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Polizei zieht positive Rosenmontags-Bilanz in Trier

Trier. Die Karnevalsjecken haben überwiegend friedlich beim Trierer Rosenmontagsumzug gefeiert, so die Bilanz der Polizei. Hauptauslöser für Streitigkeiten unter den Narren war zu viel Alkohol.

Auch in diesem Jahr zog der Rosenmontagsumzug in Trier wieder viele Zuschauer an, die bei strahlendem Sonnenschein die Fußgruppen und Wagen bestaunten. Die Allermeisten von ihnen feierten laut Polizei friedlich und genossen die fünfte Jahreszeit, die in Trier am Rosenmontag einen ihrer Höhepunkte fand. In wenigen Fällen musste die Polizei, die wie im vergangenen Jahr mit mehr als 160 Kräften und Videotechnik im Einsatz war, wegen Straftaten einschreiten.
 
Insgesamt erfasste die Polizei bis 17.30 Uhr zehn Strafanzeigen, darunter vier Körperverletzungen und ein Widerstand gegen Polizeibeamte. Die eingesetzten Kräfte mussten zwei Personen in Gewahrsam nehmen. Auch in diesem Jahr laut Polizei sehr erfreulich: Bei den Jugendschutzkontrollen gab es kaum Auffälligkeiten wegen zu großen Alkoholkonsums. 
 
"Unser Sicherheitskonzept zum Rosenmontagsumzug ist aufgegangen", so Einsatzleiter Dominik Sienkiewicz. "Dass die Karnelvalsjecken im Sonnenschein friedlich Karneval feiern, ist sowohl für die Jecken selbst als auch für die eingesetzten Kräfte ein positiver Ausklang der fünften Jahreszeit."

Friedlicher Verlauf setzt sich fort

Der relativ friedliche Verlauf des Rosenmontagszuges setzte sich überwiegend auch in der Nacht zum Fastnachtdienstag fort. Zu hoher Alkoholkonsum  war nach wie vor Hauptauslöser von Streit und Körperverletzungen. Während der sogenannten zweiten Phase des polizeilichen Sondereinsatzes, die nach Beendigung des Lindwurms gegen 17.30 Uhr am Verteiler Nord begann, mussten die Beamten mehrfach einschreiten. Häufig gelang es ihnen, anbahnende Eskalationen im Vorfeld zu schlichten und die in der Regel alkoholisierten Kontrahenten im Narrenkostüm zu trennen.

Allerdings mussten die Einsatzkräfte auch insgesamt 14 Strafanzeigen aufnehmen. In neun Fällen handelte es sich um Körperverletzungen. Viermal wurden die Beamten selbst Opfer, weil die Verdächtigen Widerstand leisteten oder sie beleidigten – verletzt wurden die Polizisten aber nicht.
Für sieben Fastnachter endete der Rosenmontag nach dem Umzug in der Gewahrsamszelle der Polizeiinspektion Trier. 17 Jecken erteilte die Polizei Platzverweise.

Dass die Zahl der Straftaten mit zunehmender Alkoholisierung der Protagonisten im Laufe des Abends und der Nacht ansteigen würde, hatte die Polizei erwartet. Erfreulich ist laut Polizei aber, dass es "letztlich doch nur so wenige" waren.

RED

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