SP

Eintracht und Karbach trennen sich 2:2

Trier. Eintracht Trier hat die Wiedergutmachung nach der 1:3-Heimniederlage gegen Saar 05 am vergangenen Wochenende verpasst. Am 27. Spieltag musste sich der SVE auf dem Karbacher Quintinsberg beim dort ansässigen FC Karbach trotz Überzahl mit einem 2:2 begnügen. Schon am Mittwoch sind die Blau-Schwarz-Weißen erneut gefordert: Im Nachholspiel reist die Paulus-Elf dann zum FV Eppelborn.

Spätestens, als die Mannschaften von den Unparteiischen auf das Feld geführt wurden, war allen klar, dass die heutige Partie eine richtig unangenehme Angelegenheit für alle Beteiligten werden würde: Der Platz an manchen Stellen gefroren, leicht einsetzender Schneefall und ein eisiger Wind bei gefühlten Temperaturen deutlich unter null Grad machten das Auswärtsspiel beim FC Karbach vor allem zu einer Willensprobe nach der jüngsten 1:3-Niederlage gegen den Tabellenletzten Saar 05.

Kinscher bringt Eintracht in Führung

So war es unter diesen Bedingungen auch nicht verwunderlich, dass die Partie etwas Zeit benötigte, um sprichwörtlich warm zu laufen. Einzig ein Schussversuch durch Dominik Kinscher per Freistoss (9.) sollte in der zerfahrenen Anfangsphase auf den Zetteln der Pressevertreter vermerkt werden – doch Karbachs Schlussmann Lukas Schmitt konnte zur Ecke klären, die nichts einbringen sollte. Ansonsten herrschte hüben wie drüben Fehlanzeige, über eine halbe Stunde lang passierte gänzlich wenig. Aus dem Nichts dann der Führungstreffer für den SVE: Wieder Dominik Kinscher, wieder Distanzschuss, doch diesmal keine Chance für Schmitt, der nur noch hinterhersehen kann, wie der Ball gegen die Unterkante der Latte klatscht und von dort ins Gehäuse springt – das 0:1 (33.), gleichbedeutend mit dem Pausenstand.

Kahyaoglu vollstreckt zum 1:2

In Hälfte zwei bot sich zunächst das gleiche Bild: Beide Mannschaften hatten mit den Begebenheiten vor Ort spürbar Probleme. Doch dieses Mal konnten die Hausherren als erste Nadelstiche nach vorne setzen – und wie: Feilberg taucht vor Popescu auf, der sich nur mit einem Foul zu wehren weiß, den fälligen Strafstoß verwandelt Yannick Rinker zum 1:1 sicher (55.) – ein Treffer, der sich ebenso wie das Führungstor nicht wirklich andeutete. Es war der Startschuss für eine unruhige Viertelstunde auf dem Quintinsberg: Paulus reagierte, brachte Garnier für Sasso-Sant und sollte damit ein glückliches Händchen beweisen. Eben jener Tim Garnier bediente nur Sekunden nach seiner Einwechslung Ömer Kahyaoglu, der keine Mühe hatte, zum 1:2 zu vollstrecken (67.).

Als nur wenige Augenblicke später Karbachs Sören Klappert wegen einer Tätlichkeit an Diefenbach mit glatt Rot vom Feld musste, schien sich das Gastspiel im Hunsrück für die Blau-Schwarz-Weißen vollends gelohnt zu haben. Doch Tim Puttkammer hatte in der 86. Minute etwas dagegen und brachte Cheftrainer Daniel Paulus zur Weisglut: Ballverlust am gegnerischen Strafraum, Konter – 2:2, der Ausgleich trotz Überzahl (86.) und der Punktverlust kurz vor Ende der Partie. "Bei den Gegentoren stellen wir uns einfach nicht clever genug an. Besonders der zweite Treffer schmerzt in der Entstehung enorm. Da müssen wir einfach abgezockte reagieren", konstatierte Paulus deshalb nach dem Spiel.

Statistik:

Tore: 0:1 Kinscher (33.), 1:1 Rinker (55./Foulelfmeter), 1:2 Kahyaoglu (67.), 2:2 Puttkammer (86.).
Eintracht Trier: Popescu – Jakob, Maurer, Cinar, Fischer – Mabouba, Diefenbach, Kahyaoglu, Kinscher (ab 78. Noutsos) – Sasso-Sant (ab 64. Garnier), Biedermann (ab 83. Bouzid).
FC Karbach: Schmitt – Hohns, Feilberg, Göderz, Eberhard, – Rinker, Puttkammer, Kabashi (ab 78. Gietzen, ab 89. Kohns), Jakobs (ab 62. L. Klappert), Denguezli – S. Klappert.
Rote Karte: Klappert (69./Karbach)

RED

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.