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Verdienter 4:1-Heimsieg für Karbach

Karbach. Das war ein ganz wichtiger Nachmittag auf dem Quintinsberg für die Oberliga-Mannschaft des FC Karbach. Im Heimspiel besiegte man den FC Arminina 03 Ludwigshafen verdient mit 4:1, wobei das ganze Team, besonders aber einige Akteure eine sehenswerte Leistung ablieferten.

von Arno Boes

Acht Gegentore ohne eigenen Treffer in den letzten 144 Spielminuten gegen Koblenz, Pfeddersheim und auch Ludwigshafen zusammengenommen – das muss eine Mannschaft erstmal wegstecken. Trainer Torsten Schmidt hatte in Pfeddersheim einigen Spielern aus der „zweiten Reihe“ den Vorzug gegeben, nun im Heimspiel trat man wieder mit der derzeit besten Garnitur und dem gewohnten 3-4-3-Spielsystem an. Ludwigshafen hatte in seinem letzten Heimspiel einen 0:2-Rückstand gegen Spitzenreiter Koblenz noch in ein 2:2-Unentschieden gedreht und trat somit selbstbewusst in Karbach an. Die Spielanteile waren in der ersten Viertelstunde gleich verteilt ein Treffer aber gelang nicht. In der 19. Minute aber holten sich die Chemiestädter gleich drei Eckbälle hintereinander und beim letzten schien die Karbacher Abwehr dann ziemlich desorientiert. Der Japaner Ando kam frei zum Kopfball und stellte die 0:1-Führung für die Arminia her.

Zurück über den Kampf

Aber die Gastgeber legten noch mehr Einsatz in ihr Spiel, viele Angriffe kamen über die rechte Seite zu Selim Denguezli, der oftmals die gesamte Ludwigshafener Abwehr beschäftigte, im Abschluss aber leider ein wenig Pech hatte. Beteiligt war er auch am Ausgleich in der 25. Minute. Eine Hereingabe spitzelte Enrico Köppen am Arminia-Torwart Urban über die Linie. Und schon acht Minuten später sahen die rund 370 Zuschauer einen der schönsten Karbacher Angriffe der bisherigen Saison. Aus dem Mittelfeld ging Denguezli mit dem Ball wieder auf die rechte Seite, spielte an der Abwehr vorbei einen gelungenen Doppelpass mit Maxi Junk bevor er den Ball in den Strafraum genau auf den Kopf von Enrico Köppen flankte. Der setzte das Spielgerät dann zum 2:1 für Karbach ins Netz.

Befreiung in der zweiten Hälfte

Trainer Frank Hettrich hatte seinen Ludwigshafenern in der Pause nochmal Mut gemacht und sie versuchten auch eine Offensive. Aber Florian Bauer im Karbacher Tor, der für seine rote Karte im Koblenzer Spiel nur einmal aussetzen musste (Spiel gegen Pfeddersheim) und somit bereits eine Woche nach der Notbremse wieder spielen durfte, brauchte nur selten eingreifen. Mit zunehmender Spieldauer baute sich bei den Karbachern das Selbstvertrauen auf und es waren auf der rechten Seite Tim Puttkammer und gegenüber Can Inal, der diesmal in der Startelf stand, die ein ums andere Mal die Ludwigshafern Abwehr unter Druck setzten. So war es nur eine Frage der Zeit, wann Karbach mit dem dritten Tor das Spiel für sich klar machte. In der 71. Minute war es soweit, die Ludwigshafener Abwehr agierte sehr unglücklich halbhoch gespielten Bällen, Enrico Köppen stand erneut goldrichtig und erzielte sein drittes Tor zum 3:1. Der Koblenzer zeigte eine richtige Spielfreude, was wohl auch daran lag, dass er in der Woche mit Trainer Schmidt und Präsident Daniel Bernd vereinbart hat, weiterhin in Karbach zu bleiben. Die TuS Koblenz hatte heftig für eine Rückkehr von Köppen an den Rhein geworben, doch der Umstand, dass er im Spiel eine Woche zuvor von einigen Koblenzer Fans übel angepöbelt und sogar bespuckt worden war, dürften bei der Entscheidung des 21-jährigen Stürmers gegen die TuS auch eine Rolle gespielt haben.

Schlusspunkt durch Puttkammer

Auch am vierten Tor der Karbacher war Köppen beteiligt. Diesmal hatte Can Inal sich links durchgespielt, Köppen nahm den Ball auf, gab ihn aber uneigennützig an Tim Puttkammer weiter. Der erzielte mit einem satten Schuss aus knapp zehn Metern dann den Endstand von 4:1.

„Wir mussten auf einige Stammspieler z.T. kurzfristig wegen Verletzungen und Erkrankungen verzichten. Das hat man am Ende vor allem im Abwehrverhalten gespürt, da haben wir in einigen Situationen nur noch A-Jugend-Format geboten.“, so Frank Hettrich in seiner Zusammenfassung. „Beim Tor der Ludwigshafener waren wir auch nicht viel besser“, resümierte Torsten Schmidt, „aber dann hat die Mannschaft zu ihrem Spiel gefunden und am Ende auch im Ergebnis verdient gewonnen. Kompliment am mein Team, wir haben die beiden Niederlagen verarbeitet und sind auf dem Weg zurück zur Stärke, die uns in der Hinrunde ausgezeichnet hat.“

Am kommenden Sonntag kann das Karbacher Team den nächsten Schritt tun. Um 15.00 Uhr steht das Spiel bei der zweiten Mannschaft des FK Pirmasens an.

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