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Angst, wenn die Masten wachsen

Höchstspannungsleitung soll vom Dorf abgewandt sein

Forst (Eifel). Nach dem Atomunfall von Fukushima wird die Energiewende in Deutschland von einer großen Mehrheit der Bevölkerung getragen. Allerdings muss der Strom - beispielsweise von den Windenergieanlagen - auch zum Verbraucher transportiert werden. Und das "Wie" ist nicht unumstritten.

Während auf dem Maifeld schon an einer neuen Stromtrasse gebaut wird, rührt sich in Forst noch der Widerstand. Die neue Höchstspannungsleitung führt in den Augen des Gemeinderates und vieler Anwohner zu nah am Ort vorbei: Zwei Stromtrassen - rund 50 und fast 90 Jahre alt - laufen zum Teil nur etwas mehr als 110 Meter an bebauten Grundstücken vorbei. Jetzt soll die äußere Trasse auf 380 kV aufgerüstet werden. Damit einhergehend werden auch die Strommasten um 15 bis 20 Meter auf rund 65 Meter wachsen. Das ist den Forstern zu nah.

Im Rahmen eines Infoabends der Amprion GmbH, des Betreibers des geplanten Höchstspannungsnetzes, waren die Vorbehalte aus dem November 2015 noch nicht ausgeräumt, obwohl die Tendenz zwischenzeitlich eine Annäherung erhoffen ließ. "Es gab Gespräche, die an die Bereitschaft einer Verschwenkung bei Forst - vom Ort weg - glauben ließen", ärgert sich VG-Bürgermeister Albert Jung. Ärger, der auch bei Forster Bürgern nicht weniger geworden ist, weil Amprion sich dann doch nicht bewegt hat. "Wir arbeiten ortsabgewandt, wo es geht, und minimieren die Eingriffe, wo es geht. Die Nutzung der vorhandenen Trasse ist ein geringerer Eingriff als ein Neubau, der in einem Raumordnungsverfahren auch geprüft wurde", erklärt Amprion-Projektreferentin Nancy Kluth.

Dagegen werden wohl Forster Bürger als auch die Gemeinde vorgehen, ist sich Gemeinderat Hermann Jung sicher. "Auch wenn wir direkt vor das Bundesverwaltungsgericht gehen müssen, weil es für eine solche Entscheidung die erste Instanz wäre, werden wir ein solches Vorgehen vorbereiten." Es gehe hier um gesundheitliche Interessen fügt ein weiterer Forster an, der sich als Bürger 2. Klasse sieht. "In Bayern ist das alles möglich", führt er an, sogar die Erdverkabelung werde nicht ausgeschlossen. "Die Erdverkabelung im Drehstrombereich befindet sich zurzeit noch in der Pilotphase. Ohne diese Ergebnisse und Auswirkungen bereits zu kennen, dürften die Kosten mindenstens drei- bis viermal höher liegen", so Kluth.

Die nächste Stufe im Bau der neuen Höchstspannungsleitung, die dann auch Faid, Forst und Brohl tangiert, wird wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen. "Noch ist kein Antrag auf ein Planfeststellungsverfahren gestellt. Das wird voraussichtlich Mitte 2017 der Fall sein", schätzt Nancy Kluth. Info Im Internet: www.amprion.net

Fotos: Pauly

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Am Konzener Feuerbach wird Zukunft gebaut

Konzen. »Hier wird Zukunft gebaut!« Margareta Ritter strahlte mit der Herbstsonne um die Wette - dabei war es doch recht kühl am Konzener Feuerbach, als der Grundstein für die neue Kindertagesstätte gelegt wurde.Konzen (Fö). »Oft höre ich, dass die Städteregion viel Geld kostet. Aber wenn es um den Bau einer Kindertagesstätte geht, sind sich glücklicherweise alle einig.« Helmut Etschenberg lobte die schnellen Entscheidungen in den politischen Gremien von Stadt Monschau und im Haus der Städteregion, sodass schon im kommenden Sommer den Kleinsten aus Konzen und Umgebung eine neue Bildungseinrichtung zur Verfügung steht. »Eine Erweiterung hätte keinen Sinn gemacht - der Neubau ist richtig«, stellte der Städteregionsrat fest. Auch wenn es rund 3,5 Millionen Euro kosten wird.»Dörfer wie Konzen und Imgenbroich wachsen, da haben wir einen wichtigen Bildungsauftrag«, so Etschenberg weiter.»Eltern und Kinder - alle Konzener Familien sind sehr dankbar«, unterstrich Ortsvorsteher Matthias Steffens. »Wir bauen ein modernes Haus, in dem zeitgemäße Bildungsarbeit möglich ist«, versichert Bauamtsleiter Sander Lutterbach. So werde jede Gruppe mit eigener Be- und Entlüftung ausgestattet. Das Heizen mittels Blockheizkraftwerk und der Einsatz von LED-Beleuchtung seien selbstverständlich. »Ambitioniert« nennt Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter die Bauzeit bis zum kommenden Sommer - sieht die Arbeiten aber bei ortsansässigen Firmen in besten Händen.BetreuungszeitErzieherinnen, Pflegerinnen, therapeutisches Fachpersonal: »Das Team um Silke Bongard wird allen modernen Anforderungen gerecht«, stellt der neue Leiter des »Jugendamtes«, Sebastian Heinen fest. Die künftigen Betreuungszeiten von 7 bis 16.30 Uhr sollen einen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf leisten. »Das Familienzentrum ist Anlaufstelle für alle Monschauer Eltern«, so Heinen.Die StädteRegion Aachen ist Träger der Kindertageseinrichtung Konzen. Darin werden 100 Kinder im Alter von vier Monaten bis zum Schuleintritt betreut. Als zertifiziertes Familienzentrum NRW soll die Einrichtung zu einer Qualitätssteigerung in der frühkindlichen Bildung und Förderung beitragen, Eltern bei der Wahrnehmung ihrer Bildungs- und Erziehungsaufgabe stärken sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sichern. Das Raumprogramm wird den neuesten Empfehlungen des Landschaftsverbands Rheinland entsprechen und damit neben den Gruppen- Neben- und Abstellräumen unter anderem auch für die inklusive Betreuung einen Raum zur Differenzierung und therapeutischen Betreuung vorsehen. Alle Räume werden barrierefrei zugänglich sein.Die Freude über die neue Kindertagesstätte brachten die Kleinen in einem Lied zum Ausdruck: www.youtube.com/wochenspiegelliveAktuell ist das fünfgruppige Familienzentrum der StädteRegion in Konzen teilweise in Räumen der dortigen Grundschule untergebracht. Als Folge der Schulentwicklungsplanung der Stadt Monschau (Zusammenlegung der Grundschulen Imgenbroich und Konzen am Konzener Standort) stehen die zurzeit vom Familienzentrum im Gebäude der Grundschule genutzten Räume ab dem Schuljahr 2018/2019 nicht mehr zur Verfügung.»Hier wird Zukunft gebaut!« Margareta Ritter strahlte mit der Herbstsonne um die Wette - dabei war es doch recht kühl am Konzener Feuerbach, als der Grundstein für die neue Kindertagesstätte gelegt wurde.Konzen (Fö). »Oft höre ich, dass die…

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Erasmus-Plus-Projekt führt nach Norwegen

VG Traben-Trarbach. Am Gymnasium Traben-Trarbach ist mit Beginn des Schuljahrs auch das EU-geförderte Erasmus-Plus-Projekt gestartet, in dem diesmal die weiterführende Schule in Rørvik, Hauptort der Inselkommune Vikna an der Westküste Norwegens, die Partnerschule des zweijährigen, länderübegreifenden Projekts sein wird. Unter dem Titel „Regionale Spuren suchen – europäische Wege finden“ machen sich die Schüler des Gymnasiums und die der „Ytre Namdal videregående skole“ zwei Jahre lang auf die Suche nach ihren jeweils eigenen Wurzeln, nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden sowie nach Ideen und Visionen für ein Leben, in dem alle etwas voneinander lernen und sich so näher kommen können.    Die Themen für den Austausch fangen bei der Frage an, warum Norwegen kein Mitglied der EU ist und gehen zurück in die Zeit der deutschen Okkupation in Norwegen bzw. die des Nationalsozialismus in Traben-Trarbach. Weitere historisch relevante Themen sind die Auswanderungswellen nach Südamerika oder in die USA im 19. Jahrhundert. Ebenso sollen moderne Herausforderungen wie beispielsweise die aktuellen Migrationsbewegungen und die jeweiligen wirtschaftlichen Standbeine beider Orte beleuchtet werden. Denn was für Traben-Trarbach der Wein ist, ist für Rørvik der Fisch. Beides zusammen passt und verspricht darüber hinaus einen echten kulinarischen Zugewinn.   Doch von einem Austausch kann nur die Rede sein, wenn man in das Leben der anderen selber hautnah kennen gelernt hat. Daher ist das Projekt mit einigen Reisen verbunden. Mitte September waren bereits vier norwegische Lehrerinnen als Gäste eines Vorbereitungstreffens am Gymnasium in Traben-Trarbach. Im März wird es den entsprechenden Gegenbesuch nach Rørvik nördlich von Trondheim geben. Für die Schüler sind insgesamt vier Reisen vorgesehen – zwei für jede Schule. Wer mitfahren darf, das hängt, neben dem passenden Alter, vor allem vom jeweiligen Einsatz für das Projekt ab.    Die Jugendlichen müssen in ihren Schulen Workshops vorbereiten und mit den Gästen weitestgehend selbstständig durchführen und auswerten. Außerdem sollen mithilfe einer neu eingerichteten Homepage Zwischenergebnisse veröffentlicht und ausgetauscht werden können. Abschließend ist geplant, dass alle Ergebnisse des Erasmus-Projekts 2019 in einer großen Ausstellung zusammengeführt und einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.   Mit dem Projekt wollen die Schulen den Verstehenshorizont für die jeweils andere Kultur erweitern und sowie die Entwicklung von Eigenverantwortlichkeit und Sprachkompetenz fördern. Darüber hinaus ist eine nachhaltige Freundschaft zwischen beiden Schulen und den Gemeinden ein weiteres wünschenswertes Ergebnis dieses Projekts. Foto: FF Am Gymnasium Traben-Trarbach ist mit Beginn des Schuljahrs auch das EU-geförderte Erasmus-Plus-Projekt gestartet, in dem diesmal die weiterführende Schule in Rørvik, Hauptort der Inselkommune Vikna an der Westküste Norwegens, die Partnerschule des…

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