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Recht auf ein "sicheres Plätzchen"

Cochem. Flucht gibt es seit Menschengedenken. Die wohl bekannteste Fluchtgeschichte steht im Matthäus-Evangelium: "Nachdem die Heiligen drei Könige abgereist waren, erschien Josef ein Engel im Traum. Dieser befahl ihm, mit Maria und Jesus nach Ägypten zu fliehen, da König Herodes das Kind töten wolle." Die Jugendinitiative "Alle in einem Boot" beschäftigte sich jetzt im Rahmen eines Aktionstages mit dem Thema Flucht.

"Jeder hat ein Recht auf ein sicheres Plätzchen": ein doppeldeutiges Angebot hat in der Einladung der Jugendinitiative "Alle in einem Boot" gestanden. Das Angebot der Jugendarbeit des Dekanates Cochem sich mit dem Thema Flucht zu beschäftigen, motivierte 15 Kinder und Jugendliche an einem Samstag in die Schule zu gehen. Der "Auftrag" von Pastoralreferent Frank Hoffmann und Gemeindereferent Bernd Berenz: Plätzchen backen und die Plätzchen mit einer Botschaft auf dem Adventsmarkt in Cochem verteilen. Und diese Botschaft lautete: "Wer flieht, muss alles hinter sich lassen, was er besitzt und was er war."

Um die Tragweite darzustellen erzählte Berenz die Flüchtlingsgeschichte eines syrischen Jungen aus der vom Krieg zerstörten Stadt Homs, der in der Region ein "sicheres Plätzchen" gefunden hat. Zwei Jahre nach seiner lebensgefährlichen Flucht über das Meer - in den Händen von Schleppern, die seine Familie mit viel Geld bezahlen musste - macht der Junge mittlerweile sein Fachabitur. "Die Botschaft kam an", freute sich Bernd Berenz über die Resonanz beim Verteilen der Plätzchen, das übrigens mehr als 200 Euro einbrachte, die der Flüchtlingsarbeit zu Gute kommen sollen.

Fotos: Pauly

www.jucoc.de

 

 

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