmale, denkmalwerte Bausubstanz, Baukultur«, »Wirtschaft und Handel als Handlungsfeld der Stadtentwicklung«, »Tourismus, Kunst, Kultur, Erholung und Gesundheit als Entwicklungspotenzial« und »Stadt für alle: Kinder, Jugendliche, Senioren, Menschen mit Handicap«. Die Gesprächskreise werden begleitet von Mitarbeitern des Unternehmens complan Kommunalberatung, Verwaltungsvertretern sowie Themenpaten aus Bad Münstereifel, die die jeweiligen Themen aus dem Alltag kennen. Die Ergebnisse des Abends sollen in das Integrierte Entwicklungskonzept einfließen.

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