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De Jick schlaache

Manni kallt platt. Wer „Joode mäht“ (wörtlich: „Gute macht“) lenkt ein, beendet einen Streit, versöhnt sich, indem er guten Willen durch gute Taten belegt. Wer „et“ jedoch „vöran jöck“ (loslegen, auftrumpfen), der zeigt sich nicht nur unversöhnlich, der legt nach, um den anderen noch mehr zu zwiebeln als zuvor.

Wer „et“ jedoch „zo ärch jöck“, der kann leicht „de Jick schlaache“, also sich mit seinem forsch-zänkischen Treiben übernehmen, förmlich überschlagen, wie ein Kutscher mit der „Jick“, einer früher gebräuchlichen zweirädrigen einspännigen Pferdekutsche.

„Op Jöck“ oder „verlaade“ sind geschäftige und umtriebige Menschen. „De Jaach“ (wörtlich „die Jagd“) machen vor allem junge und übermütige Zeitgenossen. „Knosterpittere“ „brasseln“ (uneffektiv arbeiten) zwar durchaus viel, aber ohne vorzeigbare Ergebnisse.

„Fuhlhööv“ (wörtlich „Faulhaufen“) tun wenig, „Laumänn“ gar nichts, „Bübbeler“, „Muulschwader“ und „Schwaadlappe“ reden zwar viel, wenn der Tag lang ist, setzen es aber nicht in die Tat um. „Tütteler“ fangen manches an, bringen aber kaum etwas zu Ende. „Knösele“ halten nicht viel von Sauberkeit.

„Küles“ oder „Däätz“ ist der Kopf, „Knüles“ (Dickkopf) hingegen eine Charaktereigenschaft. „Muhl“ ist der Mund (wörtlich Maul), aber genau wie „die Schnöss“ eher ein Kraftausdruck für Wortführer und Großmäuler. Um die Verachtung für so einen Angeber zu unterstreichen, fügt der Eifeler die genaue Ortsangabe hinzu, wo sich das große Mundwerk befindet: „Su en Muhl, nee, watt hätt der en Schnöss am Kopp.“

„Ne Tööpes“ ist ein trauriges Mannsbild, „ne Stoppe“ ein kleinwüchsiger Mann, der vom „Futz-Stoppe“ noch an Körperlänge unterboten wird. Kleine, aber wohlproportionierte „Madämchen“ werden ob ihrer Rundungen „Aaschbackebärbche“ genannt. Frauen von zweifelhaftem Ruf heißen „Tösje“ oder auch „Laatsch“. Im Gegensatz zur „Traatsch“, die Gerüchte weitertransportiert.

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