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Ferienregion als Modellprojekt ITB

Kommunen gehen gemeinsamen Weg

Mendig. Die Verbandsgemeinden Mendig, Brohltal und Pellenz haben sich 2015 zusammengeschlossen, um innerhalb des Zweckverbandes "Ferienregion Laacher See" die touristische Kräfte über Gemeinde- und Kreisgrenzen hinweg zu bündeln.

Auf einer Pressekonferenz anlässlich der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin berichtete der Mendiger VG-Bürgermeister Jörg Lempertz, dass im vergangenen Jahr 1,5 Millionen Besucher am Laacher See gezählt worden seien. "Der Tourismus bei uns boomt, wir sind stolz auf die Zuwächse", ließ Lempertz, der auch Vorsteher des Zweckverbandes "Ferienregion Laacher See" ist, verlauten. "Wir See’n uns" lautet der Slogan für die Ferienregion.

Ansätze zur Zusammenarbeit der Kommunen und damit der Touristiker der Verwaltungen habe es schon vor zehn Jahren gegeben, als die Kultur- und Erlebniswoche "Nacht der Vulkane" gemeinsam organisiert und vermarktet worden sei. Diese Großveranstaltung erinnere an die große Vulkankatastrophe vor 13.000 Jahren, als sich in der Osteifel die Erde auftat und eine 30 Kilometer hohe Aschewolke in die Luft geschleudert wurde. Riesige Ströme glühender Lava seien bei einem Ausbruch des Wingertsbergs zuvor zu Basaltlava erkaltet, so Jörg Lempertz. Auch der Laacher See habe seinen Ursprung in den damaligen Naturgewalten. Noch heute sprudelten in einigen Bereichen des Sees Kohlensäurebläschen an die Oberfläche und zeugten von einem aktiven Vulkanismus.

Zielsetzungen des Zweckverbandes seien die kontinuierliche Qualitäts- und Marketingweiterentwicklung, das Anbieten von überregionalen Veranstaltungen, die Steigerung des Bekanntheitsgrades der Region sowie die Zusammenarbeit mit anderen touristischen Leistungsträgern, wie zum Beispiel des Tourismusverbandes "Ferienregion Laacher See e.V.". Der neue Zweckverband finanziert sich über Umlagen der drei Verbandsgemeinden. Im vergangenen Jahr, so Verbandsvorsteher Jörg Lempertz, habe die Region ein europaweit bekanntes Event dazugewonnen: Die Großveranstaltung "Rock am Ring", die vom Nürburgring nach Mendig gewechselt ist, sei ein Segen für die Region. Das größte Festival Deutschlands sei in diesem Jahr schon jetzt mit 95.000 Besuchern ausverkauft. Die Kultur- und Erlebniswoche "Nacht der Vulkane" findet in diesem Jahr vom 24. bis 30. Juli mit 30 Veranstaltungen rund um den Laacher See in den Verbandsgemeinden Mendig, Pellenz und Brohltal statt, kündigte die Zweckverbandsgeschäftsführerin Sarah Radermacher an. Höhepunkt sei die Abschlussveranstaltung am Samstag, 30. Juli mit viel Musik und einem durch ein Feuerwerk inszenierten Vulkanausbruch um 23 Uhr. Lautsprecher simulieren ein unterirdisches Grollen, ehe Rauch und Feuerfontänen gen Himmel schießen. Jörg Lempertz: "Was da passiert, kann man nur schwer in Worte fassen, man muss es einfach selbst erlebt haben."

Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

www.nacht-der-Vulkane.de

www.ferienregion-laacher-see.de

 

 

 

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Am Konzener Feuerbach wird Zukunft gebaut

Konzen. »Hier wird Zukunft gebaut!« Margareta Ritter strahlte mit der Herbstsonne um die Wette - dabei war es doch recht kühl am Konzener Feuerbach, als der Grundstein für die neue Kindertagesstätte gelegt wurde.Konzen (Fö). »Oft höre ich, dass die Städteregion viel Geld kostet. Aber wenn es um den Bau einer Kindertagesstätte geht, sind sich glücklicherweise alle einig.« Helmut Etschenberg lobte die schnellen Entscheidungen in den politischen Gremien von Stadt Monschau und im Haus der Städteregion, sodass schon im kommenden Sommer den Kleinsten aus Konzen und Umgebung eine neue Bildungseinrichtung zur Verfügung steht. »Eine Erweiterung hätte keinen Sinn gemacht - der Neubau ist richtig«, stellte der Städteregionsrat fest. Auch wenn es rund 3,5 Millionen Euro kosten wird.»Dörfer wie Konzen und Imgenbroich wachsen, da haben wir einen wichtigen Bildungsauftrag«, so Etschenberg weiter.»Eltern und Kinder - alle Konzener Familien sind sehr dankbar«, unterstrich Ortsvorsteher Matthias Steffens. »Wir bauen ein modernes Haus, in dem zeitgemäße Bildungsarbeit möglich ist«, versichert Bauamtsleiter Sander Lutterbach. So werde jede Gruppe mit eigener Be- und Entlüftung ausgestattet. Das Heizen mittels Blockheizkraftwerk und der Einsatz von LED-Beleuchtung seien selbstverständlich. »Ambitioniert« nennt Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter die Bauzeit bis zum kommenden Sommer - sieht die Arbeiten aber bei ortsansässigen Firmen in besten Händen.BetreuungszeitErzieherinnen, Pflegerinnen, therapeutisches Fachpersonal: »Das Team um Silke Bongard wird allen modernen Anforderungen gerecht«, stellt der neue Leiter des »Jugendamtes«, Sebastian Heinen fest. Die künftigen Betreuungszeiten von 7 bis 16.30 Uhr sollen einen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf leisten. »Das Familienzentrum ist Anlaufstelle für alle Monschauer Eltern«, so Heinen.Die StädteRegion Aachen ist Träger der Kindertageseinrichtung Konzen. Darin werden 100 Kinder im Alter von vier Monaten bis zum Schuleintritt betreut. Als zertifiziertes Familienzentrum NRW soll die Einrichtung zu einer Qualitätssteigerung in der frühkindlichen Bildung und Förderung beitragen, Eltern bei der Wahrnehmung ihrer Bildungs- und Erziehungsaufgabe stärken sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sichern. Das Raumprogramm wird den neuesten Empfehlungen des Landschaftsverbands Rheinland entsprechen und damit neben den Gruppen- Neben- und Abstellräumen unter anderem auch für die inklusive Betreuung einen Raum zur Differenzierung und therapeutischen Betreuung vorsehen. Alle Räume werden barrierefrei zugänglich sein.Die Freude über die neue Kindertagesstätte brachten die Kleinen in einem Lied zum Ausdruck: www.youtube.com/wochenspiegelliveAktuell ist das fünfgruppige Familienzentrum der StädteRegion in Konzen teilweise in Räumen der dortigen Grundschule untergebracht. Als Folge der Schulentwicklungsplanung der Stadt Monschau (Zusammenlegung der Grundschulen Imgenbroich und Konzen am Konzener Standort) stehen die zurzeit vom Familienzentrum im Gebäude der Grundschule genutzten Räume ab dem Schuljahr 2018/2019 nicht mehr zur Verfügung.»Hier wird Zukunft gebaut!« Margareta Ritter strahlte mit der Herbstsonne um die Wette - dabei war es doch recht kühl am Konzener Feuerbach, als der Grundstein für die neue Kindertagesstätte gelegt wurde.Konzen (Fö). »Oft höre ich, dass die…

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Erasmus-Plus-Projekt führt nach Norwegen

VG Traben-Trarbach. Am Gymnasium Traben-Trarbach ist mit Beginn des Schuljahrs auch das EU-geförderte Erasmus-Plus-Projekt gestartet, in dem diesmal die weiterführende Schule in Rørvik, Hauptort der Inselkommune Vikna an der Westküste Norwegens, die Partnerschule des zweijährigen, länderübegreifenden Projekts sein wird. Unter dem Titel „Regionale Spuren suchen – europäische Wege finden“ machen sich die Schüler des Gymnasiums und die der „Ytre Namdal videregående skole“ zwei Jahre lang auf die Suche nach ihren jeweils eigenen Wurzeln, nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden sowie nach Ideen und Visionen für ein Leben, in dem alle etwas voneinander lernen und sich so näher kommen können.    Die Themen für den Austausch fangen bei der Frage an, warum Norwegen kein Mitglied der EU ist und gehen zurück in die Zeit der deutschen Okkupation in Norwegen bzw. die des Nationalsozialismus in Traben-Trarbach. Weitere historisch relevante Themen sind die Auswanderungswellen nach Südamerika oder in die USA im 19. Jahrhundert. Ebenso sollen moderne Herausforderungen wie beispielsweise die aktuellen Migrationsbewegungen und die jeweiligen wirtschaftlichen Standbeine beider Orte beleuchtet werden. Denn was für Traben-Trarbach der Wein ist, ist für Rørvik der Fisch. Beides zusammen passt und verspricht darüber hinaus einen echten kulinarischen Zugewinn.   Doch von einem Austausch kann nur die Rede sein, wenn man in das Leben der anderen selber hautnah kennen gelernt hat. Daher ist das Projekt mit einigen Reisen verbunden. Mitte September waren bereits vier norwegische Lehrerinnen als Gäste eines Vorbereitungstreffens am Gymnasium in Traben-Trarbach. Im März wird es den entsprechenden Gegenbesuch nach Rørvik nördlich von Trondheim geben. Für die Schüler sind insgesamt vier Reisen vorgesehen – zwei für jede Schule. Wer mitfahren darf, das hängt, neben dem passenden Alter, vor allem vom jeweiligen Einsatz für das Projekt ab.    Die Jugendlichen müssen in ihren Schulen Workshops vorbereiten und mit den Gästen weitestgehend selbstständig durchführen und auswerten. Außerdem sollen mithilfe einer neu eingerichteten Homepage Zwischenergebnisse veröffentlicht und ausgetauscht werden können. Abschließend ist geplant, dass alle Ergebnisse des Erasmus-Projekts 2019 in einer großen Ausstellung zusammengeführt und einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.   Mit dem Projekt wollen die Schulen den Verstehenshorizont für die jeweils andere Kultur erweitern und sowie die Entwicklung von Eigenverantwortlichkeit und Sprachkompetenz fördern. Darüber hinaus ist eine nachhaltige Freundschaft zwischen beiden Schulen und den Gemeinden ein weiteres wünschenswertes Ergebnis dieses Projekts. Foto: FF Am Gymnasium Traben-Trarbach ist mit Beginn des Schuljahrs auch das EU-geförderte Erasmus-Plus-Projekt gestartet, in dem diesmal die weiterführende Schule in Rørvik, Hauptort der Inselkommune Vikna an der Westküste Norwegens, die Partnerschule des…

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