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Damit die Fußball-EM ein Vergnügen bleibt

DRK-Rettungsdienst gibt Tipps fürs Public Viewing

Hunsrück/Nahe. Mit Spannung erwarten Fußballfans in der Region das erste Spiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft am Sonntagabend. Damit das Fußballfest auf den Fanmeilen und andernorts ein Vergnügen bleibt, gibt der DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe folgende Empfehlungen:

Tipp 1: Maß halten

„Ganz auf Alkohol verzichten muss niemand, aber Maß zu halten ist wichtig. Die Gefahr einer Alkoholvergiftung ist besonders bei Übermüdung, Hitze und bestehendem Flüssigkeitsmangel groß. Im Extremfall kann eine Alkoholvergiftung zu Bewusstlosigkeit, Schock und Atemstillstand führen“, so DRK-Pressesprecher Philipp Köhler. Wer anfängt, seine Umgebung nicht mehr richtig wahrzunehmen oder unsicher zu gehen, sollte unbedingt eine Alkoholpause einlegen.

Tipp 2: Hitze und Alkohol: Auf Flüssigkeitsmangel achten

„Unser Körper benötigt pro Tag durchschnittlich zwei Liter alkoholfreie Flüssigkeit. Um den Flüssigkeitshaushalt an langen und heißen Tagen auszugleichen, ist Trinken also ein Muss. Bei großer Hitze empfehlen wir, zusätzlich zwei bis drei Liter zu trinken“, so Köhler weiter. Erste Anzeichen für Flüssigkeitsmangel können Kreislaufbeschwerden oder Kopfschmerzen sein. Muskelkrämpfe besonders in den Beinen oder ein plötzlicher Kreislaufkollaps kündigen einen Hitzenotfall an. Alkoholkonsum stellt – bei Jung und Alt – einen Gefährdungsfaktor dar, da er durch vermehrte Ausscheidung zu gesteigerten Flüssigkeitsverlusten führt. Bei Hitze verschärft sich das Problem, denn es wird zusätzlich noch mehr Flüssigkeit durch Schwitzen ausgeschieden.

Tipp 3: Hilflosen helfen: Raus aus der Menge!

Wer einen stark alkoholisierten Fan oder ein Menschen mit Kreislaufproblemen antrifft, muss unbedingt helfen. Für sie gilt: Raus aus der Menge! Bei Flüssigkeitsmangel oder einem Hitzenotfall können gekühlte, elektrolythaltige Getränke - wie Apfelsaftschorle - helfen, die Notsignale des Körpers zu mildern. Durch das Öffnen überflüssiger oder beengender Kleidung sollte ein Wärmestau verhindert werden. Dass sich Menschen mit Hitzeproblemen in kühle, schattige Räume begeben sollten, ist selbstverständlich. Für zusätzliche Kühlung sorgen kalte Umschläge und das Zufächeln von Luft.

Betroffene eines übermäßigen Alkoholgenusses, sollten an einen kühlen Ort gebracht und beobachtet werden. Verbessert sich die Situation nicht und kommt es zu einer Alkoholvergiftung mit Bewusstseinstrübungen oder gar zur Bewusstlosigkeit, sollte man den Rettungsdienst (Tel. 112) rufen.

Tipp 4: Sicherheit geht vor: Flucht- und Rettungswege beachten – Wetterinformationen einholen

Fanmeilen, Public Viewing Bereiche und Veranstaltungsgebäude verfügen häufig über ausgeschilderte Flucht- und Rettungswege. Besucher sollten sich beim Ankommen über diese Wege informieren, damit im Notfall alles schnell geht. Ausgewiesene Rettungswege dürfen auch nicht mit Fahrzeugen zugeparkt werden. Zudem sollen sich Besucher von Freiluftveranstaltungen über das Wetter informieren, um bei bevorstehenden Unwettern rechtzeitig gewarnt zu sein. „Hier empfehlen wir die Smartphone App ‚Katwarn‘ welche auch von Behörden, unseren Leitstellen und dem Deutschen Wetterdienst genutzt und aktualisiert wird. Bei Gefahren wird der Nutzer über die kostenlose App gewarnt und mit Verhaltenshinweisen versorgt. Häufig ist das Rote Kreuz auch mit einem Sanitätsdienst vor Ort.

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