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Mutter, Krimiautorin und Verlagschefin

Fünfter Eifelkrimi von Ulrike Schelhove

Kall. Die Schranktür stand weit offen. Der Stapel, auf dem das Manuskript dem Staub anheim fallen sollte, war ausgesucht. Doch dann fiel der Blick auf einen Zeitungsartikel, der sich mit dem Thema »Eigenverlag für Autoren« beschäftigte. Letztlich war er der Auslöser dafür, dass die junge Mutter Ulrike Schelhove aus Kall nicht nur eine erfolgreiche Krimiautorin wurde, sondern sogar ihren eigenen Verlag hat - den Krimiverlag Eifel (KVE).

Viele werden Ulrike Schelhove noch aus der Zeit kennen, als sie nach dem Abitur als Lokalreporterin im Kreis arbeitete. Dennoch entschloss sie sich, etwas »Ordentliches« zu lernen und ergriff einen sicheren Beruf bei einer Versicherung in Köln. Nach der Geburt ihres Sohnes Justus (6) und ihrer Zwillinge Linus und Magnus (4) sah sie die Chance, ihre Mutterrolle mit ihrer Leidenschaft, dem Schreiben, zu kombinieren. »Die Schule des Schreibens«, ein Kurs an einer Hamburger Fernschule, sollte helfen und weiterbilden. »Während des Kurses«, erzählt Ulrike Schelhove, »sollten wir unter anderem einen Krimi planen und das erste Kapitel schreiben.« Wenn ich mir schon die Arbeit mache, überlegte die Kallerin, dann kann ich die Story auch gleich komplett schreiben.

Eigenverlag

Mit dem Manuskript ihres ersten Eifelkrimis »Der Kindermacher« klapperte sie die Verlage ab - mit ernüchterndem Ergebnis: »90 Prozent haben gar nicht geantwortet, der Rest waren Absage.« Es war der Moment, an dem die Schranktüre offen stand ... Schließlich ging Ulrike Schelhove das Wagnis ein, ihr Buch im Eigenverlag heraus zu bringen. Ein Schritt, den sie bis heute nicht bereut hat: »Ich bin mein eigener Herr und nicht an die Vorgaben eines Verlags gebunden. Das gilt auch für die Preisgestaltung meiner Bücher.« Ihre Taschenbücher liegen mit 9,99 Euro bewusst unter der zehn Euro-Marke. Besonders erfolgreich ist sie mit den E-Books, als die ihre Krimis ebenfalls erscheinen. Obwohl ihr neuer Eifelkrimi »Höhenflüge« gerade erst im Handel erschien, rangiert er bei Amazon in der Sparte E-Books bereits unter den Top 100. »Mittlerweile«, freut sich die junge Autorin, »habe ich eine treue Leserschaft, die ständig wächst.«

Fleißige Autorin

Ulrike Schelhove ist fleißig. 2013 begann ihre Karriere als Buchautorin. Seit dieser Zeit veröffentlichte sie nicht nur fünf Eifelkrimis, sondern auch die »Schwertfegerbande«. Das sind Kinderbücher, von denen bereits drei Bände erschienen sind. Beim Schreiben ist Ulrike Schelhove sehr diszipliniert. Themen ihrer Krimis sind Sachverhalte, die sie selbst interessieren. »Den Handlungsstrang«, erläutert sie ihre Arbeitsweise, »lege ich ganz zu Beginn fest und fülle die einzelnen Kapitel dann mit Leben.« Seit ihre Kinder im Kindergarten bzw. der Schule sind, sitzt sie jeden Vormittag vier Stunden am Computer. Heute würde Ulrike Schelhove schnell einen Verlag finden. Anfragen gab es bereits. »Auch wenn man niemals nie sagen soll, mache ich erstmal mit meinem Verlag weiter«, zitiert sie lächelnd James Bond.

Höhenflüge

»Höhenflüge« heißt der neue Eifelkrimi von Ulrike Schelhove, der gestern in die Buchläden ausgeliefert wurde. Protagonisten in ihrem fünften Fall sind wieder die Kommissare Ilka Landwehr und Alex Stettenkamp, die es dieses Mal mit »Klüngel vom Feinsten und jede Menge Knömmelche inmitten des Nationalparks« zu tun bekommen. Der neue Fall beruht laut Ulrike Schelhove auf einer wahren Begebenheit, wurde allerdings »krimitauglich« aufbereitet und natürlich in die Eifel transportiert.

Mehr dazu im Netz:

www.ulrike-schelhove.de

 

 

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