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Gedenken an den 2. Januar 1945

Mayen. Veranstaltung in der Heilig-Geist-Kapelle unter Mitwirkung des Chors der St. Matthias-Bruderschaft (Leitung: Lorenz Harig).

Zahlreiche Gäste hatten sich eingefunden, um den schrecklichen Geschehnissen des 2. Januar 1945 zu gedenken. Durch die Invasion der Alliierten in der Normandie 1944 wurde Mayen mehr und mehr zur Frontstadt. Da die Bahnlinie Andernach-Gerolstein einen der wichtigsten Nachschubwege während der Ardennenoffensive im Dezember 1944 darstellte, wurde das Viadukt im Nettetal Ziel zahlreicher Luftattacken. Ein Luftangriff mit verheerender Wirkung folgte an 2. Januar 1945. 400 Menschen verloren bei dem schwersten Luftangriff auf Mayen ihr Leben.

Die Heilig-Geist-Kapelle, die nicht im Krieg zerstört wurde, bot den würdigen Rahmen für die Gedenkfeier. "Die Erinnerung daran ist grausam, aber auch wichtig", betonte OB Wolfgang Treis in seiner Ansprache. "Denn sie ruft uns Geschehnisse ins Gedächtnis, die nicht vergessen werden dürfen. Die uns auch für zukünftige Zeiten mahnen müssen."

Pfarrerin Metje Steinau las aus dem 2. Korintherbrief: "Lasst Euch versöhnen mit Gott." Die Gedenkfeier sei wichtig, weil es nicht egal sei, was vor 73 Jahren geschah. Sie mahnte, nicht zu vergessen und darüber nachzudenken, was wir täglich tun.

Diakon Kevin Schirra trug noch ein Gebet zur Veranstaltung bei und Anja Steffens von der Stadtverwaltung Mayen las das Gedicht von Peter Härtling "Wenn jeder eine Blume pflanzte" vor.

OB Treis nahm die Gelegenheit wahr, um Brudermeister Heinz Schäfer für die Mitgestaltung der Gedenkfeier zu danken, der angekündigt hatte sein Amt in diesem Jahr niederzulegen. "Herzlichen Dank für alles, was Sie in und für Ihre Heimatstadt geleistet haben", so Treis.

Fotos: walz

 

 

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