Auch in den nächsten 20 Jahren gibt‘s Gas der e-regio

Hellenthal. Die e-regio wird die Gemeinde Hellenthal auch in den kommenden 20 Jahren mit Gas versorgen. Hellenthals Bürgermeister Rudolf Westerburg und e-regio-Geschäftsführer Christian Metze haben die Fortführung der Zusammenarbeit vertraglich festgehalten. Da der bisherige Vertrag auslief, musste die Gemeinde Gellenthal die neue Vergabe öffentlich ausschreiben.Darauf hatten sich zwei Unternehmen beworben. Das Rennen machte erneut die e-regio. Seit 1980 kümmert sich das Unternehmen darum, dass die Hellenthaler mit Gas heizen und kochen können. »1980 startete der Bau der Transportleitung von der Wallenthaler Höhe über Schleiden nach Hellenthal«, so Egon Pützer, Geschäftsleiter technische Dienste/Netze. Kammerwald Zuletzt investierte die e-regio in die Erschließung des Örtchens Kammerwald. »Anfangs hatten elf Haushalte Interesse an einem Gasanschluss. Schließlich wurden es 35 Netzanschlüsse. Das ist beachtlich«, berichtet Pützer. Zukünftig soll das Netz weiter ausgebaut werden. Die Planungen für die Zukunft sehen laut Pützer eine Netzverdichtung in Hellenthal sowie Blumenthal vor. Möglicherweise wird in den kommenden Jahren das Reifferscheider Tal ausgebaut. Die Voraussetzungen dafür seien bei den jüngsten Bauarbeiten jedenfalls geschaffen worden. »Wie die Erschließung genau weitergeht, hängt aber von der Nachfrage ab«, erklärt Pützer. 750.000 Euro Auf jeden Fall plant die e-regio, in den kommenden fünf Jahren 750.000 Euro in den Ausbau und die Instandhaltung des Gasnetzes in der Gemeinde Hellenthal zu investieren. »Investitionen stemmen wir gemeinsam mit ortsansässigen Betrieben. Damit bleibt die Wirtschaftskraft in der Region«, macht Christian Metze deutlich.  Der nun abgeschlossene Konzessionsvertrag läuft über 20 Jahre.  Sowohl Christian Metze als auch Rudolf Westerburg lobten Ramona Hörnchen von der Gemeinde Hellenthal für die Abwicklung des Verfahrens. »Sie hat das Verfahren sehr professionell und kompetent begleitet«, so Metze.  Die e-regio wird die Gemeinde Hellenthal auch in den kommenden 20 Jahren mit Gas versorgen. Hellenthals Bürgermeister Rudolf Westerburg und e-regio-Geschäftsführer Christian Metze haben die Fortführung der Zusammenarbeit vertraglich …

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Eifeler setzen ein deutliches Zeichen

Kreis Euskirchen. Die Eifel hat ein Zeichen gesetzt gegen den Atomreaktor Tihange 2. Alleine aus den Kall, Hellenthal, Schleiden, Mechernich, Marmagen und Wolfert nahmen rund 220 Eifeler an der Menschenkette zwischen Tihange und Aachen teil.»Ich hatte nicht mit so einer großen Resonanz gerechnet«, freut sich Guido Huppertz von den Kaller Grünen, die mit der CDU vier Busse zur Demonstration organisiert hatten. Zahlreiche Teilnehmer reisten auch mit privaten Autos an. »Es war ein breit gefächertes Spektrum an Teilnehmern jeden Alters und aller sozialer Schichten. Es gab Leute, die bereit waren, dafür Strapazen auf sich zu nehmen«, so Huppertz. Einem älteren Ehepaar wollte  sogar trotz Rollatoren unbedingt teilnehmen. Der Gruppe war von den Organisatoren Kilometer 19 der Menschenkette zugeteilt worden. Somit verschlug es sie ins belgische Seraing. Nach der Ankunft stärkte sie sich erst einmal an der Gemüsepfanne, mit der Emanuel Dümmer aus Wolfert bereits wartete.  Am Pavillon, den die Grünen aufgestellt hatten, herrschte reges Treiben. »Die Teilnehmer haben sich gegenseitig mit Protestklebebändern verziert, die es dort gab. Ein Liedermacher spielte auf der Gitarre«, berichtet Huppertz. 1100 Postkarten Der Grund für die Menschenkette war auch in der Gruppe immer wieder Thema. »Von Beginn der Busfahrt an ging es zum Beispiel immer wieder darum, dass neue Risse entdeckt worden sind, und dass der Betreiber wenige Tage vor der Menschenkette verkündete, die Laufzeit um 20 Jahre verlängern zu wollen«, berichtete Huppertz: »Viele sagten, dass sie teilnehmen, weil sie dauerhaft in der Eifel leben wollen und auch wollen, dass ihre Kinder dort leben können.«  Um die Menschenkette zu schließen, hatten Grüne und CDU 1100 Postkarten von Kaller Bürgern mitgenommen und an Schnüre geknotet. »Nominell stand auf jedem Meter ein Kaller«, erklärt Huppert. Um 14.45 Uhr gelang es den Eifelern tatsächlich, die Menschenkette auf Kilometer 19 komplett zu schließen. »Man merkte, dass die Nachricht den Leuten Auftrieb gab«, so Huppertz. Am Ende der Aktion bedankte sich eine Gruppe belgischer Jugendlicher für das Engagement und umarmten alle, die ihnen entgegen kamen. 50.000 Teilnehmer Am Ende verkündeten die Organisatoren der Menschenkette, das Bündnis »Stop Tihange«, dass sich rund 50.000 Teilnehmer in die 90 Kilometer lange Menschenketteeingereiht hatten. »Das ist das stärkste Signal, das die Region sendet«, zeigte sich der Aachener Städteregionsrat Helmut Etschenberg von dem Engagement der Teilenhmer begeistert. Auch wenn die Menschenkette nicht lückenlos gelang, zeigten die Teilnehmer mit einem eindeutigen Zeichen ihr Sorgen und Bedenken.Die Eifel hat ein Zeichen gesetzt gegen den Atomreaktor Tihange 2. Alleine aus den Kall, Hellenthal, Schleiden, Mechernich, Marmagen und Wolfert nahmen rund 220 Eifeler an der Menschenkette zwischen Tihange und Aachen teil.»Ich hatte nicht mit so…

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Die sauberste Luft gibt‘s in der Eifel

Hellenthal. Wer im Urlaub auf der Suche nach guter Luft ist, fährt gerne an Nord- oder Ostsee. Doch die sauberste Luft Deutschlands findet man tatsächlich am Weißen Stein in Udenbreth. Seit rund fünf Jahren messen der Meteorologe Dr. Karsten Brandt und das Team des Donnerwetter.de-Wetterparks am Weißen Stein die Luftqualität. »Nach ein paar Jahren köönnen wir nun das erste Zwischenfazit liefern. Die Luftqualität ist unglaublich. Die Werte sind faszinierend«, zeigt Brandt sich begeistert. Stickoxide und Kohlenmonoxide seien so gut wie gar nicht nachweisbar – trotz hoher Empfindlichkeit des Messgerätes.  Auch die Feinstaubwerte seine »jenseits von Gut und Böse« – im positiven Sinne. »Mit der Messtechnik kann man erkennen, ob im benachbarten Wohnmobilhafen ein ein alter Diesel oder ein modernes Wohnmobil läuft«, erklärt er. Das Gerät analysiert die Menge an feinsten Partikeln, die in der Luft schweben. Amtlich verbrieft Zwischen etwa 280 und 360 schwankt die Zahl, als Brandt das Gerät im Rahmen der öffentlichen Vorstellung des sensationellen Ergebnisses demonstriert. »Selbst an Ski-Tagen, wo viele Autos herkommen, ist die Luftqualität besser als in Aachen oder Köln«, sagt er.  Dass die Eifeler Qualität besonders gut ist, dokumentiert auch die amtliche Wetterstation in Simmerath, die Werte für das Landesumweltamt liefert. »Da liegt die Feinstaubbelastung bei fünf Mikrogramm pro Kubikmeter. Hier oben ist es sogar nur die Hälfte«, freut sich Brandt. In Köln liege die Belastung bei zwischen 20 und 100 Mikrogramm, so Brandt. Selbst an Nord- und Ostsee sei die Feinstaubbelastung aufgrund der Schiffsdiesel höher. Ardennen Wenn das Ergebnis auch nicht überall exakt so sei wie in Udenbreth, so gelte doch für alle Höhenzüge der Eifel, dass die Luftqualität besonders gut sei. Doch warum ist gerade die Eifeler Luft die beste Deutschlands? »Eine große Rolle spielt die Höhenlage«, erklärt Brandt: »Die Simmerather Wetterstation liegt 500 Meter über Null, der Wetterpark am Weißen Stein sogar 700 Meter. Und eine ganze entscheidende Rolle spielen die Wälder der Ardennen.« Durch die Bäume werde die Luft gereinigt. Die große Anzahl an Fichten sorge auch im Winter für eine gute Reinigung, weiß Hellenthal Bürgermeister Rudolf Westerburg. Allerdings warnte er davor, dass diese Fähigkeit deutlich abnehme, sollte es im belgischen Tihange zu einem Reaktorunfall kommen. »Dann hängt extrem viel von der Wetterlage ab«, so Brandt dazu: »Man kann nicht vorhersehen, was dann passiert. Aber es ist ein Risiko, das dringend beseitigt werden muss.« Kritik an Trump Luft sei ein Lebensmittel, sagt Brandt. Man amche sich darüber wenig Gedanken, weil es kostenlos ist. Deshalb findet er deutliche Worte für das Verhalten von US-Präsident Donald Trump: »Das Verhalten ist asozial. Für ihn gilt: Wenn ich schädliche Gase rauslasse, trifft das ja meine Nachbarn.« Eigentlich sei das Problem nur weltweit zu lösen. Die gute Luftqualität in der Eifel resultiere auch aus 30 bis 40 Jahre gute Reinhaltepolitik in Europa. »Wir wissen schon länger, dass manche Touristen zu uns kommen, weil es ihnen vom Arzt empfohlen wurde«, erzählt Westerburg. Doch nun gelte es, die beste Luft Deutschlands stärker zu vermarkten. »Wir haben die Nordeifel Tourismus informiert. Da muss noch ein schöner Slogan her.« Den hat der Donnerwetter.de-Wetterpark bereits. Die Betreiber haben nun eine Bildwand mit einer riesigen Nase aufgestellt, in die die Besucher zum Slogan »Hier macht die Nase Augen« ihr Gesicht halten können.Wer im Urlaub auf der Suche nach guter Luft ist, fährt gerne an Nord- oder Ostsee. Doch die sauberste Luft Deutschlands findet man tatsächlich am Weißen Stein in Udenbreth. Seit rund fünf Jahren messen der Meteorologe Dr. Karsten Brandt und das Team…

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