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Daniel Paulus übernimmt bei der Eintracht

Stadt Trier. Dem SV Eintracht Trier steht im Falle eines Abstieges eine harte aber nicht unlösbare Saison vor der Tür. Vorstandsmitglied Harry Thiele eröffnete das Pressegespräch mit den anwesenden Medienvertretern mit realistischen Worten. Mit einer hohen Wahrscheinlichkeit wird man in der kommenden Saison in der Oberliga auflaufen müssen. Doch noch ist die Saison nicht abgeschrieben. Vor allem das Rheinlandpokalfinale gegen den TuS Koblenz ist für die Trierer von großer Bedeutung.

Daniel Paulus wird neuer Cheftrainer bei der Eintracht. Der aktuelle Coach der U19 steht mit dem Nachwuchs auf Rang eins in der Tabelle der Regionalliga und darf mit seinem Team die Relegation um den Aufstieg in die Bundesliga bestreiten. Genau daher könnte sich die Ernennung zum Coach des Seniorenteams als kluger Schachzug erweisen. "Wir haben bis zu acht Spieler aus der A-Jugend im Blickfeld, die wir gerne halten würden. Mit Daniel Paulus als Cheftrainer erhoffen wir uns natürlich, dass die Jungs in Trier bleiben", sagt Harry Thiele. 

Rubeck übernimmt U19, Thömmes wird Co-Trainer

Peter Rubeck, dessen Vertrag eigentlich noch bis zum Sommer 2018 laufen sollte, übernimmt ab der nächsten Spielzeit die U19. So kann man davon ausgehen, dass Rubeck, welcher nach seiner Absetzung als Cheftrainer in Trier zuletzt an den SC Hauenstein ausgeliehen war, im engen Kontakt zu seinem ehemaligen Ziehsohn Paulus stehen wird. SVE-Legende Rudi Thömmes, aktueller Interimstrainer, wird somit wieder in die Funktion des Co-Trainers an der Seite von Paulus übernehmen. Die Verträge aller werden zunächst ab dem 1. Juli über ein Jahr laufen. 

Deutliche Etatkürzung in der kommenden Saison

Der Etat für die kommende Spielzeit wird laut Thiele unter 500.000 Euro liegen, dennoch gehen der Vorstand und Geschäftsführer Torge Hollmann davon aus, einen Kader ins Rennen schicken zu können, welcher nicht nur in der Oberliga mitschwimmen kann, sondern attraktiven Fußball bieten soll. Personell gibt es noch einige Fragezeichen, da die Ligazugehörigkeit nicht ganz unwichtig für einige Spieler sein wird. Generell soll ohnehin noch mehr auf die Jugend und den Nachwuchs gesetzt werden. Das aktuelle Loch im Etat des SVE, welches aber in absehbarer Zeit noch beglichen werden kann, liegt bei rund 50.000 Euro.

Trikotsponsor Romika hört auf

Besonders bedauerlich finden es die Verantwortlichen, dass der aktuelle Trikotsponsor, die Romika Shoes GmbH, ihr Engagement zur kommenden Saison aufgeben wird. Generell gibt es derzeit was die Sponsoren angeht noch einige Fragezeichen. "Wir haben hier in Trier leider kein Mäzentum wie beispielsweise in Hoffenheim. Dafür haben wir einen großen Pool von über 100 Sponsoren, welche auch unabhängig von der Liga mit dabei bleiben werden."

Rheinlandpokalfinale von enormer Bedeutung

Besonders das Finale im Rheinlandpokal am 25. Mai ist für die Moselstädter von großer Bedeutung. In erster Linie würde man einen finanziellen Bonus erhalten, welcher bisher nicht in den Planungen berücksichtigt wurde. Ein Sieg gegen die TuS aus Koblenz im Finale würde aber auch die Suche nach einem neuen Trikotsponsor um einiges vereinfachen. "Viele potenzielle Sponsoren werden wohl das Pokalfinale noch abwarten. Wenn wir gewinnen, dann hätten wir auch die Präsenz im Fernsehen für die 1. Runde, was für einen Trikotsponsor von relativ großer Bedeutung ist", so Thiele.

AK

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