Per Rad durchs autofreie Ahrtal

Blankenheim. Rund 15.000 Radler waren in den vergangenen Jahren durchschnittlich auf der Tour de Ahrtal zwischen Blankenheim, Hillesheim, Müsch und Altenahr unterwegs. Für Sonntag, 25. Juni, hat der Blankenheimer Bürgermeister Rolf Hartmann gutes Wetter bestellt. »Die freie B 258 motivierte die Leute natürlich zusätzlich mitzufahren«, so Günter Rosenke, Landrat des Kreises Euskirchen. Die Bundesstraße bleibt nämlich am Sonntag zwischen Blankenheim und Dümpelfeld den Radfahrern vorbehalten und wird für den Autoverkehr gesperrt. Neben dem Kreis Euskirchen und der Gemeinde Blankenheim laden der Landkreis Vulkaneifel, der Kreis Ahrweiler sowie die Verbandsgemeinden Hillesheim, Adenau und Altenahr zur Tour de Ahrtal ein. An 17 Aktionspunkten haben die Orte, die an der Strecke liegen, zwischen 10 und 18 Uhr viele Programmpunkte auf die Beine gestellt. »Das sind nicht nur Bierbrunnen und Hüfburgen, sondern teilweise richtige Messen«, erzählt Hartmann: »In Blankenheim ist die Tour mittlerweile so etwas wie ein Ortsfest geworden.« So findet auf dem dortigen Curtius-Schulten-Platz nicht nur um 10 Uhr die offizielle Begrüßung mit Radlersegen statt. Im Museumscafé wird zudem ein Radlerfrühstück angeboten. Außerdem kann man dort nach vorheriger Anmeldung E-Bikes leihen – ebenso wie in Insul, Altenahr und Ahrbrück. An vielen Stellen können die Akkus der E-Bikes aufgeladen werden. Pannenservice »Das ist dann Wirtschaftsförderung, denn das braucht ja eine Zeit«, erklärt Rosenke mit Blick auf die zahlreichen Verpflegungsangebote während der Wartezeit. Vielerorts bieten Fachleute ihre handwerkliche Hilfe sowie Pannenservices rund um das Zweirad an. In Altenahr starten die Teilnehmer am Bahnhof über den Ahrradweg in Richtung Blankenheim an der Hahnensteiner Mühle findet um 9.30 Uhr ein Radlergottesdienst statt. In Ahrdorf kann zur auf den Kalkeifel Radweg in Richtung Hillesheim gewechselt werden. Ob Familie oder Sportler – die Tour de Ahrtal bietet eine breites Spektrum an Strecken von der kurzen Flachlandetappe bis zum Bergzeitfahren. Letzteres kann zwischen 10 und 13 Uhr von Ahrbrück nach Lind absolviert werden. Vormittags wird ein Bustransfer zwischen Ahrbrück und Blankenheim (Wald) angeboten, nachmittags zwischen Ahrbrück und Müsch sowie zwischen Balnkenheim (Wald) und Ahrhütte. Ein besonderes Spektakel gibt es am Samstag, 24. Juni, in Schuld. Ab 18.30 Uhr wird dort »AhrFelsenInFlammen« mit großem Feuerwerk gegen 22.30 Uhr  gefeiert. Verlosung An allen Anlaufstellen halten die Veranstalter Startkarten für die Teilnehmer bereit. Auf ihr können die Radler an den 17 Aktionspunkten der Tour de Ahrtal Stempel sammeln. Wer mindestens fünf Stempel vorweisen kann, kann seine Karte an einem der Aktionspunkte abgeben. Somit hat man die Chance, bei der großen Verlosung einen der tollen Preise zu gewinnen. @ Mehr dazu im Netz:www.tour-de-ahrtal.de Rund 15.000 Radler waren in den vergangenen Jahren durchschnittlich auf der Tour de Ahrtal zwischen Blankenheim, Hillesheim, Müsch und Altenahr unterwegs. Für Sonntag, 25. Juni, hat der Blankenheimer Bürgermeister Rolf Hartmann gutes Wetter bestellt.…

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Höchste Eisenbahn für den Bahnhof

Blankenheim-Wald. Schon seit längerer Zeit hängt am geschlossen Bahnhof Blankenheim (Wald) ein Banner mit der Bitte: »Küss mich wach!« Gelungen ist das bislang nicht. Der Förderverein »Bahnhof Blankenheim (Wald)« hat aber nun deutlich die Lippen gespitzt. Im Dezember 2009 wurde der Bahnhof Blankenheim (Wald) komplett geschlossen. Zwar kaufte die Gemeinde Blankenheim das Gebäude der Deutschen Bahn 2012 ab, doch verharrt der Bahnhof seit der Schließung im Dornröschenschlaf. Die Mitglieder des Fördervereins, der 2015 als Interessengemeinschaft gegründet wurde, wünschen, den Bahnhof wieder seiner Zweckbestimmung  zuführen zu können – mit Wartebereich, Kiosk oder Café, Anlaufstelle für Reisende und Toiletten. Gemeinde zieht mit Doch die Hoffnung, Interessenten und Investoren zu finden, scheiterte bislang. Nun will der Förderverein die Bahnhofsbelebung selbst in die Hand nehmen. Diese Idee wurde auch von Bürgermeister Wilfried Pracht,  den Blankenheimer Fraktionen und der Verwaltung positiv ausfgenommen, wie Alex Oeliger vom Förderverein berichtet: »Die Gemeinde würde sofort mitziehen, wenn wir ein gutes Konzept vorlegen.  Vorbehaltlich eines Ratsbeschlusses würde die Gemeinde die potenziellen Abrisskosten zusteuern.« Das Konzept, an dem Architekt Uwe Crull mitgewirkt hat, liegt vor. Der Vorstand des Fördervereins hofft jetzt, Sponsoren sowie aktive Mitglieder für das Projekt zu finden. »Mit ein paar Männekes ist kann man die Aufgabe nicht bewältigen« ist sich Oeliger sicher. So wird etwa ein kaufmännisch versierter Mitstreiter gesucht, der bei der Aufstellung eines Wirtschaftsplans hilft. Da die Deutsche Bahn angekündigt hat, mit der Sanierung der Bahnsteige und des Tunnels im Herbst zu starten, möchte der Förderverein am liebsten auch noch in diesem Jahr, spätestens aber 2018 loslegen. Wanderwege Der Bahnhof wurde 1913 mit der Einweihung der Oberen Ahrtalbahn zwischen Ahrdorf und Blankenheim (Wald) eröffnet. Es ersetzte somit das Bahnhofgebäude auf der gegenüberliegenden Seite der Gleise. Heute wird der Bahnhof oft von Wanderern genutzt. Der Eifelsteig sowie zahlreiche Wander- und Radwege führen an ihm vorbei. »Er ist ein totaler Knotenpunkt, aber der Ort wird dieser Bedeutung nicht gerecht«, sagt Manuel Schwabe vom Förderverein: »Momentan hat man eher den Eindruck, man habe eine Zeitreise in die Ostzone der Nachwendezeit gemacht.« Das Konzept für den Bahnhof Im Güterschuppen möchte der Förderverein einen Ausstellungs- und Veranstaltungsbereich installieren, in dem die Besonderheiten der regionalen Natur- und Kulturlandschaft gezeigt werden. Eine Sitzecke, eventuell mit Kaminofen, soll zum Verweilen einladen. In der einstigen Bahnhofsgaststätte sollen wieder Speisen und Getränke gereicht werden. Das künftige Café  oder Bistro soll sein Augenmerk auf eine kurze Speisekarte mit eifeltypischen Gerichten und regionalen, saisonalen Speisen und Getränken legen. Der Nebenraum soll eventuell als Lounge gestaltet werden. Die genau Gestaltung wird aber mit einem möglichen Betreiber abgestimmt. Regionale Produkte Im Fahrdienstleiterraum soll es ebenfalls regionale Produkte zu kaufen geben. Außerdem will der Förderverein dort eine Ausstellung zur regionalen Bahngeschichte zeigen und eventuell einen Fahrradverleih einrichten. Die Wartehalle soll wieder ihre Funktion als solche erhalten. Das Dachgeschoss soll zur Unterkunft für Wanderer ausgebaut werden. Eine oder zwei Wohnungen für den Gastronomen oder als Herberge sollen in der ersten Etage eingerichtet werden. Der Förderverein rechnet mit Kosten in Höhe von 300.000 bis 400.000 Euro für das Projekt.@ Mehr dazu im Netz:www.blankenheim-wald.jimdo.deSchon seit längerer Zeit hängt am geschlossen Bahnhof Blankenheim (Wald) ein Banner mit der Bitte: »Küss mich wach!« Gelungen ist das bislang nicht. Der Förderverein »Bahnhof Blankenheim (Wald)« hat aber nun deutlich die Lippen gespitzt. Im Dezember…

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Der »Kleine Fuchs« nascht gerne an den Brennnesseln

Ahrhütte. Kunst im Außenbereich, Botanischer Garten, exotische Falter, viele Tiere und Anleitung für den heimischen Gartenbau: Der  Schmetterlingsgarten »Eifalia« hat einiges mehr zu bieten als »nur« die farbenprächtigen Schmetterlinge und ist damit ein attraktives Ausflugsziel für die ganze Familie.  Auch die einheimischen Schmetterlinge wie »Kleiner Fuchs« oder der seltene Schwalbenschwanz haben in Ahrhütte eine Heimat gefunden - im neuen Botanischen Garten, den Ulla Große Meininghaus gemeinsam mit ihrer Familie angelegt hat. »Es war unser Bestreben«, verrät die Betreiberin des Schmetterlingsgartens Eifalia, »nicht nur die Exoten im  Glashaus, sondern auch unsere einheimischen Falter im Außenbereich zu zeigen.« Und so entstand ein Areal, auf dem rund 100 der wichtigsten Futterpflanzen für die Raupen der Eifel-Schmetterlinge ausgestellt und beschildert sind. Darunter fallen die Brennnessel als wichtige Futterpflanze für den Kleinen Fuchs, Tagpfauenauge, C-Falter, Landkärtchen, Admiral und des Distelfalters oder der Sauerampfer für den Feuerfalter, der Spitzwegerich für einige Scheckenfalterarten oder  die »wilde Möhre« für den Schwalbenschwanz. Und man verrät den Besuchern auch, wie man den eigenen Garten zu einem Refugium für die Falter machen kann. »Wir haben eine Schmetterlingsinsel angelegt, die als Musterbeispiel für Jedermann zur Nachstellung im eigenen Garten gelten kann und so als ein Rückzugsgebiet der Schmetterlinge dienen soll«, so Ulla Große Meininghaus. Refugium Auf dieser Insel finden die Schmetterlinge nicht nur ihren Nektar, sondern können auch an den nicht weit entfernten Futterpflanzen ihre Eier ablegen. So werde ein kleines Stück Garten ein großer Schritt in Richtung Schmetterlingsschutz. Spannend nicht nur für Kinder ist das Kleintiergehege im Außenbereich, in dem sich Kurzhaarmeerschweinchen, Bartkaninchen, Küken von Zwerg-Seidenhühnern und griechische Landschildkröten tummeln. Zudem beherbergt der Schmetterlingsgarten drei Bienenvölker. Imker Manuel Schwabe aus Blankenheimerdorf organisiert Führungen, bei denen man alles rund um die Bienenvölker und die Honiggewinnung erfährt. Der benachbarte Spielplatz wird weiter verschönert werden. Die Gemeinde Blankenheim hatte dort schon  ein neues Spiel- und Klettergerüst aufgebaut.Kunst im Außenbereich, Botanischer Garten, exotische Falter, viele Tiere und Anleitung für den heimischen Gartenbau: Der  Schmetterlingsgarten »Eifalia« hat einiges mehr zu bieten als »nur« die farbenprächtigen Schmetterlinge und ist damit ein…

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Die sauberste Luft gibt‘s in der Eifel

Hellenthal. Wer im Urlaub auf der Suche nach guter Luft ist, fährt gerne an Nord- oder Ostsee. Doch die sauberste Luft Deutschlands findet man tatsächlich am Weißen Stein in Udenbreth. Seit rund fünf Jahren messen der Meteorologe Dr. Karsten Brandt und das Team des Donnerwetter.de-Wetterparks am Weißen Stein die Luftqualität. »Nach ein paar Jahren köönnen wir nun das erste Zwischenfazit liefern. Die Luftqualität ist unglaublich. Die Werte sind faszinierend«, zeigt Brandt sich begeistert. Stickoxide und Kohlenmonoxide seien so gut wie gar nicht nachweisbar – trotz hoher Empfindlichkeit des Messgerätes.  Auch die Feinstaubwerte seine »jenseits von Gut und Böse« – im positiven Sinne. »Mit der Messtechnik kann man erkennen, ob im benachbarten Wohnmobilhafen ein ein alter Diesel oder ein modernes Wohnmobil läuft«, erklärt er. Das Gerät analysiert die Menge an feinsten Partikeln, die in der Luft schweben. Amtlich verbrieft Zwischen etwa 280 und 360 schwankt die Zahl, als Brandt das Gerät im Rahmen der öffentlichen Vorstellung des sensationellen Ergebnisses demonstriert. »Selbst an Ski-Tagen, wo viele Autos herkommen, ist die Luftqualität besser als in Aachen oder Köln«, sagt er.  Dass die Eifeler Qualität besonders gut ist, dokumentiert auch die amtliche Wetterstation in Simmerath, die Werte für das Landesumweltamt liefert. »Da liegt die Feinstaubbelastung bei fünf Mikrogramm pro Kubikmeter. Hier oben ist es sogar nur die Hälfte«, freut sich Brandt. In Köln liege die Belastung bei zwischen 20 und 100 Mikrogramm, so Brandt. Selbst an Nord- und Ostsee sei die Feinstaubbelastung aufgrund der Schiffsdiesel höher. Ardennen Wenn das Ergebnis auch nicht überall exakt so sei wie in Udenbreth, so gelte doch für alle Höhenzüge der Eifel, dass die Luftqualität besonders gut sei. Doch warum ist gerade die Eifeler Luft die beste Deutschlands? »Eine große Rolle spielt die Höhenlage«, erklärt Brandt: »Die Simmerather Wetterstation liegt 500 Meter über Null, der Wetterpark am Weißen Stein sogar 700 Meter. Und eine ganze entscheidende Rolle spielen die Wälder der Ardennen.« Durch die Bäume werde die Luft gereinigt. Die große Anzahl an Fichten sorge auch im Winter für eine gute Reinigung, weiß Hellenthal Bürgermeister Rudolf Westerburg. Allerdings warnte er davor, dass diese Fähigkeit deutlich abnehme, sollte es im belgischen Tihange zu einem Reaktorunfall kommen. »Dann hängt extrem viel von der Wetterlage ab«, so Brandt dazu: »Man kann nicht vorhersehen, was dann passiert. Aber es ist ein Risiko, das dringend beseitigt werden muss.« Kritik an Trump Luft sei ein Lebensmittel, sagt Brandt. Man amche sich darüber wenig Gedanken, weil es kostenlos ist. Deshalb findet er deutliche Worte für das Verhalten von US-Präsident Donald Trump: »Das Verhalten ist asozial. Für ihn gilt: Wenn ich schädliche Gase rauslasse, trifft das ja meine Nachbarn.« Eigentlich sei das Problem nur weltweit zu lösen. Die gute Luftqualität in der Eifel resultiere auch aus 30 bis 40 Jahre gute Reinhaltepolitik in Europa. »Wir wissen schon länger, dass manche Touristen zu uns kommen, weil es ihnen vom Arzt empfohlen wurde«, erzählt Westerburg. Doch nun gelte es, die beste Luft Deutschlands stärker zu vermarkten. »Wir haben die Nordeifel Tourismus informiert. Da muss noch ein schöner Slogan her.« Den hat der Donnerwetter.de-Wetterpark bereits. Die Betreiber haben nun eine Bildwand mit einer riesigen Nase aufgestellt, in die die Besucher zum Slogan »Hier macht die Nase Augen« ihr Gesicht halten können.Wer im Urlaub auf der Suche nach guter Luft ist, fährt gerne an Nord- oder Ostsee. Doch die sauberste Luft Deutschlands findet man tatsächlich am Weißen Stein in Udenbreth. Seit rund fünf Jahren messen der Meteorologe Dr. Karsten Brandt und das Team…

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Hannah Kroiß betreibt »zirkusreifen« Leistungssport

Hellenthal. Pardon, liebe Hannah Kroiß, aber deine Leistungen sind »zirkusreif«. Und das ist mehr als anerkennend gemeint. Denn der Sportart, die von der 14-Jährigen aus Hellenthal als Leistungssport betrieben wird, sind die meisten wohl tatsächlich im Zirkus das erste Mal begegnet. Hannah Kroiß betreibt das »Volitgieren«. »Im Prinzip«, meint die junge, sehr aufgeschlossene Dame, »ist Voltigieren nichts anderes als das Turnen auf dem Pferd.« Und im Turnen liegen auch ihre erfolgreichen Wurzeln. Zuerst betrieb sie nämlich zusammen mit ihrer Zwilllingsschwester Theresa in Nördlingen Kunstturnen und schaffte in dieser Disziplin den Sprung zum bayrischen Stützpunkt und damit in die Turner-Elite. Und warum ausgerechnet Turnen? »Was soll man denn sonst mit so bewegungsfreudigen Kindern machen, denen normales Kinderturnen sehr bald zu langweilig wurde«, lacht Mutter Monika Kroiß, die in Hellenthal als freiberufliche Hebamme tätig ist. Neben dem Kunstturnen betrieben beide Schwestern zunächst auch das Voltigieren. Spätestens mit dem Umzug in die Eifel fiel dann aber die Entscheidung, sich ganz auf den Sport mit dem Pferd zu konzentrieren. Und das erwies sich als gar nicht so einfach, denn das Voltigieren ist nicht gerade eine Sportart, die in der Eifel sehr häufig betrieben wird. Nachdem die beiden Schwestern zunächst in Adenau trainierten, zog es sie schließlich zum Voltigierverein Köln-Dünnwald. »Köln«, verrät Hannah Kroiß, »zählt zudem zu den Hochburgen in unserem Sport.« Und während Schwester Theresa das Voltigieren in einem Team bevorzugt, geht Hannah Kroiß zusätzlich im Einzel an den Start. Und das mit sehr großem Erfolg. Die 14-Jährige ist nicht nur Mitglied im Kader des Pferdesportverbandes Rheinland, sondern erhielt für den 20. Mai auch eine Einladung nach Warendorf, das Mekka des Pferdesports. Dort geht sie beim »Preis der Besten« an den Start - einem Wettkampf, dem sich nur die 15 besten Voltigierer im Lande stellen dürfen.El DoradoDer Weg dorthin war allerdings sehr anstrengend. Denn so weit zu kommen, muss Hannah Kroiß, die das Clara-Fey-Gymnasium in Schleiden besucht, mindestens drei Mal in der Woche zum Training nach Köln - und das erstreckt sich an Werktagen über drei, samstags auch mal bis zu sieben Stunden.Ihr Partner ist übrigens »El Dorado«. So lautet der Name des Pferdes, auf dessen Rücken Hannah Kroiß ihre bisherigen großen Erfolge erturnte. Es gehört dem Verein und wird der jungen Sportlerin zu Verfügung gestellt. VoltigierenHannah Kroiß ist Mitglied im renommierten Voltigierverein Köln-Dünnwald, wo sie auch mindestens drei Mal in der Woche trainiert. Bei ihrem Sport, dem Voltigieren handelt es sich um Akrobatik, die unter Ausführen verschiedener turnerischer Elemente auf einem galoppierenden Pferd präsentiert wird.Beim Voltigieren gibt es verschiedene Disziplinen: Das Einzelvoltigieren, das Doppelvoltigieren und das Gruppenvoltigieren. In jedem Wettkampf, außer beim Doppelvoltigieren, muss zuerst eine Pflicht und dann eine Kür gezeigt werden. Dabei werden innerhalb einer gesetzten Zeit unterschiedliche turnerische Elemente auf dem Pferd gezeigt und dargestellt - und dies alles zu einer selbst ausgewählten musikalischen Begleitung. »Das ist«, lacht Hannah Kroiß, »durchaus vergleichbar mit der Kür beim Eiskunstlauf. Auch wir müssen nicht nur sportliche Höchstleitsung erbingen, sondern auch Anmut und Choreographien zeigen.« @ Mehr dazu im Netz:www.vvkoeln-duennwald.dePardon, liebe Hannah Kroiß, aber deine Leistungen sind »zirkusreif«. Und das ist mehr als anerkennend gemeint. Denn der Sportart, die von der 14-Jährigen aus Hellenthal als Leistungssport betrieben wird, sind die meisten wohl tatsächlich im Zirkus…

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Zum Motorrad gibt‘s den Ersatzmotor dazu

Krekel. »Das werden zwei Tage Party«, verspricht Walter »Waldi« Lehnertz. Am Samstag, 1. Juli, und Sonntag, 2. Juli, lädt der Trödel- und Antikhändler zu Sommerfest und  Oldtimermarkt ein. Der Hof vor seinem »Eifel Antik«-Geschäft in Krekel soll voller Oldtimer sein. Deshalb suchst Waldi noch Autos, Trecker und Motorräder. Im Mittelpunkt steht ein Ford Granada, Baujahr 1984, den er gerade aufhübschen lässt. »Da steht natürlich auch die Startnummer 80 drauf«, erzählt der Händler, der in der ZDF-Sendung »Bares für Rares« auch als »80-Euro-Waldi« bekannt ist. Auf dem Granada, mit dem Waldi künftig zu PR-Terminen fahren will, werden zudem die Schriftzüge von Freunden und Förderern verewigt. Verkaufen will Waldi unter anderem ein Motorrad – eine schwarz glänzende Pannonia mit Beiwagen, die er bei »Bares für Rares« gekauft hat. Sogar einen Ersatzmotor liefert Waldi mit. Gefeiert werden soll mit Speis und Trank, Live-Musik und einigen Überraschungen. An beiden Tagen geht es um 10 Uhr los. »Wir feiern dann bis spät in die Nacht«, vermutet Waldi schmunzelnd. Schauspieler Tom Barcal will an diesem Wochenende seinen Geburtstag in Krekel feiern und auch Schlagersänger Jürgen-Peter will kommen.Von seinen TV-Kollegen haben ebenfalls bereits einige ihren Besucher angekündigt. »Detlev Kümmel, Susanne Steiger und einige andere sind da«, verrät Waldi. Promi-Experten Die prominenten Experten und der Hausherr wollen die Raritäten, die  die Besucher mitbringen, fachkundig bewerten. Ähnliches gilt auch für die Firma »Lackzauber«. Die Experten werden den Besuchern die Analyse der Lacke ihrer Fahrzeuge und das Ausstellen von Lackpässen anbieten. So ist es später einfach, einen Ersatzlack mit dem richtigen Farbtyp zu finden. Da es Waldi am Herzen liegt, anderen zu helfen, erbitten sich die Fachleute für ihre Dienste Spenden. Die sollen später einem Gnadenhof zu Gute kommen. »Bislang habe ich immer für Menschen gesammelt, jetzt sind mal die Viehcher dran«, sagt der gelernte Pferdefachwirt Lehnertz. Deswegen bittet er darum, dass sich regionale Gnadenhöfe bei ihm melden, um einen auswählen zu können. www.eifel-antik.de »Das werden zwei Tage Party«, verspricht Walter »Waldi« Lehnertz. Am Samstag, 1. Juli, und Sonntag, 2. Juli, lädt der Trödel- und Antikhändler zu Sommerfest und  Oldtimermarkt ein. Der Hof vor seinem »Eifel Antik«-Geschäft in Krekel soll voller…

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Die Kinderstadt sucht noch „Verwaltungsangestellte“

Mechernich. Nach den beiden erfolgreichen »Mechernicher Kinderstadt«-Wochen werden wir nun über 100 junge Bürgerinnen und Bürger in der zweiten Ferienwoche die Kinderstadt zum Leben erwecken. Damit dieses gut gelingen kann, ist ein Pool von Teamern notwendig. Wer diesen Pool in der Zeit vom 24. bis zum 28. Juli noch verstärken möchte, der kann sich noch melden. Neben der praktischen Erfahrung in der Arbeit mit Kindern gibt es für jeden Teamer auch eine Bescheinigung über ehrenamtliches soziales Engagement, welche bei Bewerbungen, Au-pair-Vermittlungen und ähnlichem gerne gesehen sind. Desweiteren können Teamer auch ein Praktikum absolvieren. Auch die Möglichkeit des bezahlten Sonderurlaubs ist durchaus möglich. Neben einer Woche mit vielen Eindrücken, Erlebnissen, begeisterten Kindern, kreativen Aktionen bekommen die Teamer kostenlos das Mittagessen und Getränke. Schulung Als Teamer muss man mindestens 16 Jahre alt sein. Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern oder sogar die Jugendleitercard sind hilfreich, aber nicht unbedingt erforderlich. Neben der Zeit für die Kinderstadt selbst muss man an einer der beiden dreistündigen Schulungen am 30. Juni oder am 22. Juli teilnehmen. Bei Fragen stehen die Mitarbeiter der K.O.T. Mechernich für Teamer und andere Interessierte per E-Mail unter mecki@mechernicher-kinderstadt.de oder per Telefon unter 02443-8783 zur Verfügung. Auf- und Abbau Außerdem sucht die Kidnerstadt Helfer für den Aufbau am 22. Juli und den Abbau am 28. Juli sowie für logistische Unterstützung im Vorfeld oder während des Projektes. Für alle interessierten Helfer gibt es Informationen auf der Internetseite der Mechernicher Kinderstadt. www.mechernicher-kinderstadt.de Nach den beiden erfolgreichen »Mechernicher Kinderstadt«-Wochen werden wir nun über 100 junge Bürgerinnen und Bürger in der zweiten Ferienwoche die Kinderstadt zum Leben erwecken. Damit dieses gut gelingen kann, ist ein Pool von Teamern notwendig.…

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In Weiler am Berge macht das ganze Dorf Musik

Weiler Am Berge. Wer als Musiker im Kreis Euskirchen aktiv ist, weiß es längst: Auftrittsmöglichkeiten sind in der Region eher dünn gesät. Dem wird nun bereits im zweiten Jahr in Weiler am Berge aktiv entgegengewirkt. Nach dem tollen Zuspruch vom letzten Jahr in frühsommerlicher Atmosphäre gibt es die Neuauflage von »Ein Dorf macht Musik«. Am Samstag, 10. Juni, ist es ab 15 Uhr soweit. Mehr als zehn Bands, Chöre und Ensembles treten in Weiler am Berge auf dem Gelände der Alten Schule (Spitzbergweg 5) an, einen ganzen Tag voller Musik zu gestalten. Von Oldies über Pop- & Jazzgesang, Comedy, Schlager oder Progressive Rock bis hin zu den Klassikern der Musikbox: Eine unheimlich breite stilistische Palette wird an diesem Tag aufgeführt werden. Das musikalische Programm bestreiten: The J Conspiracy (Progressive Rock)Sound Around (Frauen-Popchor)Limbo – Das Niveau singt (Comedy Ukulele)Flashmob (Mädchen-Popchor)KGK (ehrlicher, handgemachter Rock)Sabine (Schlager & Pop)The Basement Four (Rock‘n Roll & Blues)EU.motions (Vocalensemble Pop & Jazz)After Midnight (Oldies der 60er & 70er)Rothkopf plus (Jukebox Classics)und weitere Überraschungen... Da die Stimmung eines Dorffestes statt der eines Konzertes angestrebt wird,  verzichtet man auf bewusst große Bühne und riesige Beschallung. Man erlebt Musiker zum Anfassen und Fachsimpeln. Bei Kaffee und Kuchen oder später einem Bierchen und Grillwürstchen lässt es sich entspannt klönen oder den Darbietungen lauschen. Spielgeräte und eine Hüpfburg für die Kleinsten sorgen dafür, dass es ein Event für die ganze Familie wird. Eintritt ist frei. www.thejconspiracy.net/tag/weiler-am-berge/ Wer als Musiker im Kreis Euskirchen aktiv ist, weiß es längst: Auftrittsmöglichkeiten sind in der Region eher dünn gesät. Dem wird nun bereits im zweiten Jahr in Weiler am Berge aktiv entgegengewirkt. Nach dem tollen Zuspruch vom letzten Jahr in…

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Geselle, Meister und Bachelor gleichzeitig

Menschen aus der Region. Nach der Schulzeit steht für viele Abgänger die Frage: Studium oder Ausbildung? Auch Manuel Klinkhammer aus Lorbach musste sich entscheiden, wie es nach der Schule für ihn weitergeht. Nach einigem Suchen entschied er sich für den noch unbekannten Weg eines Trialen Studiums. »Unseres Wissens ist Manuel Klinkhammer der erste Absolvent eines Trialen Studiums im Bezirk der Handwerkskammer Aachen«, so Uwe Günther, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Rureifel. Ursprünglich wollte der heute 25-Jährige zur Bundespolizei, doch aufgrund einer Sehschwäche wurde er nicht zur Ausbildung angenommen. Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) ließ in ihm den Wunsche reifen, Soziale Arbeit zu studieren. Doch davor stand die Hürde des Numerus Clausus. In einer Fachzeitschrift las er schließlich vom Trialen Studium im Handwerk – eine Ausbildungsmöglichkeit, die nicht nur ihm bis dahin unbekannt war. Auch Vater Guido Klinkhammer, der in Lorbach seit 24 Jahren seinen eigenen Malerbetrieb führt, und Mutter Irene Klinkhammer, die neben ihrer Arbeit im Botanischen Institut der Uni Köln den Familienbetrieb unterstützt, hatten von dieser Ausbildung noch nie etwas gehört. Viereinhalb Jahre Im Rahmen des Trialen Studiums absolvieren die Kandidaten zunächst eine Ausbildung zum Gesellen, anschließend die Weiterbildung zum Handwerksmeister und zusätzlich das betriebswirtschaftliche Bachelor-Studium »Handwerksmanagement« – in diesem Fall am Kölner Campus der Fachhochschule des Mittelstands. Das Ganze dauert rund viereinhalb Jahre. »Hätte mir vor fünf Jahren jemand gesagt, dass ich ins Handwerk gehe, hätte ich das nicht geglaubt«, erzählt Manuel Klinkhammer: »Allerdings bin ich dem Malerhandwerk verbunden, seit ich 14 Jahre alt bin.« In den Ferien und am Wochenende habe er immer mal wieder im Betrieb des Vaters mitgewirkt. Etwas mit den Händen zu schaffen und direkt Ergebnisse zu sehen, gefalle ihm. Das Triale Studium bietet ein breites Spektrum an handwerklichen und kaufmännischen Inhalten. Akzeptanz »Mit macht einerseits das Handwerk selbst Spaß – insbesondere neue Dekortechniken. Mir macht auch Spaß, mich damit zu beschäftigen, wie ich diese neuen Techniken verkaufen und dem Kunden schmackhaft machen kann.« Dass er die Ausbildung im väterlichen Betrieb absolviert, stand für ihn sofort fest. »Aber die Akzeptanz auf der Baustelle musste ich mir in den jungen Jahren erarbeiten«, erzählt Manuel Klinkhammer. »Es hat drei bis sechs Monate gedauert, bis ich von den Altgesellen akzeptiert war. Die dachten am Anfang, wenn der Sohn vom Chef kommt, will er uns nur kontrollieren«, erzählt er. Und auch Bauleiter, mit denen er zu tun hatte, hätten bisweilen gefragt, wer denn der »richtige« Ansprechpartner für sie sei. Allerdings konnte er im Betrieb auch neu erworbenes Wissen einbringen. »Er hat zum Beispiel die Computerarbeit oder Kreativsachen mitgebracht«, berichtet Vater Guido Klinkhammer. Überzeugungsarbeit Manchmal dauerte es aber etwas länger, bis sein Sohn ihn überzeugen konnte. »Es hat lange gebraucht, bis wir einheitliche T-Shirts für die Mitarbeiter eingeführt haben«, schmunzelt Klinkhammer junior. Gerade hat er seine Bachelorarbeit abgeschlossen, in der er sich unter anderem mit der Gewinnung und der Motivation von Mitarbeitern beschäftigt hat. Nun will er einige Jahre in anderen Unternehmen der Region arbeiten, um zu vergleichen, was im väterlichen Malerbetrieb gut und was dort weniger gut läuft, um schließlich zurückzukehren und den Betrieb später einmal zu übernehmen. Das Triale Studium Das Triale Studium Handwerksmanagement (B.A.) wird am Kölner Campus der Fachhochschule des Mittelstandes (FHM) angeboten. Manuel Klinkhammer gehört zu den Absolventen des dritten Jahrgangs. Das Studium dauert rund viereinhalb Jahre und umfasst eine Gesellenausbildung, eine Weiterbildung zum Meister und einen Bachelorabschluss. Der wissenschaftlicher Studiengangleiter Prof. Sascha Lord erklärt: »Hintergrund des Studiengangs ist der Fachkärftemangel. Oft verstehen die Leute, Dinge zu vermarkten, aber sie verstehen nicht, was sie da vermarkten.« Das werde im Studium gelehrt. »Oft spielt auch eine Firmenübernahme eine Rolle«, so Prof. Lord. Denn mit dem Studiengang werden Führungskräfte befähigt. Mit den Studenten wird zu Beginn des Studiums geklärt, ob sie lieber Präsenzveranstaltungen oder Lehrstunden via Internetchat wollen. »Das Studium ist sehr komprimiert. Das bedeutet Stress«, verdeutlicht er. Manuel Klinkhammer lobt: »Im Studium war immer ein Praxisbezug gegeben und man wusste: man lernst für das Handwerk.« Die Handwerkskammern helfen bei der Vermittlung eines Trialen Studiums.@ Mehr dazu im Netz:www.fh-mittelstand.deNach der Schulzeit steht für viele Abgänger die Frage: Studium oder Ausbildung? Auch Manuel Klinkhammer aus Lorbach musste sich entscheiden, wie es nach der Schule für ihn weitergeht. Nach einigem Suchen entschied er sich für den noch unbekannten Weg…

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Nach sieben Jahren wieder Kirmes

Olef. Beim Junggesellenverein in Olef heißt es klotzen, nicht kleckern. Im November haben die Mitglieder des jungen Vereins ein knapp zehn Meter hohes Martinsfeuer aufgeschichtet. Nun erfüllen sie sich den Traum von einer Neuauflage der Olefer Kirmes. Mit 20 Mitgliedern hat sich Junggesellenverein (JGV) im vergangenen November gegründet. In der Zwischenzeit hat er einen regen Zuspruch gefunden, so dass ihm mittlerweile über 50 Mitglieder angehören – Männer und Frauen wohlgemerkt. Und die setzen nun alles daran, den Olefern am kommenden Wochenende, 23. bis 25. Juni, eine tolle Kirmes zu bereiten. Letztmals gab es dies vor sieben Jahren, wie der JGV-Vorsitzende Jan Griskewitz berichtet. »Aber wir hatten keine Anhaltspunkte, was wir so machen müssen und wie viel wir bestellen müssen«, erzählt er. Bötchenrennen »Bis zum Februar haben wir nur gerechnet, wie viel die Kirmes kostet und ob es machbar ist«, so Griskewitz: »Dann haben wir gesagt, wir machen das jetzt erst einmal und gucken, was es tatsächlich kostet und wie es läuft.« Die Resonanz auf die Neuauflage der Kirmes sei bei den Bewohnern Olefs durchweg positiv gewesen. Viel Arbeit kostet beispielsweise die Vorbereitung des Bötchenrennens, bei dem es tolle Preise zu gewinnen gibt. »Wir sägen rund 200 Bötchen aus alten Holzpaletten aus«, so Griskewitz. Am Samstagnachmittag stehen die Kinder bei der Olefer Kirmes im Mittelpunkt. Zusätzlich zu Karussell, Süßwarenbude und Pfeilwurfbude, die die gesamte Kirmes über zum Vergnügen beitragen, werden extra Attraktionen für die kleinen Besucher geschaffen. Die Junggesellenverein hofft auf eine positive Resonanz. Denn dann wollen die Mitglieder auch im nächsten Jahr wieder eine Kirmes in Olef auf die Beine stellen. Kirmes-Programm Freitag, 23. Juni: Um 18 Uhr wird der Kirmesbaum aufgestellt.Samstag, 24. Juni: Von 15 bis 17 Uhr gibt es die Kinderkirmes mit Bogenschießen, Waffeln und weiteren Aktionen. Abends Kirmesmesse und Ausgraben des Kirmesknochens. Ab 20 Uhr ein »Summeropening« mit der Coverband »Strike Up«.Sonntag, 25. Juni: Um 10 Uhr startet das Frühschoppen, um 14 Uhr werden die Bötchen für das Rennen zu Wasser gelassen.Beim Junggesellenverein in Olef heißt es klotzen, nicht kleckern. Im November haben die Mitglieder des jungen Vereins ein knapp zehn Meter hohes Martinsfeuer aufgeschichtet. Nun erfüllen sie sich den Traum von einer Neuauflage der Olefer Kirmes. Mit…

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Team Sleyda ist zurück

Schleiden. Es ist einige Zeit ins Land gezogen. Die zwei Männer, die sich zehn Tage lang das Cockpit eines alten Ford Explorer, Baujahr 1995, teilten, hat der Alltag längst wieder. Und dennoch zeigen sich beide noch immer begeistert von ihrem wilden Ritt durch das vereinte Königreich. Viele Leser haben die Reise des »Team Sleyda« durch Großbritannien auf der Facebook-Seite des Schleidener WochenSpiegel mit verfolgt. Gregor Scheld und Ede Hanf, beide aus Schleiden, haben bei der Charity-Rallye »Knights of the Island« teilgenommen, die im Mai in Brüssel ihren Anfang und in Edinburgh ihr Ende nahm. Dazwischen lagen rund 3.500 Kilometer Strecke, die auf kleinsten Straßen absolviert wurden. »Das Tagespensum«, so Gregor Scheld, »lag zwischen 280 und 350 Kilometern. Und dafür haben wir oft bis zu zehn Stunden gebraucht.« Verantwortlich dafür war weniger der Linksverkehr auf der Insel, an den man sich schnell gewöhnt hatte, als vielmehr die wahrlich sehr engen und schmalen Straßen. Steinmauern »Und die«, Ede Hanf, »waren sehr oft von Steinmauern begleitet.« Was bei Gegenverkehr zur Konsequenz hatte, dass man entweder die nächste Haltebucht ansteuern oder notfalls zurücksetzen musste. »Die Black Mountains in Wales« - so die einstimmige Antwort auf die Frage, was die beiden Schleidener auf ihrer Tour über die Insel am meisten beeindruckt habe. Da sei man von der Natur einfach überwältigt - und das selbst bei typischen Inselwetter. Schottische Beratung »Es hat«, lacht Gregor Scheld, »jeden Tag geregnet, aber auch die Sonne hat sich blicken lassen.« Ede Hanf hat der schnelle Wechsel in der Vegetation fasziniert: »Eben noch befand sich mit Palmen am Meer und wenige Höhenmeter weiter präsentierte sich die karge Landschaft der schottischen Highlands.« Beeindruckt zeigten sich beide auch von der Freundlichkeit und Offenheit der Schotten. Im Supermarkt sei man gleich bei der Wahl des richtigen Whiskeys beraten worden... Vom Veranstalter der Charity-Rallye wurden die Teilnehmer erst beim Start mit einem Roadbook ausgestattet, das fortan als Wegweiser dienen sollte, aber auch die ein oder andere Aufgabe an die Teilnehmer stellte. So erheischte beispielsweise das Team Sleyda Sonderpunkte, weil man den Ford Explorer schick zurecht gemacht hatte (Foto oben). Oder man musste nach schottischer Manier Baumstämme über einen Parcour wuchten. »Vor allen Dingen aber«, schwärmten Scheld und Hanf, »sind wir in Ecken und Landschaft gekommen, die wir so nie zu Gesicht bekommen hätten.« Denn vorbereitet wird eine solche Rallye rund drei Jahre lang. Und für beide steht fest: Der Ford Explorer bleibt dem Team erhalten. Er soll im kommenden Jahr wieder zum Einsatz kommen. Bei welcher Rally dies sein wird, steht noch nicht fest. Gewinner Ein Gewinner der Rallye ist übrigens die Hilfsgruppe Eifel. Für sie hat das Team Sleyda eifrig Spenden gesammelt. Am Ende kamen stolze 1000 an Spenden zusammen, weitere 300 Euro gehen an den Spenderempfänger des Veranstalters. Technische Ausrüstung dabei Kameras, Action-Cam und sogar eine Drohne. »Wir hatten einiges im Gepäck«, lacht Gregor Scheld. Und die technische Ausrüstung wurde auch intensiv zum Einsatz gebracht.»Wir haben«, so Ede Hanf, »unwahrscheinlich viel gefilmt und viele Fotos gemacht.« Und dies aus zwei Gründ: Zum einen möchte sich das Team Sleyda natürlich eine Erinnerung an eine unvergesslich Tour bewahren. Zum anderen helfen die Aufnahmen dabei,  die vielen Eindrücke zu verarbeiten. Und auch die WochenSpiegel-Leser profitieren. Mit einem Klick ins Internet sind auch sie bei der Rundfahrt über die Insel mit von der Partie. Es ist einige Zeit ins Land gezogen. Die zwei Männer, die sich zehn Tage lang das Cockpit eines alten Ford Explorer, Baujahr 1995, teilten, hat der Alltag längst wieder. Und dennoch zeigen sich beide noch immer begeistert von ihrem wilden Ritt durch…

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Rendevous mit der »Queen of Eifel-Crime«

Wolfgarten. Rendevous an einem Ort, in dem sich am Ende der Stromleitung angeblich ein Forsthaus befinden soll. Carola Clasen ist zu Besuch in Wolfgarten, jenem Ort, in dem sie ihrer Romanfigur Sonja Senger ein malerisches Zuhause gegeben hat. Und gleich zu Beginn klärt die Krimiautorin darüber auf, dass es das Forsthaus nie gegeben hat, wohl aber die Stromleitung. »Die ist leider auch verschwunden, als man sie durch ein Erdkabel ersetzt hat«, schmunzelt Carola Clasen. Sie ist zwar eine erfolgreiche Autorin von Eifelkrimis, hat selbst aber nie in der Eifel gewohnt. Hürth und aktuell Köln waren bzw. sind ihre Wohnorte. Und in Hürth sollte auch ihr erster Krimi spielen, den sie 1998 veröffentlichen wollte. Der Ort sagte aber ihrem damaligen Verleger nicht zu, der anregte, sich doch lieber aufs Land zu begeben, wo gerade die Eifelkrimis dank Jacques Berndorf und Ralf Kramp eine immer größere Fangemeinde fanden.Start in Trier»Da in Trier noch keiner ermittelte, ließ ich die ersten zwei Fälle mit Sonja Senger dort spielen«, erinnert sich die Erfolgsautorin. Der Umzug erfolgte dann mit dem Wechsel zum KBV-Verlag und Wolfgarten wurde zum Mittelpunkt des Geschehens. »Den Ort«, so Carola Clasen, »habe ich mir ganz gezielt ausgesucht.« Denn 2004 befand sich der Nationalpark Eifel in der Entstehung und Wolfgarten ist der einzige Ort, der komplett von diesem Schutzgebiet umschlossen ist.WendeUnd so stellte Wolfgarten auch die perfekte Kulisse für einen wichtigen Einschnitt in Clasens Werk. »Mit Frieda Stein«, so die Autorin, »rückt eine neue Kommissarin in den Mittelpunkt - und zwar in meinem neuen Krimi ‚Eifelmadonna‘.« Dort tritt sie die Nachfolge von Sonja Senger an, die in Pension geschickt wurde. Ihre bisherige Hauptakteurin rückt daher zwangsläufig etwas in den Hintergrund und wird dort auch künftig bleiben. Dies kündigte jedenfalls Carola Clasen an. Und es ist gut möglich, dass die Fans ihrer Romane nicht zwei Jahre auf das nächste Buch warten müssen. »Einen neuen, tollen Plott habe ich schon im Kopf, nur schreiben muss ich ihn noch.« Und das sei ein durchaus anstrengender Vorgang, denn sie entwickele viele Handlungsstränge während des Schreibens. »Und da verzettelt man sich dann auch schon einmal«, lacht die Autorin, die schon seit früher Kindheit mit der Eifel vertraut ist.Wandern»Schon als Kind bin ich mit meinen Eltern hierhin zum Wandern gekommen«, gibt die Autorin zu, das zunächst gar nicht gemocht zu haben. Die Einstellung hat sich gründlich geändert. »Heute liebe ich die Eifel, vor allen Dingen die Ecken, in denen meine Geschichten spielen.« Auch gegen ihren Beinamen »Queen of Eifel-Crime« hat sie nichts. Ihr hatte eine missliebige Journalistin noch 1999 bescheinigt, nie eine solche Queen zu werden. Und das hatte wohl ihr späterer Verleger Ralf Kramp gehört, sich gemerkt und später zu ihrem Markenzeichen gemacht. Wie das Leben so spielt ...Eifelmadonna»Eifelmadonna« ist Carola Clasens zehnter Roman der beliebten Reihe um die eigenwillige Kriminalhauptkommissarin Sonja Senger. Dieses Mal zerreißen Schüsse die tiefe Stille der Neumondnacht, die sich wie ein Tuch aus schwarzem Samt über dem kleinen Eifelort Wolfgarten ausbreitet. Vor dem Forsthaus am Ende der Stromleitung liegt ein Unbekannter mit einer Kugel im Kopf. Ein weiteres Projektil durchschlägt ein Fenster – nur um Haaresbreite entgeht die Euskirchener Kriminalkommissarin Frieda Stein dem Tod. Galt die Kugel ihr, der neuen Kollegin im Euskirchener Team, oder der pensionierten Hauptkommissarin Sonja Senger, der Eigentümerin des Forsthauses? Senger ist mit unbekanntem Ziel verreist und nicht erreichbar, Stein ist nach den Schüssen traumatisiert ..Carola Clasen, Eifelmadonna, Taschenbuch, 287 Seiten, ISBN 978-3-95441-255-6, 10,95 Euro; E-Book: ISBN 978-3-95441-269-3, 8,99 EuroPremierenlesung Carola Clasen liest aus ihrem neuen Eifelkrimi »Eifelmadonna« am Freitag, 23. Juni, ab 19.30 Uhr im Casino Euskirchen, Kaplan-Kellermann-Straße 1.@ Mehr dazu im Netz:www.kbv-verlag.de Rendevous an einem Ort, in dem sich am Ende der Stromleitung angeblich ein Forsthaus befinden soll. Carola Clasen ist zu Besuch in Wolfgarten, jenem Ort, in dem sie ihrer Romanfigur Sonja Senger ein malerisches Zuhause gegeben hat. Und gleich zu…

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